Drittgrößtes Bistum Deutschlands

Bistum Hildesheim hat neuen Bischof - Heiner Wilmer geweiht

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„Das schwerste und bitterste Thema ist für mich der Zusammenhang von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in unserer Kirche.“

Der Ordenspriester Heiner Wilmer ist zum neuen Bischof des Bistums Hildesheim geweiht worden.

Der Ordenspriester Heiner Wilmer ist zum neuen Bischof des Bistums Hildesheim geweiht worden. „Mir ist bewusst, dass ich meinen Dienst in einer für die Kirche herausfordernden Zeit antrete“, sagte der 57-jährige Katholik am Samstag beim Festgottesdienst im Hildesheimer Dom. „Das schwerste und bitterste Thema ist für mich der Zusammenhang von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in unserer Kirche. Diesem Thema werde ich mich von Anfang an mit aller Kraft widmen.“ Rund 3000 Gäste waren in der Stadt und verfolgten die Amtseinführung im Dom und an Großbildleinwänden.

Wilmer ist Nachfolger von Norbert Trelle

Zu den Gästen zählten Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Ex-Bundespräsident Christian Wulff sowie Hannovers evangelischer Landesbischof Ralf Meister. Dieser betonte, die Vertreter der evangelischen Kirchen in Niedersachsen habe es berührt, „dass Sie von Anfang an ihre ökumenische und interreligiöse Verbundenheit ausgedrückt haben“. Er ergänzte: „Die christlichen Kirchen in Niedersachsen freuen sich über einen ökumenischen Bischof, der mit uns neue Wege geht.“ Der Deutschen Presse-Agentur hatte Wilmer vor der Bischofsweihe gesagt, er verstehe sich im Dienst an Menschen jedes Glaubens.

Das Bistum Hildesheim im überwiegend protestantischen Norden ist flächenmäßig das drittgrößte in Deutschland und umfasst 119 Pfarrgemeinden mit rund 611 000 Katholiken. Wilmer ist Nachfolger von Norbert Trelle, der aus Altersgründen aus dem Bischofsamt ausschied. Zuletzt war Wilmer drei Jahre lang Generaloberer der weltweiten Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester in Rom.

dpa

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