Beim Weihnachtsshopping im Ausland Zollregeln beachten

Kurz vor Weihnachten verbinden manche das Nützliche mit dem Schönen und fahren zum Christmas-Shopping ins Ausland. Bei der Rückkehr mit einem Koffer voller Geschenke müssen Touristen aber die Zollregeln beachten.

Die teure Handtasche aus Zürich oder die Markenjeans aus New York: Wer Weihnachtsgeschenke im Ausland kauft, sollte sich vorher mit den Zollregeln vertraut machen. Sonst zahlt er unter Umständen kräftig drauf. Darauf weist Hans-Jürgen Schmidt vom Zollfahndungsamt Frankfurt am Main hin. Kaum Probleme haben Deutsche, wenn sie in einem EU-Land einkaufen. Waren für den eigenen Bedarf sind zollfrei. Und obwohl sie für jemand anderen gedacht sind: Auch Geschenke gelten als Waren für den eigenen Bedarf. Die 600 Euro teure Handtasche aus London als Geschenk für die Freundin ist also kein Problem.

Wer die gleiche Tasche allerdings in New York kauft, muss am Flughafen in Deutschland nachzahlen. Haben Touristen auf dem Rückweg nach Deutschland Geschenke im Gepäck, die die Reisefreimenge überschreiten, also teurer sind als 430 Euro, müssen sie sich am Flughafen beim Zoll melden. „Damit müssen Sie dann auf jeden Fall in den roten Kanal“, sagt Schmidt und meint das rote Ausgangstor, an dem etwa „Anmeldepflichtige Waren“ steht. Wer für seine Geschenke in einem Nicht-EU-Land weniger als 430 Euro bezahlt hat, darf das grüne Ausgangstor nehmen. Im roten Tor wird abgerechnet: Für die Tasche zahlt der Reisende 105 Euro nach. Das sind 17,5 Prozent des Warenwertes. Diesen pauschalen Anteil zahlen Reisende für Waren aus einem Nicht-EU-Land, die mehr als 430, aber weniger als 700 Euro gekostet haben. Ab 700 Euro wird es noch teurer. Wie hoch genau der Anteil sei, hänge vom Herkunftsland und der Ware ab, erklärt Schmidt.

Aber Achtung: Die Reisefreimenge gilt nur für Reisende ab 15 Jahren. Jüngere haben nur eine Freimenge von 175 Euro. Für Reisende, die die EU-Grenze mit einem Zug, einem Auto oder zu Fuß überschreiten, verringert sich die Menge auf 300 Euro. „Die Reisefreimengen von zwei Personen lassen sich auch nicht addieren“, warnt Schmidt. Hat zum Beispiel ein Paar eine 800 Euro teure Handtasche aus New York im Gepäck, muss es trotzdem die 17,5 Prozent nachzahlen. Die 430 Euro jedes Einzelnen lassen sich nicht zu einer gemeinsamen Freimenge von 860 Euro addieren. (dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.