Ein Bayer ist deutscher Schnupftabak-Meister

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Teilnehmer Georg Schönberger

Offenhausen - Christian Knauer aus Dießen am Ammersee in Bayern hat seinen Titel als Schnupftabak-Meister verteidigt. Bei dem skurrilen Wettstreit zählen gleich mehrere Komponenten.

Christian Knauer holte den Titel

Knauer gewann am Samstagabend im mittelfränkischen Offenhausen die 44. Deutsche Schnupfmeisterschaft. Er hatte 4,993 von 5 Gramm Tabak geschnupft und dazu die maximale Sauberkeitspunktzahl 20 bekommen. Innerhalb von einer Minute mussten sich die Teilnehmer so viel Schnupftabak wie möglich in ihr Riechorgan stecken. Wer am meisten verstauen konnte, hatte die Nase vorn. Bei den Damen gewann Petra Leinfelder aus Daiting im Kreis Donau-Ries - ebenfalls Bayern.

700 Fans und Schaulustige feuerten ihre Lieblings-Schnupfer lautstark an. Jeweils sechs der 230 Nasen-Athleten schnieften unter den strengen Augen der Schiedsrichter um die Wette. 38 Frauen waren an den Start gegangen.

Es wurde geschnupft, gedrückt und am Ende gespuckt. Jeder Sportler hatte seine ganz eigene Taktik, den Tabak, Schmalzler genannt, in das Nasenloch zu stopfen. Der neue und alte deutsche Meister und Weltmeister 2010, Christian Knauer, hat zwei künstliche Fingernägel, um besser in die Ecken der Dose zu kommen.
“Große Nasen sind schon etwas im Vorteil, aber vor allem zählen Technik und Fingerspitzengefühl“, sagte ein Sprecher des veranstaltenden Schnupf-Clubs Kucha. Wer schummelt oder niest, wird disqualifiziert. 90 Prozent aller Schnupf-Vereine sind im Freistaat. “Für Teilnehmer aus anderen Bundesländern ist das meist eine Gaudi - für die Bayern aber nicht. Die nehmen das sportlich ernst.“

dpa

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