Bundeswehr versenkt Piratenschiffe vor Tansania

Djibouti - Erstmals seit Beginn der 2008 gestarteten Anti-Piraten-Mission “Atalanta“ am Horn von Afrika hat die Bundeswehr zwei kleine Boote von Seeräubern versenkt.

Die unbemannten Skiffs befanden sich im Schlepptau eines Mutterschiffes, auf dem sich Waffen wie Panzerfäuste befanden, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam der Nachrichtenagentur dapd sagte. Der Vorfalle ereignete sich am Freitag um 4.36 Uhr Ortszeit vor der Küste Tansanias. Die deutsche Fregatte “Niedersachsen“ hatte den Angaben zufolge ein verdächtiges Schiff ausgemacht.

Bei Annäherung der Fregatte habe sich die Mannschaft des Mutterschiffes, einer Dhau, “aggressiv verhalten“, woraufhin das Marineschiff das Feuer auf die unbemannten Beiboote eröffnete, sagte der Sprecher. Danach habe das Piraten-Schiff eingelenkt und gebeten, das Feuer einzustellen.

Die kleinen Motorschiffe im Schlepp seien losgebunden und dann von der Fregatte versenkt worden. Bei den von Piraten genutzten Skiffs handelt es sich um kleine, stark motorisierte Beiboote, mit denen rasch Handelschiffe angegriffen und geentert werden können. Ohne diese kleinen Motorschiffe gelten die eher langsamen Dhaus, die als Mutterschiffe der Seeräuber dienen, nicht als direkte Bedrohung.

Zu den Einsatzregeln der Bundeswehr im Rahmen des Einsatzes “Atalanta“ gehört das Aufgreifen, Festhalten und Überstellen von Personen, die in Verdacht stehen, seeräuberische Handlungen oder bewaffnete Raubüberfälle begangen zu haben sowie Beschlagnahme der Seeräuberschiffe, der Ausrüstung und der erbeuteten Güter. Dazu kann auch der Einsatz von Gewalt gehören, um zur Abschreckung, Verhütung und Beendigung von seeräuberischen Handlungen oder bewaffneten Raubüberfällen zu kommen.

dapd

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