Eieruhr als Zünder

Boston: Deckel des Bomben-Kochtopfs gefunden

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Ein Bild des FBI zeigt einen Teil des als Bombe umfunktionierten Schnellkochtopfs.

New York - Zwei Tage nach dem tödlichen Anschlag von Boston haben Ermittler den Deckel des für die Bombe verwendeten Schnellkochtopfs gefunden.

Das Metallteil habe auf einem Dach am Anschlagsort im Stadtzentrum gelegen, meldete CNN am Mittwoch unter Berufung auf Ermittler. Eine offizielle Bestätigung für die Information gab es zunächst nicht. Von dem Fund erhoffen sich die Polizisten Hinweise auf den Ursprung des Sprengsatzes.

Bombe in Schnellkochtopf mit Nägeln und Kugeln

Bei einer der beiden Bomben sind sich die Ermittler sicher, dass sie aus einem Schnellkochtopf bestand. Laut FBI soll er Nägel, Kugellagerkugeln und Luftgewehrmunition enthalten haben, die für die verheerende Splitterwirkung sorgten. Ziel sei es eindeutig gewesen, möglichst viele Menschen zu verstümmeln. Der Topf soll in einem vermutlich schwarzen Nylonrucksack oder einer Tasche am Ziel des traditionsreichen Massenlaufs versteckt gewesen sein. Auch die zweite Bombe war in einem Metallbehälter. Zwei Tage nach dem Anschlag war aber immer noch unklar, ob es sich auch dabei um einem Kochtopf handelte.

Eieruhr als Zünder

Erste Erkenntnisse haben die FBI-Spezialisten bereits zutage gefördert: Der Zünder soll durch eine Art Eieruhr, wie man sie in der Küche benutzt, in Gang gesetzt worden sein, berichtet die „New York Times“. 

Über 1000 Ermittler aus 30 US-Staaten suchen nach Spuren der Anschläge auf den Boston-Marathon. Noch stehen sie mit leeren Händen da.

Boston: Die Trauer nach dem Anschlag

Boston: Die Trauer nach dem Anschlag

Bomben aus Schnellkochtöpfen sind aus dem internationalen Terrorismus bekannt. Sie gelten als Waffen, die das Terrornetzwerk Al-Kaida im Jemen seinen Einzeltätern für Anschläge empfiehlt. Laut einem Geheimdienstbericht sollen solche Sprengsätze in Afghanistan, Indien, Nepal und Pakistan eingesetzt worden sein.

Bei den Bombenanschlägen sind eine chinesische Studentin, eine Restaurantmanagerin und ein achtjähriger Junge ums Leben gekommen. Knapp 200 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

dpa/AP

Bomben-Anschlag beim Boston Marathon

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