Breivik-Prozess: Überlebende im Zeugenstand

+
Line Benedikte Nersnaes überlebte den Anschlag mit Verletzungen am Kopf.

Oslo - Im Prozess um den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik hat am Donnerstag der erste Überlebende des Bombenanschlags im Osloer Regierungsviertel ausgesagt.

Als die Bombe explodierte, habe er sofort gewusst, dass es ein terroristischer Anschlag war, sagte der 67-jährige Harald Føsker vor dem Osloer Amtsgericht. Er habe in seinem Büro schwer verletzt am Boden gelegen und nicht getraut, sich zu bewegen, falls die Explosion ein Loch in den Boden geschlagen haben sollte.

Breivik-Prozess: Hier ist der Mörder zu Tränen gerührt

Zum ersten Mal seit Beginn des Prozesses zeigt Andres Breivik Gefühle. © dpa
Der Grund: Das Gericht zeigt ein Video, dass der Attentäter im Internet hochgeladen hatte. © dpa
Dem 33-Jährigen traten Tränen in die Augen, als er das Machwerk wieder sah, das er vor den Anschlägen von Oslo und Utøya mit 77 Toten im Internet hochgeladen hatte. © dpa
Am Montag hat in Norwegen die Verhandlung gegen Anders Behring Breivik begonnen. Die Richter müssen vor allem entscheiden, ob Breivik zurechnungsfähig ist. © dpa
Das wird für den weiteren Prozess entscheidend sein. © dpa
Im Gerichtssaal streckte der geständige Attentäter seinen Arm mit geballter Faust aus. © dpa
Breivik
Im Gerichtssaal streckte der geständige Attentäter seinen Arm mit geballter Faust aus. © dpa
Die Richterin Wenche Arntzen eröffnete die Verhandlung. © dpa
Anders Behring Breivik machte deutlich, dass er das Gericht nicht anerkennt © dpa
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. © dpa
Die Staatsanwältin Inga Bejer Engh trägt die Anklageschrift vor © dpa
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. © dpa
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. © dpa
Breivik mit seinem Verteidiger Geir Lippestad © dpa
Breivik mit seinem Verteidiger Geir Lippestad © dpa
Breivik Prozess Bilder
Der geständige norwegische Attentäter Anders Behring Breivik muss sich ab Montag für den Tod von 77 Menschen verantworten. © dapd
Breivik Prozess Bilder
Vor dem Gericht wurde zum Gedenken der Opfer eine Rose festgebunden. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Anders Breivik wird vom Gefängnis zum Gericht gebracht. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Anders Breivik wird vom Gefängnis zum Gericht gebracht. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Der geständige norwegische Attentäter Anders Behring Breivik muss sich ab Montag für den Tod von 77 Menschen verantworten. Vor dem Amtsgericht Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm.Oslo ist er wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes angeklagt. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Das psychiatrische Expertenteam im Gerichtssaal. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Das psychiatrische Expertenteam im Gerichtssaal. © dpa
Das öffentliche Interesse am Prozess ist groß: Journalisten im Presseraum des Gerichtsgebäudes. © dpa
Von dort verfolgen Reporter aus der ganzen Welt den Prozess auf großen Leinwänden. © dpa
Die Anwälte des wegen Massenmordes Angeklagten Norwegers Anders Behring Breivik, (l-r) Odd Ivar Groen, Tord Jordet, Vibeke Hein Baera und Geir Lippestad © dpa
Die Anwälte des wegen Massenmordes Angeklagten Norwegers Anders Behring Breivik, (l-r) Geir Lippestad, Vibeke Hein Baera, Odd Ivar Groen und Tord Jordet © dpa
Die Anklage zeigt Waffen und Hilfsmittel, die von Breivik benutzt wurden. © dpa
Die Anklage zeigt Waffen und Hilfsmittel, die von Breivik benutzt wurden. © dpa
Die Anklage zeigt Waffen und Hilfsmittel, die von Breivik benutzt wurden. © dpa

Der geständige Attentäter Breivik hatte am 22. Juli vergangenen Jahres eine 950 Kilogramm schwere Autobombe aus Kunstdünger in der Osloer Innenstadt gezündet. Acht Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt. Im Tagesverlauf am Donnerstag werden weitere Überlebende aussagen.

Breivik hatte in der ersten Prozesswoche gesagt, er habe nach dem Bombenanschlag mehr Opfer erwartet. Sein Ziel sei es gewesen, die gesamte Regierung zu töten, auch den Staatschef. Anfang der Woche hatte sich der geständige Massenmörder bei einigen der Opfer der Bombenexplosion entschuldigt. Manche der Verletzten oder Toten im Osloer Regierungsviertel hätten keine Verbindung zur Politik gehabt, sagte er.

Breivik hatte im vergangenen Sommer insgesamt 77 Menschen getötet. Bei einem Amoklauf auf der Fjordinsel Utøya starben 69 Teilnehmer eines Sommercamps der Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten. Der 33-Jährige muss sich wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes verantworten. Das Urteil soll im Juni oder Juli dieses Jahres verkündet werden. Die Frage nach dem Geisteszustand des Attentäters ist in dem Prozess gegen Breivik von großer Bedeutung und könnte Einfluss darauf haben, ob dieser seine Strafe in einem gewöhnlichen Gefängnis oder in einer psychiatrischen Klinik verbüßen muss.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.