Lebenserwartung der Menschen im Osten stärker gestiegen

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Der neue Datenatlas soll die Auswirkungen von Abwanderung aus ländlichen Gegenden auf die Bevölkerung analysieren. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Berlin (dpa) - Neugeborene Mädchen in Ostdeutschland haben mittlerweile eine fast genauso hohe Lebenserwartung wie im Westen. Wer auf der Suche nach solchen Daten ist, kann sie in einem neuen Online-Atlas finden. Allerdings fehlen darin aktuelle Zahlen.

Die Lebenserwartung der Menschen in Ostdeutschland ist im vergangenen Jahrzehnt stärker gestiegen als im Westen. Bei den Männern erhöhte sie sich von 1995 bis 2012 um durchschnittlich 6,1 Jahre, im Westen hingegen nur um 4,6, wie aus einem Online-Atlas des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervorgeht, der in Berlin vorgestellt wurde. Bei den Frauen waren es im Osten 4,4 Jahre mehr, in Westdeutschland 2,9.

Die Lebenserwartung neugeborener Mädchen war 2012 demnach mit 82,6 Jahren fast genauso hoch wie im Westen mit 82,8. Bei den Jungen lag sie im Westen bei 78,2 Jahren, im Osten bei 76,9.

Nach BBSR-Angaben fließen mehr als 600 statistische Angaben in den neuen Online-Atlas ein - im Internet sollen damit regionalstatistische Informationen zu Themen wie Bildung, Soziales, Demografie, Wirtschaft, Wohnen und Umwelt miteinander vergleichbar sein.

"Deutschland ist ein Land voller regionaler Unterschiede", sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann. "Die Kluft zwischen wachstumsstarken Regionen und strukturschwachen dünn besiedelten Räumen ist deutlich sichtbar."

Mit dem Atlas sind Auswertungen nach Alter und Geschlecht sowie Vergleiche zwischen Stadt und Land möglich. Die meisten Statistiken reichen zwar bis ins Jahr 1995 zurück, enden dann aber 2013. Das ist nach Angaben des BBSR dem Umstand geschuldet, dass das Institut die Daten von den Statistikämtern bekommt und die Zulieferung unterschiedlich erfolgte.

Informationen zu dem Projekt

Online-Atlas

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