Jahrelange Qualen

Verbrüht, verbrannt, gedemütigt: Kontrollsüchtige Frau (22) foltert ihren eigenen Freund

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Ein Foto aus glücklicheren Zeiten: Jordan Worth und Alex Skeel.

Sechs Jahre lang misshandelte eine 22-jährige Britin ihren Freund. Scheinbar bemerkte niemand die Verletzungen des jungen Mannes - bis ein Nachbar reagierte.

Bedford - Sechs Jahre lang ging der Brite Alex Skeel (22) durch die Hölle: Von seiner Freundin wurde er nicht nur psychisch terrorisiert, sondern auch auf grausame Weise gefoltert, wie sich dieser Tage bei einem Prozess in Großbritannien herausstellte.  

Die Leidensgeschichte des jungen Briten begann, als er mit 16 Jahren die gleichaltrige Jordan Worth kennenlernte - die beiden gingen auf dieselbe Schauspielschule in Bedford in Großbritannien. 

Wie die Daily Mail berichtet, zeigte sich die junge Frau schon nach kurzer Zeit Beziehung extrem kontrollsüchtig: Sie verbot Alex den Kontakt zu Freunden und zwang ihn, ihr das Passwort für sein Facebook-Profil auszuhändigen. 

Schnitte mit einem Küchenmesser und Verbrühungen

Auf den Psycho-Terror folgten brutale körperliche Übergriffe. Die angehende Lehrerin schnitt den Briten mit einem Küchenmesser und verbrühte ihn mit kochendem Wasser. Übernachten musste Alex über längere Zeit auf dem blanken Fußboden, da ihm seine Freundin nicht erlaubte, im Bett zu schlafen.

Je länger das Paar zusammen war, desto schlimmer wurden offenbar die Misshandlungen. Obwohl Alex wusste, dass das Verhalten seiner Freundin krankhaft war, konnte er sich nicht von ihr lösen. „Nein, so einfach war das nicht. Sie kontrollierte alles von mir“, erklärte der 22-Jährigen gegenüber der britischen Daily Mail. 

Warum bemerkte niemand die Qualen des jungen Mannes?

Als er aufgrund einer Stichverletzung, die ihm Jordan zugefügt hatte, doch ins Krankenhaus ging, wich sie ihm während der Untersuchung nicht von der Seite. Der behandelte Arzt schöpfte zwar Verdacht und meldete den Vorfall der Polizei - doch Alex traute sich nicht, den Gesetzeshütern die Wahrheit zu erzählen. 

Aus dem Bekanntenkreis des Briten griff niemand ein - obwohl Nachbarn häufig laute Schreie aus dem Haus des Paares wahrnahmen. 

Nachbar schaltet schließlich die Polizei ein

Es dauerte bis zum Juni 2017, bis ein Anwohner schließlich reagierte. Nachdem er gesehen hatte, wie sich Alex mit blauem Auge und Verbrennungen aus dem Haus schleppte, war er alarmiert. Als er kurz darauf Hilferufe aus der Wohnung des Paares vernahm, rief er die Polizei.

Dieses Mal traute sich der junge Mann, die Wahrheit zu erzählen. Gegen Jordan begannen die Ermittlungen - und Alex sagte auch vor Gericht über seine schlimmen Erlebnisse aus. Auf die Frage, warum er sich nicht schon früher jemandem anvertraut hatte, entgegnete er, dass er zu große Angst vor den Konsequenzen gehabt habe. 

Junge Britin vor Gericht: Diese Strafe erhielt sie für die Misshandlungen

Für ihre Misshandlungen wurde die Britin schließlich wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung zu sieben Jahren Haft verurteilt. Zudem hat ihr Ex-Freund eine einstweilige Verfügung gegen sie beantragt. 

Indem Alex seine Geschichte öffentlich macht, möchte er auf häusliche Gewalt aufmerksam machen. Nun plant er, eine Anlaufstelle für misshandelte Männer zu gründen, die sich aus einer ähnlichen Situation befreien konnten.

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nema

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