Brutales Verbrechen in Indien

Behinderte Frau vergewaltigt und getötet

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Viele Inder fordern die Todesstrafe für Vergewaltiger.

Neu Delhi - Ein besonders grausames Verbrechen aus Indien schockiert die Welt. Dort wurde eine geistig behinderte Frau vergewaltigt, gefoltert und getötet.

Die verstümmelte Leiche der Nepalesin war laut lokalen Medien in einem Feld bei Rohtak gefunden worden, etwa 75 Kilometer von der Hauptstadt Neu Delhi entfernt. Ihr Unterleib sei zerfetzt sowie Steine und Stöcke in ihren Körper gesteckt worden. Er habe schon 30.000 Autopsien durchgeführt, aber noch nie eine solche Brutalität gesehen, sagte der Arzt S. K. Dhatterwal der Zeitung "Times of India". Die 28-Jährige war vor einigen Monaten zur psychologischen Behandlung aus Nepal nach Indien gekommen.

"Wir wollen, dass die Mörder am Strick hängen", sagte die Schwester der nun Getöteten dem indischen Sender NDTV. "Die Polizei hat meine Anzeige nicht ernst genommen. Sie meinten: Such einfach weiter nach ihr. Du wirst sie schon finden, oder sie kommt zurück", sagte sie.

Zahlreiche Menschen protestierten am Sonntag gegen die mutmaßliche Untätigkeit der Polizei, da auch fast eine Woche nach dem Fund der Leiche zunächst kein Verdächtiger festgenommen worden war. Hunderte Menschen blockierten am Sonntag die Landstraße zwischen Delhi und Rohtak. Auch zündeten sie zahlreiche Kerzen im Gedenken an das Opfer an.

Spektakuläre Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen in Indien haben in den vergangenen Jahren immer wieder auch international für Empörung gesorgt. Trotz einer Verschärfung der Strafgesetze nimmt die Zahl der Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen aber nicht ab.

Viele Inder fühlen sich bei der Tat an die Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi Ende 2012 erinnert. Auch damals misshandelten die Täter die Frau derart, dass sie an ihren Verletzungen starb. Die Täter erhielten die Todesstrafe; der Fall ist aber noch nicht höchstgerichtlich entschieden.

Japanerin von falschem Fremdenführer vergewaltigt

Im benachbarten Bundesstaat Rajasthan sucht die Polizei nach einem Mann, der im Touristenort Jaipur eine Japanerin vergewaltigt haben soll. Die Touristin soll auf einen falschen Fremdenführer hereingefallen sein. "Die Frau besuchte mehrere Touristenorte, als ein Mann auf einem Motorrad auf sie zukam, sich als Touristenführer ausgab und ihr anbot, sie herumzufahren", sagte ein Polizeisprecher der indischen Nachrichtenagentur IANS. Nach der Tour sei er an einem abgelegenen Ort über die 20-Jährige hergefallen.

dpa

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