Verlor in Flut seine Familie

Biber-Baby Momo wird nach Flut wieder aufgepäppelt

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Biber-Baby Momo.

Hamburg. Das Biber-Baby Momo hat im Hochwasser der Elbe seine gesamte Familie verloren - nun päppeln Pfleger der Wildtierstation Hamburg den kleinen Nager wieder auf. Im Gehege bei Pinneberg stehen schwimmen, nagen und viel Schlaf auf Momos Programm.

"Momo kann schon viel. Letztens hat er sogar eine Möhre gefällt", sagt Stationsleiter Christian Erdmann. Für einen richtigen Baumstamm reiche es noch nicht. Aber er sei schon kräftiger geworden.

Momo soll in der Wildtierstation alles lernen, was ein Biber für das Leben in der freien Natur wissen muss. Der Plan ist, dass der junge Biber in Zukunft zusammen mit anderen Artgenossen leben soll.

Infrage kommen dafür drei Biber, um die Tierschützer sich nach der Flut in Dessau kümmern. Später soll die Biber-Gruppe wieder in die Natur ausgesetzt werden.

Neben Momo werden noch fünf weitere Flutopfer in der Wildtierstation aufgepäppelt: zwei Rehkitze, zwei Hasen und ein Waschbär-Baby.

Bilder von Momo

Biber-Baby Momo wird nach Flut wieder aufgepäppelt

Biber auch in Hessen

Lange war der Biber, das größte Nagetier Europas, in Hessen ausgestorben. Seit einigen Jahren kehrt er zurück: Unter anderem wurden zwei Biber an der Diemeltalsperre gefunden - allerdings waren beide Tiere tot. Bekannt ist aber, dass sich Biber im Kreis Hersfeld-Rotenburg angesiedelt haben. Auch im Kreisteil Melsungen rechnet der Naturschutzbund (Nabu) mit der Rückkehr des Nagers. 2010 schaffte es ein Biber schon einmal bis nach Kassel.

Mit bis zu 30 Kilogramm wiegt ein Biber soviel wie ein Rehbock. Er kann bis zu einem Meter groß werden. Typisch ist die „Kelle“, der flache Schwanz, der zum Steuern dient. (dpa/jbg)

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