Bombendrohung vor Queen-Besuch in Irland

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8500 Soldaten und Polizisten schützen die Queen in Irland.

London - Zum ersten Mal seit 100 Jahren bekommt Irland wieder königlichen Besuch. Nach einer Bombendrohung wurde ein Mitglied einer IRA-Splittergruppe in Nordirland verhaftet.

Wenige Stunden vor Beginn der historischen Reise der britischen Königin Elizabeth II. nach Irland hat eine Bombendrohung am Montag die Londoner Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. In Irland selbst liefen unterdessen die Vorbereitungen für den Besuch auf Hochtouren - 8.500 Soldaten und Polizisten sowie gepanzerte Fahrzeuge und Luftabwehrraketen wurden in Stellung gebracht.

In Nordirland wurde eine ehemalige Terroristin wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Drohungen gegen die Königin verhaftet. Die bereits 1973 wegen eines Bombenanschlags verurteilte 57-jährige Unterstützerin von Splittergruppen der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) stelle eine potenzielle Gefahr für die Königin dar, hieß es am Montag. Ob ihre Verhaftung in direktem Zusammenhang mit den Bombendrohungen für London stand, war aber zunächst nicht klar.

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Aus Polizeikreisen verlautete lediglich, eine irische Separatistengruppe stecke hinter der Drohung. Ein genauer Anschlagsort oder Zeitpunkt war nach Angaben der Metropolitan Police nicht genannt worden. Teile der Londoner Innenstadt nahe des Buckingham-Palastes sowie um einige Regierungsgebäude herum wurden abgesperrt.

In den Straßen patrouillierten mehr Beamte als üblich. Die Bevölkerung wurde zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Die Stufe der Terrorgefahr wurde allerdings nicht erhöht. Das Risiko eines Anschlags durch eine irische Terrorgruppe bleibe nach wie vor erheblich, sei aber nicht angestiegen, erklärte die Polizei.

Erster königlicher Besuch seit 100 Jahren

Königin Elizabeth II. bricht am Dienstag nach Irland auf. Es ist der erste Besuch eines britischen Monarchen in der Republik seit 1911. Beim letzten Besuch eines britischen Staatsoberhaupts gehörte noch die gesamte irische Insel zum Vereinigten Königreich.

Möglich wurde die Reise erst durch die weitgehende Befriedung des Nordirlandkonflikts. Trotzdem gibt es in Teilen der Bevölkerung noch Vorbehalte gegen den königlichen Besuch. Einige befürchten, dass es zu gewalttätigen Protesten kommen könnte oder gar ein Terroranschlag verübt wird.

dapd

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