Belgien: Drei Schwerverbrecher aus Gefängnis geflohen

Jamioulx - Drei geflohene Schwerverbrecher halten die Polizei in Belgien seit Tagen auf Trab. Mit Hubschraubern und einem Großaufgebot suchen die Beamten die Häftlinge, die wegen Mordes und versuchten Mordes hinter Gitter saßen.

Die Männer waren bereits am Sonntag mit Messern bewaffnet aus einem Gefängnis im südbelgischen Jamioulx ausgebrochen und hatten eine Wärterin als Geisel genommen, wie belgische Medien berichteten. Kurz darauf ließen sie ihre Geisel jedoch wieder frei. Die zwischen 22 und 34 Jahre alten Männer sind zu Gefängnisstrafen von insgesamt mehr als 45 Jahren verurteilt. Immer wieder kommt es in Belgien zu gewalttätigen Ausbrüchen, allein 2011 waren es bislang sechs. Die Beschäftigten des Gefängnisses in Jamioulx traten am Dienstag einen Warnstreik an, um gegen die Zustände in den belgischen Gefängnissen zu protestieren. Sie klagen, dass ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne. Medienberichten zufolge sitzen derzeit 10 860 Menschen in Haft - und das obwohl in den 33 belgischen Gefängniseinrichtungen eigentlich nur Platz für 9500 Menschen wäre.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.