Bericht: Deutsches Kreuzfahrtschiff beschlagnahmt

Paris - Wegen angeblicher Schulden in Millionenhöhe hat die französische Justiz ein deutsches Kreuzfahrtschiff vor der südfranzösischen Côte d'Azur beschlagnahmt.

Hunderte Passagiere hätten die “MS Delphin“ in der Nähe von Villefranche-sur-Mer verlassen müssen, berichtete die Zeitung “Métro“ am Mittwoch. Eine Sprecherin der Bremer Charterfirma Hansa Kreuzfahrten bestätigte, dass am Freitag eine Kreuzfahrt in Richtung Schwarzes Meer abgesagt worden sei. Allerdings sei der Grund ein technischer Defekt am Antrieb gewesen, dessen Reparatur einige Tage benötige.

Daraufhin habe ein Partnerunternehmen “kalte Füße bekommen“ und beim Handelsgericht Nizza eine einstweilige Verfügung erwirkt. Weitere Angaben zum laufenden Verfahren wollte die Sprecherin nicht machen. Die Zeitung schrieb, dass das Schiff als Bankgarantie diene, da Hansa Kreuzfahrten Schulden in Höhe von 2,4 Millionen Euro bei dem Eigentümer des Schiffes habe. An Bord des Kreuzers waren laut Charterfirma etwa 400 Passagiere.

Rund 40 hätten auf das Kreuzfahrtschiff “Princess Daphne“ umgebucht werden können, anderen seien Reisen zu einem späteren Zeitpunkt angeboten worden. Die 230 Mann starke Besatzung sei weiter an Bord. Hansa Kreuzfahrten rechne damit, am 7. Oktober die nächste planmäßige Reise von Venedig nach Griechenland normal anbieten zu können. Das unter der Flagge der Bahamas fahrende Schiff ist vor allem in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer und in der Karibik unterwegs.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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