Blick ins All: Studenten ließen Wetterballon mit Kamera steigen

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Beeindruckende Bilder: Fast zwei Stunden war die Kamera am Wetterballon unterwegs und galt anschließend als verloren. Der Ballon erreichte eine Höhe von 30 Kilometern.

Stanford. Videomaterial von Actionkameras gibt es vieles. Die Aufnahmen, die jetzt aufgetaucht sind, dürften die meisten Filme aber toppen. Es sind Bilder aus der Stratosphere.

Eine Gruppe Studenten der Stanford University in Kalifornien ließ 2013 eine solche Kamera an einem Wetterballon in den Weltraum aufsteigen. Der Kontakt brach jedoch schnell ab, der Ballon platzte und die Kamera war verloren - bis jetzt. Zwei Jahre später hat ein Wanderer den kleinen Kasten samt Aufnahmegerät wiedergefunden und zurückgeschickt.

Ursprüngliches Ziel der fünf Studenten Bryan Chan, Ved Chirayath, Ashish Goel, Tyler Reid und Paul Tarantino war, den Grand Canyon über Arizona aus der Stratosphere aus aufzunehmen und dabei neue Linsen für Kameras sowie das kommerzielle Navigationssystem für Smartphones zu testen. Dafür haben sie in einem 3D-Drucker eine Kiste mit Platz für eine Actionkamera, ein Smartphone für Fotos und die GPS-Verbindung sowie eine hochauflösende Videokamera gedruckt.

Ein Problem stellte jedoch die plötzlich abreißende Mobilfunkverbindung dar. Das Team bekam kein Lebenszeichen mehr vom Wetterballon. Ein zusätzlicher Sender, der im Fall der Fälle ein Signal aussenden sollte, war zu schwach, die Batterien fielen aus und das Projekt war für die Stanford-Universität gestorben.

Durch einen Zufall fand ein Wanderer kürzlich die stark in Mitleidenschaft gezogene Box. Der Mann arbeitet für einen Mobilfunkanbieter und hat die Studenten durch die SIM-Karte im Smartphone ausfindig gemacht und kontaktiert. So kommen zwei Jahre später die eindrucksvollen Bilder an die Öffentlichkeit.

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