Polizist gab Informant Drogen: Gericht gegen Rauswurf des Beamten

Bremen. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) ist vorerst damit gescheitert, einen Polizisten aus dem Dienst zu werfen, der Informanten mehrfach beschlagnahmtes Rauschgift gegeben hatte.

Der Senator habe gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts nun Berufung eingelegt, teilte die Senatspressestelle am Freitag mit. Zuständig ist jetzt das Oberverwaltungsgericht.

Der Hauptkommissar eines zivilen Einsatzkommandos war 2010 zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er von 2003 bis 2007 wiederholt beschlagnahmtes Marihuana unerlaubt weitergegeben hatte. Damit hatte der Polizist Informanten belohnt oder versucht, Hinweisgeber zur Zusammenarbeit zu bewegen.

Im anschließenden Disziplinarverfahren versuchte der Innensenator, den Beamten aus dem Dienst werfen zu lassen. Das Gericht entschied, der Kommissar habe zwar ein schweres Dienstvergehen begangen, ein Rausschmiss sei aber nicht nötig, weil der Beamte zwischenzeitlich persönlich gereift zu sein scheine. (dpa)

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