Blutbad am Nanga Parbat

Pakistanische Taliban erschießen Alpintouristen

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Taliban-Kämpfer haben im Norden Pakistans das Basislager des Berges Nanga Parbat gestürmt und zehn ausländische Alpinisten getötet.

Islamabad - Pakistanische Taliban-Kämpfer greifen das Basislager des Nanga Parbat an und töten zehn ausländische Bergsteiger. Die Taliban sprechen von Rache für einen US-Drohnenangriff.

Bewaffnete haben im Basislager des Nanga Parbat im Norden von Pakistan zehn ausländische Touristen sowie einen Pakistaner erschossen. Die Gegend um den neunthöchsten Berg der Welt galt bisher im Gegensatz zu anderen Teilen Pakistans als relativ sicher. Unter den Toten waren zwei Chinesen, ein Amerikaner und ein Nepalese, wie der Innenminister der Region Gilgit-Baltistan mitteilte. Die übrigen Toten seien noch nicht identifiziert worden, hieß es. Es war unklar, ob die Ausländer vorhatten, den Nanga Parbat zu besteigen, oder lediglich das Basislager am Fuße des 8126 Meter hohen Bergs besuchen wollten.

Eine örtliche Gruppe der radikalislamischen Taliban übernahm die Verantwortung für die Tat. Der Sprecher Ahsanulla Ahsan sagte, die Gruppe Jundul Hafsa habe den Überfall als Vergeltung für den Tod des stellvertretenden Taliban-Führers Waliur Rehman verübt, der Ende Mai durch eine US-Drohne ums Leben gekommen war. Die pakistanische Regierung verurteilte die Tat in einer Mitteilung des Außenministeriums aufs Schärfste und sprach von einem „brutalen Terrorakt“.

„Mit dem Mord an Ausländern wollten wir der Welt eine Botschaft senden, darauf hinzuwirken, dass die Drohnen-Attacken beendet werden“, sagte Ahsan in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur AP.

Die Angreifer trugen Uniformen einer paramilitärischen Einheit, die in der Gegend patrouilliert, als sie die Ausländer in der Nacht zum Sonntag attackierten. Nach Polizeiangaben nahmen sie ihren Opfern Pässe und Geld ab, bevor sie sie erschossen.

AP

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