Fäuste, Tritte und Schlagstockeinsatz

Behinderter Mann stirbt nach Polizeieinsatz

+

Koblenz - Die Beamten sollten eigentlich nur einen Nachbarschaftsstreit klären. Sechs Tage später stirbt der eine Nachbar. Was ist da passiert, fragt sich nun auch die Staatsanwaltschaft.

Der Tod eines körperlich behinderten Mannes einige Tage nach einem Polizeieinsatz in Rheinland-Pfalz beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Beamte waren Ende Mai zu einem Nachbarschaftsstreit in Neuwied gerufen worden - sie sollen den 50-jährigen Mann dann übermäßig hart behandelt haben. Sechs Tage später erlitt er in einer Klinik einen Hirninfarkt. Die Eltern erstatteten Anzeige gegen zwei Beamte wegen Körperverletzung mit Todesfolge, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mitteilte. Über den Fall hatte zuvor die „Rhein-Zeitung“ berichtet.

Die Eltern werfen den Polizisten vor, ihren Sohn mit Fäusten, Tritten und Schlagstöcken traktiert zu haben. Wie Oberstaatsanwalt Rolf Wissen sagte, wurden bei einer Obduktion keine sichtbaren Verletzungen festgestellt, die den Todeseintritt erklären könnten. Zudem sei ein Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass der laut Zeitung gehörlose und sprachbehinderte Mann eines natürlichen Todes gestorben sei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen möglicher Körperverletzung im Amt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.