Brasilien: Tierschützer retten 200 Versuchshunde

Rio de Janeiro - Tierschützer haben im Südosten Brasiliens nach Medienberichten rund 200 Hunde aus einem Labor befreit, wo sie zuvor schwer misshandelt worden sein sollen.

Die Beagle seien Arzneimitteltests unterzogen und am Freitag in teils fürchterlichem Zustand entdeckt worden, hieß es auf den Webseiten der Tageszeitungen "Folha de Sao Paulo" und "O Estado de Sao Paulo". Die meisten Hunde seien kahlgeschoren worden. Einer sei tot gewesen, eingefroren in flüssigem Stickstoff mit Anzeichen schwerer Verstümmelungen. Auch Ratten-Föten hätten die Aktivisten gefunden.

Das gestürmte Labor befindet sich Sao Roque, etwa 60 Kilometer entfernt von der Millionenmetropole Sao Paulo. Die angeblich beteiligte Tierschützerin Giulana Stefanini wurde von den Medien zitiert, dass einer der Hunde "ohne Augen" gefunden worden sei.

Die Aktivisten hatten sich zuvor bei der Polizei über Misshandlungen der Versuchstiere beschwert, wurden nach eigenen Angaben aber ohne Ergebnis abgespeist. Grundsätzlich sind Tierversuche zu wissenschaftlichen Zwecken in Brasilien erlaubt, sofern sie nach international anerkannten Standards durchgeführt werden.

Laut "O Estado de Sao Paulo" hatte das Labor ein Treffen mit den Tierschützern im letzten Moment abgesagt. Die Befreiungsaktion sei von den Betreibern als "terroristischer Akt" gegeißelt und mit dem Verweis quittiert worden, dass die Versuche von Brasiliens Gesundheitsbehörden überwacht würden. Festnahmen wurden nicht gemeldet.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.