"20 Cent-Prozess": Verurteilter erneut vor Gericht

Hamburg - Im sogenannten 20-Cent-Prozess wird seit Montag vor dem Hamburger Landgericht erneut über das Strafmaß für einen der verurteilten Täter verhandelt.

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Aus Streitsucht soll er einen Mann totgeprügelt haben. “Der Angeklagte ist einer Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, es geht jetzt nur noch um die Höhe der Jugendstrafe“, erklärte Gerichtssprecher Conrad Müller-Horn beim Prozessauftakt. In erster Instanz war der 19-Jährige zu drei Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Jugendliche gemeinsam mit einem jüngeren Mittäter im Juni 2009 einen 44-Jährigen um 20 Cent angebettelt und dann auf ihn eingeprügelt hatten. Der Mann starb später an seinen Verletzungen. Diesen Schuldspruch bestätigte der Bundesgerichtshof, kritisierte jedoch die Begründung der Haftstrafe.

“Der BGH hat nicht eindeutig gesagt, dass hier ein milderes Urteil zu verhängen ist - aber einige Hinweise darauf gegeben“, sagte Müller-Horn. Vor Gericht sollen unter anderem ein Jugendpsychologe und eine JVA-Mitarbeiterin gehört werden. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, mit einem Urteil wird am Donnerstag gerechnet.

dpa

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