Lokführer überlebte nicht

Bayern: Zwei Tote bei schwerem Zugunglück

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Auf einem Bahnübergang hatte der Regionalzug einen Schwertransporter gerammt. Nach dem Unglück auf einem Bahnübergang haben Rettungskräfte bisher einen Toten geborgen.

Freihung. Schock für etwa 40 Bahnreisende in Bayern: Ihr Regionalexpress rast am späten Donnerstagabend gegen einen Sattelzug. Der Fahrer des Lastwagens stirbt, auch der Lokführer hat das Unglück nicht überlebt.

Von der Zugmaschine des Sattelzugs ist kaum noch etwas übrig. Völlig zerquetscht liegt sie unter dem Triebwagen der Regionalbahn. Auch das Führerhaus des Zugs ist komplett ausgebrannt. Am späten Donnerstagabend stieß auf einem Bahnübergang bei Freihung in der Oberpfalz (Landkreis Amberg-Sulzbach) ein Zug auf einen Lastwagen - dabei kommen der Lastwagenfahrer und der Lokführer ums Leben. Die meisten der knapp 40 Fahrgäste kommen mit dem Schrecken davon.

Wie genau es zu dem Unfall kam, bleibt auch am Freitagmorgen zunächst unklar.

Aktualisiert um 7.25 Uhr

Polizeisprecher Albert Brück sagt, der Sattelzug sei nach ersten Erkenntnissen auf dem beschrankten Bahnübergang stehen geblieben. Als der Regionalexpress namens „Stadt Amberg“ den Lastwagen erfasst, wird die Zugmaschine vom Anhänger abgerissen und die Lok schiebt sie vor sich her. Erst nach 300 bis 400 Metern bleibt die Bahn stehen.

Wie schnell der Zug von Neukirchen nach Weiden vor dem Unglück unterwegs war, kann Brück nicht sagen. Dies müsse der Gutachter klären. "Eine erste Aussage von Bahnmitarbeitern war, dass das hier eine 140er-Strecke ist, dass der Zug also bis zu 140 Stundenkilometer schnell gefahren sein kann", sagt der Polizeisprecher.

Zunächst wird ein Toter geborgen - der Fahrer des Lastwagens - ein rumänischer Staatsangehöriger. Wie genau er zu Tode kam, ist zunächst unklar. Unglaubliches Glück hat dagegen sein Beifahrer. Er wird nur leicht verletzt und direkt nach dem Unfall von der Polizei befragt. Von ihm erhoffen sich die Ermittler die genauesten Erkenntnisse zum Ablauf des Unglücks. Erst viele Stunden später wird die Leiche des Lokführers aus dem zerstörten Zug geborgen.

Vier Fahrgäste kommen ins Krankenhaus - ihre Verletzungen sind jedoch nicht schwerwiegend. Sie schweben laut Tagesspiegel nicht in Lebensgefahr. Die meisten Insassen des Zuges wurden nach dem Unglück in einem nahe gelegenen Gewerbebetrieb gesammelt und von dort weitertransportiert. Darunter sollen auch einige Leichtverletzte gewesen sein. "Die Unverletzten konnten nach seelsorgerischer Betreuung nach Hause", sagte Reisinger.

Der Lastwagen mit rumänischem Kennzeichen hatte einen US-Militär-LKW geladen, wie Brück sagte. Dieser habe aber mit dem Verlauf des Unglücks nicht viel zu tun gehabt. "Er hatte nichts Gefährliches geladen." Anfangs war die Polizei von einer Explosion ausgegangen. Doch inzwischen vermuten die Ermittler, dass durch die Wucht des Aufpralls ein Feuer entstand, das den Anschein einer Explosion ergeben hat.

"Für die Polizei gilt es jetzt noch zu klären, ob im Umfeld des Unglücksortes weitere Verletzte sind", sagte Brück. Beamte suchten daher die nähere Umgebung ab. Auch die Gleise werden nach Angaben des Landrats noch abgesucht und sämtliche gefundenen Wertsachen dokumentiert.

Einsatzkräfte zweier Landkreise waren an der Unfallstelle, dazu Bundes- und Landespolizei und sowie amerikanische Feuerwehrleute vom nahe gelegenen Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Insgesamt drei Rettungshubschrauber waren laut der Mittelbayerischen im Einsatz.

In der Nacht zu Freitag berichteten mehrere Medien von mehreren Explosionen am Unfallort. Bisher bestätigten sich diese Angaben aber nicht.

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