Bricht nach Grimsvötn auch noch Hekla aus?

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Der Vulkan Grimsvötn spuckt keine Asche mehr, aber erwacht bald der Vulkan Hekla?

Reykjavik - Geht es bald von vorne los? Kaum gibt der Vulkan Grimsvötn endlich Ruhe, warnen Experten schon vor dem nächsten Vulkan. "Es wird ja schon lange ein Ausbruch des Hekla erwartet", sagt ein Geophysiker.   

Kaum zeichnet sich ein Ende des Vulkanausbruchs am Grímsvötn ab, stellen sich die Isländer schon auf den nächsten ein. “Es wird ja schon lange ein Ausbruch des Hekla erwartet. Der kann morgen kommen oder in ein paar Monaten oder in einigen Jahren“, sagte der Geophysiker Gunnar Gudmundsson am Mittwoch. Die Lage an dem Vulkan im Süden des Landes sei “eigentlich seit ein oder zwei Jahren unverändert“.

Der Hekla und der Grímsvötn, der gerade ausgebrochen ist, sind die aktivsten unter den mehr als 30 aktiven Vulkansystemen auf Island. Der zuletzt fast in jedem Jahrzehnt einmal ausgebrochene Hekla sei “im Prinzip schon bereit“ für eine neue Eruption, sagte Gudmundsson. Er verwies auf Messungen über gleichbleibend hohen Druck aus dem Inneren. Für die vulkanerprobten Wikinger-Nachfahren aber kein Grund zu unnötiger Aufregung. Der letzte Ausbruch im Jahr 2000 sei ebenso wie die vorangegangenen “doch recht begrenzt gewesen“, meinte der Experte vom Meteorologischen Institut in Reykjavik.

Faszinierende Bilder: Der Grímsvötn spuckt Asche

Faszinierende Bilder: Der Grímsvötn spuckt Asche

Vulkanologen, Meteorologen und Geophysiker weisen immer wieder darauf hin, dass Zeitpunkt und Ausmaß von Vulkanausbrüchen in keiner Weise berechenbar sind. Als jüngstes Beispiel nannte Gudmundsson den Verlauf des jüngsten Ausbruchs am Grímsvötn: “Er war viel größer, als wir das alle erwartet hatten.“

Ein anderes Beispiel lieferte der Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafjallajökull vor etwas mehr als einem Jahr. Auf den würde umgehend ein Ausbruch des benachbarten und viel größeren Katla folgen, war überall zu hören. Der Katla, eine Art Königin unter Islands Vulkanen, zuletzt 1918 ausgebrochen und auf Island am meisten gefürchtet, ist aber bis heute ruhiggeblieben.

dpa

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