Mit Buttermesser: Leistenbruch selbst operiert

Los Angeles - Er wollte die nervenden Schmerzen in der Leistengegend nicht mehr ertragen, die Wartezeit auf einen OP-Termin dauerte ihm auch zu lange: Deshalb griff ein 63-Jähriger zum Buttermesser.

Als die Polizei in Glendale, einem Außenbezirk von Los Angeles, eintraf, fanden die Beamten den Mann vor seinem Haus auf einem Verandasessel sitzend. Wie die LA Times berichtet, ragte aus dem Bauch des 63-Jährigen ein 15 Zentimeter langes Buttermesser. Seine Frau hatte zuvor den Notruf gewählt und am Telefon gemeldet, ihr Ehemann würde sich mit einem Messer einen hervorstehenden Leistenbruch selbst entfernen.

Weil er über seine anhaltenden Schmerzen an der Leiste frustriert war, hatte der Mann kurzerhand selbst zum Messer gegriffen und sich damit die Bauchdecke geöffnet. "Was er sich dabei gedacht hat, bleibt mir ein Rätsel", kommentierte einer der anwesenden Sergeants den schockierenden Vorfall. "Ich habe in meiner 29-jährigen Dienstzeit schon Fälle von Selbstverstümmelung gesehen, aber noch nie einen derartigen Eingriff!"

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Was die Beamten zusätzlich entsetzte: Während der Mann zusammen mit den Polizisten auf den alarmierten Rettungsdienst wartete, zündete er sich eine Zigarrette an und presste den rauchenden Glimmstängel in die offene Wunde - um diese zu desinfizieren! Dabei offenbarte er laut Aussage der Uniformierten keinerlei Anzeichen von Schmerz.

Die schließlich eintreffenden Rettungskräfte transportierten den Verwundeten schließlich in ein örtliches Krankenhaus. Dort kümmerten sich die Ärzte nicht nur um die Verletzung, er wurde auch einer psychologischen Beaufsichtigung unterstellt.

[afo]

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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