Großrazzia gegen Neonazis

Potsdam - In Brandenburg wird hart gegen den aufkeimenden Rechtsextremismus angekämpft. Jetzt wurde mit einer Großrazzia ein Zeichen gesetzt.

Der brandenburgische Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hat die rechtsextremistische Vereinigung „Widerstandsbewegung in Südbrandenburg“ verboten. Deren Aktivitäten richteten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung, hieß es am Dienstag in der Verbotsverfügung. Zweck und Tätigkeit des Vereins liefen außerdem den Strafgesetzen zuwider.

Seit dem Morgen gingen rund 200 Polizeibeamte mit einer Großrazzia gegen die Vereinigung vor, wie ein Ministeriumssprecher in Potsdam mitteilte. Schwerpunkt der Aktionen war den Angaben zufolge Südbrandenburg.

Nach Angaben der „Bild“-Zeitung sind die Beamten gegen 6.00 Uhr in Dutzende Wohnungen von Neonazis eingedrungen und haben Beweismittel beschlagnahmt. Betroffen seien vor allem die Landkreise Spree-Neiße, Elbe-Elster, Cottbus und Teltow-Fläming.

Die Razzia richtet sich laut Zeitung unter anderen gegen die sogenannten „Spreelichter“, die immer wieder mit unangemeldeten Demonstrationen in Brandenburg und Sachsen auf sich aufmerksam machten und dabei weiße Masken trügen. Ihre Aktionen hätten unter dem Motto „Werde unsterblich“ gestanden. Unter anderem sind der Vereinigung die rechtsextremen Homepages www.spreelichter.info und www.werde-unsterblich.info zuzuordnen.

Details zu der Großrazzia wollte das Innenministerium im Laufe des Tages bei einer Pressekonferenz mitteilen. Ein Termin stand am Morgen noch nicht fest.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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