Bundesweit "erfolgreichste" Radarfalle

Blitzer spült 35 Millionen Euro in die Stadtkasse

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Deutschlandweit berüchtigt: Der Blitzer auf der A2 am Bielefelder Berg.

Bielefeld - Mehr als eine Millionen Mal hat Bielefelds berüchtigte Radarfalle auf der A2 schon zugeschlagen und damit Millionen in die Kassen gespült. Hat Bielefeld genug? Ganz im Gegenteil.

Der berüchtigte Blitzer auf der A2 am Bielefelder Berg ist zwar bundesweit bekannt, dennoch klingelt es fast ungebremst in der Stadtkasse. Seit dem Arbeitsbeginn am 8. Dezember 2008 hat die Anlage mehr als eine Million Mal geblitzt, bestätigte das Ordnungsamt am Donnerstag einen Bericht des „Westfalen-Blatts“ (Donnerstag). Die Radaranlage gilt als eine der bundesweit erfolgreichsten.

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Bußgeld für Temposünder
Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot - Temposünder müssen mit einer Strafe rechnen. © dpa
Bußgeld für Temposünder
Wer in der Stadt 70 km/h zu viel auf dem Tacho zahlt 680 Euro, kassiert vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Das Geld liegt auf der Straße: Kritiker halten viele Radarfallen, besonders außerhalb von Gefahrenstellen, für Abzocke. „Bundesweit erwarten Kommunen für 2013 Blitzer-Einnahmen von mehr 600 Millionen Euro“, so Torsten Florian Singer, Sprecher der Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke.   © Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke
Uhu
Tausende Autofahrer sind 2012 auf einer Eifeler Landstraße in eine Radarfalle gerauscht und wurden bestraft. Eine Tempo-Sünderin klagte zwar erfolgreich gegen die Radarfalle, doch zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, gilt für Autofahrer mit Einbruch der Dämmerung und nachts Tempo 50 und tagsüber Tempo 70. © dpa
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen.
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen. © dpa
moderne Blitzer-Anlage
Wer trotz dieses Verbots ein solches Gerät betriebsbereit an Bord hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und vier Punkten in Flensburg rechnen. © dpa
Lichthupe
Das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen oder Schildern ist grundsätzlich nicht verboten. Sollten andere Verkehrsteilnehmer aber behindert oder abgelenkt werden, kann die Polizei das Warnen untersagen. Die häufige Praxis, mit der Lichthupe auf Blitzer aufmerksam zu machen, ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einem Bußgeld von zehn Euro bestraft. © dpa

Mehr als 550 000 Verfahren wurden eingeleitet und spülten 35,4 Millionen Euro in die Stadtkasse. Ein Drittel fließt allerdings in Technik und Verwaltung, sagte Ulrich Höner vom Ordnungsamt der Nachrichtenagentur dpa. Und die Einnahmen dürften noch steigen. Bislang konnten nur deutsche, niederländische und österreichische Raser zur Kasse gebeten werden. Seit November sei eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die die Verfolgung in allen EU-Ländern ermöglichen soll.

dpa

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