Zehnjähriges Opfer

Afghanischer Junge in Chemnitz angeschossen: Polizei hat schlimmen Verdacht zum Hintergrund

In Chemnitz wurde ein 10-jähriger Junge angeschossen und am Bein verletzt (Symbolbild).
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In Chemnitz wurde ein 10-jähriger Junge angeschossen und am Bein verletzt (Symbolbild).

Ein zehnjähriges Kind wurde in Chemnitz angeschossen. Die Polizei sucht nach Zeugen und schließt ein rassistisches Motiv nicht aus.

  • Ein Zehnjähriger wurde in Chemnitz angeschossen und am Bein verletzt.
  • Die Polizei sucht nach Zeugen.
  • Ein fremdenfeindliches Motiv schließen die Beamten nicht aus.

Chemnitz - Ein zehnjähriger Junge ist am Mittwochnachmittag (1. Juli) in Chemnitz angeschossen und am Bein verletzt worden. Weil das Kind die afghanische Staatsangehörigkeit hat, sei ein fremdenfeindliches Motiv nicht auszuschließen, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Der Schütze sei noch unbekannt.

Chemnitz: Afghanischer Junge angeschossen

Laut Polizei ereignete sich die Tat am Mittwochnachmittag im Ortsteil Sonnenberg. Der Junge habe sich nahe eines Spielzelts in einem Innenhof aufgehalten, als der Täter plötzlich schoss. Der Junge wurde am Oberschenkel getroffen und erlitt eine blutende Wunde. Er wurde ambulant behandelt.

Bei der Spurensuche fand die Polizei ein Plastikgeschoss, das mutmaßlich aus einer Druckluftwaffe abgefeuert wurde. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie sucht nun Zeugen, die sich am Mittwoch in der Nähe des Tatortes aufgehalten haben.

Video: Wie groß ist das Rassismusproblem in Deutschland?

Chemnitz: In der Stadt in Sachsen gab es schon häufiger rassistische Übergriffe

Rassistische Übergriffe gab es in der Vergangenheit schon öfter in Chemnitz. Die sächsische Stadt wurde schon als Hotspot für Rassisten bezeichnet. Auf einer Demo wurde der Hitlergruß gezeigt.

Der Rassismusdebatte wurde in den letzten Wochen weltweit mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Der Tod von George Floyd* durch amerikanisches Polizisten*, wühlte Amerikaner und auch viele andere Menschen auf der ganzen Welt auf, und bewegte sie dazu zu, zu demonstrieren. Unter dem Slogan „Black Lives Matter“* demonstrieren Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Felix Brummer, Frontmann der Band Kraftklub, stammt aus Chemnitz und macht sich stark gegen Rassismus, vor allem in seiner eigenen Stadt. Auch auf Twitter setzt er sich für Gleichberechtigung und gegen Rassismus ein.

(dpa)

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