Mit Hilfe der Saudis

Brunei will Scharia einführen

Dschidda - Das islamische Recht der Scharia will Brunei einführen. Dafür lässt sich das Sultanat von Saudi-Arabien beraten. Eine Delegation ist in die saudische Hauptstadt Riad gereist.

Das Sultanat Brunei lässt sich von Saudi-Arabien bei der Einführung der Scharia beraten. Eine hochrangige Delegation unter Leitung des Religionsministers Mohamed Abdul Rahman besuchte diese Woche fünf Tage lang die saudische Hauptstadt Riad, um mit den Spitzen der Justiz und Regierungsvertretern die Implementierung des islamischen Rechts zu erörtern, wie die Zeitung „Arab News“ (Freitag) berichtete. Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah will ein auf der Scharia basierendes Strafrecht von April an schrittweise einführen.

"Beispiellose Erfahrung des Königreiches"

Brunei begründete die Kooperation mit Saudi-Arabien mit der beispiellosen Erfahrung des Königreich in dieser Materie. Die Delegation traf laut der Zeitung unter anderem mit Saudi-Arabiens Kronprinz Salman ibn Abd al-Aziz und den obersten Richtern des Landes zusammen.

 Zu den 18 Teilnehmern der Informationsreise gehörten Vertreter des Ministerpräsidenten, des Religionsamtes, der Polizei und der Strafvollzugsanstalten.

Brunei hat bereits Religionsunterricht als Pflichtfach für muslimische Kinder eingeführt und eine Schließung der Geschäfte während der Freitagsgebete angeordnet. Bislang beschränkte sich die Anwendung islamischen Rechts in dem öl- und erdgasreichen asiatischen Sultanat auf Bereiche wie Eheangelegenheiten und Erbrecht.

kna

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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