Auch Tote bei Einsatz in Bangladesch

Bei Drogenrazzien auf den Philippinen - Neun Verdächtige getötet

Bei Anti-Drogen-Einsätzen auf den Philippinen und in Bangladesch sind in den vergangenen Wochen mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Manila - Bei Drogenrazzien auf den Philippinen sind neun Verdächtige getötet worden. Ermittler durchsuchten zwei Wohnungen in der Stadt Matalam im Süden des Landes, als es zu einem Schusswechsel kam, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge sei eine zunächst unbekannte Menge der synthetischen Droge Methamphetamin, auch bekannt als Shabu, gefunden worden. Dabei handele es sich um die beliebteste illegale Droge des Landes. Bei dem brutalen Anti-Drogen-Krieg auf den Philippinen kamen seit 2016 mehr als 4000 Menschen um. Menschenrechtsgruppen schätzen die Zahl der Getöteten sogar auf rund 13 000.

Elf Tote bei Anti-Drogen-Einsätzen in Bangladesch

Bei Anti-Drogen-Einsätzen in Bangladesch wurden in der Nacht zu Samstag elf Menschen getötet. Insgesamt starben in den vergangenen zwei Wochen nach Polizeiangaben mehr als 70 Menschen bei Drogenrazzien in dem südasiatischen Land. Sicherheitskräfte hatten dort am 12. Mai eine landesweite Anti-Drogen-Kampagne gestartet.

Aktivisten in Bangladesch befürchten einen ähnlich harten Anti-Drogen-Krieg wie auf den Philippinen. „Solche Tötungen verstoßen gegen den Geist der Rechtsstaatlichkeit. Die Verdächtigen müssen durch das Gesetz geschützt werden“, sagte Adilur Rahman Khan von der Organisation Odhikar am Samstag.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Hiekel (Symbolbild)

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