Schlittschuhlaufen auf der Fahrbahn

Blitzeis: Autobahnen dicht - Straßen spiegelglatt

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Ein Mann läuft am 20.01.2013 in Karlsruhe (Baden-Württemberg) auf einer komplett vereisten Straße mit Schlittschuhen.

Stuttgart - Eisiger Boden und Regen haben europaweit für Glatteis gesorgt. Im Südwesten Deutschlands mussten sogar einige Autobahnen gesperrt werden. In Frankfurt wurden zahlreiche Flüge abgesagt.

Auf den Straßen und Gehwegen in Baden-Württemberg hat am Sonntag Blitzeis zu gefährlicher Glätte geführt. Die Polizei im Südwesten hat am Sonntag eine erste Blitzeis-Bilanz gezogen und 800 Unfälle gezählt. „Da kann noch einiges dazukommen“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium. Bei den Karambolagen wurden rund 30 Menschen verletzt. Der Sachschaden wird auf eine Million Euro geschätzt.

Die Streudienste waren pausenlos im Einsatz, vor allem im Norden des Landes ereigneten sich in den Morgenstunden zahlreiche Unfälle. Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, blieb es zunächst bei Sachschäden. Im besonders stark betroffenen Raum um Stuttgart herum hatte auch die Polizei größte Probleme: Beamte ließen den Streifenwagen stehen und waren zu Fuß unterwegs. Autobahnen wurden wegen des Eises auf einigen Abschnitten gesperrt. Betroffen waren unter anderem die Autobahn 5 zwischen den Anschlussstellen Baden-Baden und Rastatt-Nord und die Autobahn 8 zwischen dem Dreieck Karlsruhe und der Anschlussstelle Karlsbad sowie zwischen den Anschlussstellen Heimsheim und Leonberg-West. Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes sollte es im Tagesverlauf auch in Teilen der Mitte und im Westen Deutschlands sehr glatt werde.

Wegen Eis und Schnee fielen am Frankfurter Flughafen am Sonntag bis zum Vormittag 130 Flüge aus. Die Lage sei angespannt, sagte eine Fraport-Sprecherin. Die Abfertigung der Flieger verzögere sich zudem, weil die Maschinen zunächst enteist werden müssen. Zwischenzeitlich wurde sogar der komplette Flugbetrieb lahmgelegt. Es werde versucht, die von Flugausfällen betroffenen Passagiere per Bahn ans Ziel zu bringen. Am Samstag waren wegen der Witterung bereits 17 Flüge gestrichen worden. Auch am Flughafen Stuttgart wurden Flüge annulliert.

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Auf Europas größtem Flughafen London Heathrow brachten Schneefälle über das Wochenende den Flugplan ebenfalls durcheinander. Tausende Passagiere mussten stundenlang warten. Am Sonntag rechneten Flughafenmitarbeiter wegen Neuschnees damit, dass rund 260 Flüge gestrichen werden müssen. Im ganzen Land gab es wegen des Wetters Einschränkungen im Bahn- und Straßenverkehr. In Nordirland waren einige Haushalte vorübergehend ohne Strom. Beim Eurostar-Zug, der den Kontinent mit London verbindet, kam es zu witterungsbedingten Ausfällen und Verzögerungen.

Die Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly strichen am Sonntag 40 Prozent ihrer Flüge. Auf den Straßen des Landes kam es in weiten Teilen zu Behinderungen. In Paris blieben viele Busse in den Depots und zahlreiche öffentliche Parks geschlossen. In Versailles waren Schlosspark und Schlossgarten bereits am Samstag nicht mehr zugänglich.

Tipps für kalte Tage

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Reichlich Wasser trinken gilt im Winter genauso wie in den heißen Sommermonaten. Der Kreislauf braucht bei tiefen Temperaturen genauso viel Flüssigkeit wie bei höheren Temperaturen. © dpa
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Kaffee wärmt zwar für kurze Zeit, verschlechtert aber auf lange Sicht die Durchblutung. Die Folge: man friert weiter. © dpa
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Schnaps soll angeblich gegen die klirrende Kälte helfen - ein Irrglaube. Alkohol ist bei Minus-Temperaturen sogar gefährlich, weil er die Blutgefäße weitet. Wer getrunken hat, merkt oft nicht, dass der Körper auskühlt. © dpa
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Mal abgesehen von den vielen giftigen Stoffen in Zigaretten, verengt das Rauchen auch die  Blutgefäße und lässt die Hauttemperatur sinken. Raucher frieren also schneller. © dpa
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Rohkost ist gesund - in der kalten Jahreszeit kühlt sie den Körper allerdings aus. Wer es warm haben will, greift lieber zu Suppen und Eintöpfen . © dpa
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Wichtig für die Körperwärme von innen ist Vitamin E. Es ist zum Beispiel in Vollkornprodukten, Nüssen, Weizen- und Maiskeimöl enthalten. Auch heiße Schokolade hilft. © dpa
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Warm einpacken hilft Menschen zwar gegen die Kälte, Hunde sollten aber nur dann Kleidung tragen, wenn sie entweder sehr klein oder krank sind. © dpa
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Kaum Sorgen müssen sich Katzenliebhaber um ihre Vierbeiner in den kalten Monaten machen: Die Tiere wissen genau, wie viel Kälte sie vertragen. © dpa
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Kinder spielen in der kalten Jahreszeit gerne im Schnee. Da sie oft jedoch nicht merken, dass sie auskühlen, sollten die Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht zu lange draußen bleiben. © dpa
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Frische Luft ist für Kleinkinder gesund - auch bei Minustemperaturen. Wenn die Kinder über vier Wochen alt sind, steht einem ausgedehnten Spaziergang nichts im Wege. Allerdings sollte man das Kind warm anziehen und das Gesicht mit einer Wetterschutzcreme einfetten. © dpa
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Wer auch bei sibirischen Temperaturen Schmuck tragen will, sollte wissen, dass Metall bei Minustemperaturen an der Haut festfrieren kann. Also lieber auch mal ohne Ohrringe auf die Straße gehen. © dpa

Im schottischen Hochland wurden am Sonntag vier Bergsteiger von einer Lawine getötet. Eine Frau wurde bei dem Unglück schwer am Kopf verletzt, ein Mann erlitt leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die sechs Wanderer waren beim Abstieg am Berg Bidean Nam Bian im Westen Schottlands, als der Abhang unter ihnen wegbrach.

Das Winterwetter heizte in den Niederlanden, wo Schlittschuhlaufen Volkssport ist, das Eislauffieber an. Trotz Warnungen der Polizei brachen viele Menschen auf noch nicht tragfähigem Eis ein. In der Provinz Friesland musste eine Frau mit einem Rettungshubschrauber aus dem eiskalten Wasser eines Sees geborgen werden.

dpa

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