Auf der Buchmesse

Böser Irrtum: Calmund auf Fan-Foto mit Salafisten

Reiner Calmund

Frankfurt. Fußballfunktionär Reiner Calmund ist offenbar Opfer von Salafisten geworden. Als er zu einem offiziellen Termin am vergangenen Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse war, baten ihn - neben zahlreichen anderen Fans - zwei junge Männer um ein gemeinsames Foto.

Was Calmund nicht wusste: Es handelte sich laut eines gestrigen Berichtes der Bild-Zeitung um Salafisten - nicht um Fans von Reiner Calmund.

Auf dem Foto ist erkennbar, dass die Männer je ein T-Shirt des islamistischen Hass-Predigers Ibrahim Abou-Nagie mit der Aufschrift „Lies!“ trugen. Auf seiner Facebook-Seite stellte der 64-jährige Calmund jetzt klar: „Mir liegt nichts ferner als Extremismus und Gewalt, egal in welcher politischer oder religiöser Färbung. Ich habe auch niemanden unterstützt, ich wurde missbraucht.“ Laut Calmund beraten jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft, inwieweit die Veröffentlichung des Fotos verboten werden könne.

Trotzdem will sich "Calli", wie ihn seine Freunde und Fans nennen, nicht einschüchtern lassen. "Ich werde mich durch solche Aktionen nicht davon abbringen lassen, auch in Zukunft meinen Fans für Fotos zur Verfügung zu stehen, zumal ich mich seit Jahren intensiv und mit vollem Einsatz für Integration engagiere", schreibt er in seiner Facebook-Erklärung. Außerdem stellt er klar: "Bei Fotowünschen werde ich auch in Zukunft keine Gesinnungsprüfung durchführen." (dob) facebook.com/calmund

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