Bio-Trend bei Mode: Kaschmir, reine Baumwolle & Co.

Vor einigen Jahrzehnten begann der Siegeszug des Begriffs Bio. Die Partei der „Grünen“ wurde in Deutschland und anderen Ländern populär. Die Menschen begannen damit, viele Dinge, die den Aufstieg der Bundesrepublik zur Wirtschaftswunderzeit begleitet hatten, zu reflektieren und kritisch zu sehen.

Die Nutzung regenerativer Energien, artgerechte Tierhaltung, die Wellness-Bewegung und in den letzten Jahren der Trend zu Bio-Nahrungsmitteln waren und sind nur einige Konsequenzen dieser Denkanstöße, die man vielleicht in ihrer deutschen, nämlich umso gründlicheren und verspäteten Variante als Nachwirkungen der US-Hippie-Ära deuten kann. Die Anhänger dieser Ideen wurden oft als „Ökos“ belächelt.

Vorteile und Ziele von Mode mit Naturmaterialien

Es ist jedoch nicht verwundernswert, dass sich in unserer reflektierten Gesellschaft dieser Trend auf die Kleidung ausweitet. Statt Kleidung aus Synthetik gehen immer mehr Hersteller dazu über, auf Naturmaterialien wie Kaschmir, Leinen oder Baumwolle zu setzen.

Diese Textilien werden nicht oder kaum mit chemischen Mitteln behandelt, welche früher etwa beim Färben der Kleidung verwendet wurden. Sie enthalten keine Giftstoffe, beispielsweise Schwermetalle, Chlor oder Formaldehyd. Dies garantiert einen hohen Tragekomfort, nicht nur für Allergiker oder Kleinkinder, sondern für alle, die langlebige Kleidung für sich fordern.

Einige Produzenten gehen noch weiter. Sie bieten ihren Kunden Textilien, deren Materialien und gesamte Produktion nicht nur nach marktwirtschaftlichen Prinzipien ausgerichtet wird. Ihre Kleidungsherstellung wird unter dem Prinzip der Nachhaltigkeit hergestellt. So bauen sie beispielsweise Baumwolle ohne die Verwendung von Pestiziden an, was deutlich umweltfreundlicher ist als die herkömmliche Produktion.

Dies gilt längst nicht mehr nur für kleine, hippe Indie-Labels. So betonte H&M-Chef Karl-Johan Personvor kurzer Zeit, dass sein Konzern bis 2015 CO2-neutrale Mode herstellen wolle und forderte gar ein neues Fairtrade-Siegel für die gesamte Branche.

Abseits von der Herstellung bieten solche Kleider dem Verbraucher praktische Vorteile. So sind Naturmaterialien wie Kaschmir leicht, angenehm zu tragen und gleichzeitig warm, weshalb die Einheimischen schon lange die gleichnamige Ziege nutzten, um Kleidung herzustellen. Hochwertige Kaschmirkleidung finden Sie beispielsweise beim Kleiderversand Peter Hahn im Internet.

Auch die Auswahl und die angebotenen Schnitte und Stile wachsen zurzeit enorm, so dass der Verbraucher auch dabei keine Einbußen hinnehmen muss. Viele Menschen fühlen sich von der Idee naturbelassener Kleidung angesprochen. Doch wie erkennen Sie, ob ein Schal, eine Hose, ein Sweater oder ein T-Shirt den geschilderten Ansprüchen genügt?

Die Bio-Garantie: Gütesiegel und Verordnungen

Für die Herstellung der Kleidung aus biologisch angebauten Materialien bürgen mehrere Siegel. Seit 2007 gibt es eine Bezeichnung, welche für Kleidung und Nahrung gilt: BiO nach EG-Öko-Verordnung. Kontrollen durch den Staat sichern die Standards. Das Siegel trägt einen grünen Rand und ist 6-eckig. Ebenso gilt die deutsche Bezeichnung „kbA“ für diese Produktionsmerkmale. Dies bedeutet „aus kontrolliert biologischem Anbau“.

Ein wichtiges Merkmal in diesem Zusammenhang ist auch eine Auszeichnung nach den Prinzipien des GOTS. Diese Abkürzung bedeutet Global Organic Textile Standard und zeigt einen runden grünen Punkt, in welchen ein stilisiertes, weißes Hemd eingebettet ist. Es garantiert, dass entweder 95 Prozent der Fasern (Label Grade 1) oder 70 Prozent (Label Grade 2) aus Bio-Anbau oder Anbau in Umstellung auf Bio-Anbau stammen. Speziell für Baumwolle existiert der Standard, welcher die Fruchtkapsel der Blüte zeigt. Kleidung mit diesem Symbol besteht zu 100 Prozent aus reiner Baumwolle.

Noch weiter gehen die auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Herstellergarantien. Der ÖkoTex Standard 1000 sichert eine Überprüfung der Herstellung nach umwelt- und sozialverträglichen Standards durch regelmäßige Kontrollen. Nachhaltig produzieren bedeutet, mit dem langfristigen Blick auf spätere Generationen schonend mit den Ressourcen umzugehen.

Daneben wird auf im Hinblick auf die Arbeiter auf die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben bei Mindestlöhnen oder dem Eintrittsalter für Arbeiter geachtet. Dies steht auch bei FAIRTRADE-Produkten im Mittelpunkt.

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