Mitarbeiter verletzt

Chemie-Unfall in Neu-Ulm: 900 Liter Salzsäure ausgelaufen

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Ein Gabelstapler hat am Montag einen Salzsäurecontainer beschädigt.

Großalarm im Raum Neu-Ulm: Auf einem Betriebsgelände sind 900 Liter Salzsäure ausgelaufen. Etliche Mitarbeiter des Unternehmens klagen über Atembeschwerden.

Neu-Ulm - Bei einem Unfall mit einen Salzsäurecontainer sind am Montag in Schwaben zwölf Menschen verletzt worden. In einem Industriegebiet in Neu-Ulm hatte ein Gabelstaplerfahrer beim Verladen einen Kunststoffcontainer beschädigt, so dass etwa 900 Liter der ätzenden Säure austraten. Für Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei wurde ein Großeinsatz ausgelöst.

Nach dem Unfall verließen rund 150 Menschen die Gebäude auf dem Betriebsgelände. Die Helfer bauten am Einsatzort Zelte auf, um die Mitarbeiter zu untersuchen. Elf Betroffene hatten Atemwegsreizungen und wurden ambulant behandelt. Der Gabelstaplerfahrer, der die 37-prozentige Salzsäure freigesetzt hatte, hatte schwerere Symptome und kam stationär in ein Krankenhaus.

Wie die Polizei berichtete, eilten zwei Feuerwehren aus dem Kreis Neu-Ulm sowie die Feuerwehr aus dem benachbarten Ulm in Baden-Württemberg zu der Unglücksstelle. Mit Atemschutzgeräten konnten die Helfer an dem Unfallort die ausgetretene Säure binden und die Kanalschächte abdichten. Rund 150 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz.

Für die Mitarbeiter benachbarter Unternehmen bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr. Nun sollen die Gefahrgutspezialisten des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West die genaue Ursache des Unfalls herausfinden.

dpa

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