28 Bergarbeiter in China unter Tage eingeschlossen

Peking - Wegen eines Brandes in einem Kohlebergwerk in Ostchina sind mindestens 28 Arbeiter unter Tage eingeschlossen. 63 Kumpel konnten sich retten. Wie es dazu kam:

Durch ein Feuer in einem Kohlebergwerk in Ostchina sind 28 Bergleute unter Tage eingeschlossen worden. 63 Kumpel konnten sich retten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete. Der Brand in Zaozhuang (Provinz Shandong) sei am Mittwoch in 225 Meter Tiefe ausgebrochen, als ein Luftkompressor Feuer gefangen habe. Zwei Rettungsteams seien in die Unglücksgrube eingedrungen. Es gebe keinen Kontakt zu den Vermissten. Das Feuer sei inzwischen gelöscht und die Stromversorgung stabilisiert worden.

Fünf Tage nach zwei anderen Grubenunglücken am Samstag in Südchina gab es kein Lebenszeichen von 42 weiteren Bergleuten. Nach einem Grubeneinsturz in Heshan in der Region Guangxi wurden 19 Kumpel vermisst. Sechs von ihnen wurden in 320 Meter Tiefe vermutet und sollen noch Überlebenschancen haben, wie Xinhua berichtete. In einem Bergwerk in Pingtang in der Provinz Guizhou sind weitere 23 Bergarbeiter verschüttet. Schwere Regenfälle und ein Zusammenbruch des Entwässerungssystems hatten zur Überflutung der Schächte geführt.

In Chinas Gruben sterben jedes Jahr tausende Bergleute - mehr als irgendwo anders in der Welt. Die Ursachen für die vielen Unglücke sind meist schlechte Ausrüstung, mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen sowie unzureichende Aufsicht wegen Vetternwirtschaft und Korruption bei den lokalen Behörden. China erzeugt zwei Drittel seines Stroms aus Kohle.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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