Briten in Gummi-Not: Der Insel gehen die Kondome aus

London - Die Geburtenrate Großbritanniens könnte im Frühling 2012 einen gewaltigen Sprung nach oben nehmen. Grund dafür ist ein Streit, der aktuell die Kondomversorgung auf der Insel in Gefahr bringt.

Die Schwangerschaftsquote von britischen Teenagern liegt bereits jetzt in vereinzelten Regionen unter den 15- bis 17-jährigen Mädchen bei über sechs Prozent - und dies könnte in naher Zukunft noch "gesteigert" werden. Grund: Der indische Zulieferer des englischen Kondom-Marktführers Durex hat aufgrund eines Rechtsstreits die Lieferungen ins Königreich bis auf weiteres eingestellt, berichtet die Onlineausgabe der Daily Mail.

Durex ist eine Marke des englischen Reinigungsprodukte- und Haushaltswarenherstellers Reckitt Benckiser, der bislang mehr als die Hälfte seiner Durex-Präservative vom indischen Produzenten TTK bezog. Weil sich die Unternehmen jedoch uneins sind, zu welchem Preis die Verhütungsmittel in Indien selbst verkauft werden sollen, kam es nun zum kompletten Lieferstopp.

Die britische Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS) befürchtet nun, dass die zahl von jugendlichen Schwangeren stark zunehmen könnte. Um diese in der Vergangenheit in den Griff zu bekommen, hatte der NHS viele tausend Gratiskondome an Schulen und Universitäten verteilt.

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Die Gewinner des Rechtsstreits, der sich nun auch auf den Verbrauchermarkt auswirkt, dürften die Konkurrenten von Durex sein: Die britische Gesundheitsbehörde hat die Insel-Bevölkerung dazu aufgerufen, auf Präservative der Konkurrenz umzusteigen.

Deutsche Kunden können hingegen vorerst beruhigt sein: Wie der Internetdienst Welt Online berichtet, seien laut Herstelleraussage hierzulande nur vereinzelte Nieschenprodukte betroffen.

[afo]

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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