Chile: Rettung der Kumpel schon am Sonntag? 

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Die Rettung der verschütteten chilenischen Bergleute könnte schon diesen Sonntag glücken.

Santiago de Chile - Die Rettung der verschütteten chilenischen Bergleute könnte schon diesen Sonntag glücken. Experten halten die Befreiung der 33 Kumpel Medienberichten zufolge bereits am Wochenende für möglich.

“Mit viel Optimismus lässt sich sagen, dass es das nächste Wochenende sein wird“, zitierte die Zeitung “El Comercio“ am Dienstag den Chef des Unternehmens Mining Parts, Eugenio Fierro. Die Arbeiter waren vor zwei Monaten verschüttet worden und harren seither in 700 Metern Tiefe aus. Bisher war mit der Befreiung erst Ende Oktober gerechnet worden. Aus Kreisen des Rettungsteams bei der Gold- und Kupfermine San José in der Atacama-Wüste hieß es nun, dass die Generalprobe für alle Vorbereitungen der Rettung für diesen Samstag vorgesehen sei, weil die Rettung schon am Tag danach beginnen könnte.

Chile: Erschütternde Bilder vom Gruben-Drama

Das Gruben-Drama von Copiapo in Chile bewegt die Welt. Das sind die erschütternden Bilder der Katastrophe. Auf dem Foto: Das erste Lebenszeichen eines Kumpels. © AP
Mit Thunfisch und Milch haben sich die  Bergarbeiter am Leben gehalten. © dpa
Verzweiflung: Angehörige harren vor dem Unglücksort aus © AP
Verwandte beten für Verschüttete © AP
Der Bergwerkschef steht vor der Insolvenz. Das Unternehmen kann nicht für die Rettung der Kumpel aufkommen. © dpa
Leitung ins Leben: Endlich können Grubenarbeiter mit ihren Familien telefonieren. © AP
Mit einem Motor aus Deutschland sollen die Arbeiter befreit werden. © ap
Ein Bergarbeitet wartet auf seine verschütteten Kollegen. © AP
Die Rettungsarbeiten haben begonnen. Zuvor waren ein Bohrkopf und ein Antriebsmotor aus Deutschland eingetroffen. © AP
Traurige Bilanz: Noch nie waren Verschüttete bei vergleichbaren Grubenunglücken so lange eingeschlossen. © AP
Diese Angehörige zeigen, wie ihre verschütteten Lieben aussehen. © ap
Briefe als Hoffnungsschimmer. © ap
So sieht die Landschaft um die Grube herum aus. © ap
Diese Frau hält ein Foto ihres Verwandten in der Hand. © ap
Hoffnung: Menschen bitten die Heilige Jungfrau um Hilfe. © ap
Vor dem Unglücksort wehen die chilenischen Fahnen. © ap
Dieser Bergarbeiter will seinen Kollegen helfen. © ap
Gemeinsames Bangen bei Kerzenschein. © ap
So sieht die Landschaft rund um die Unglücksstelle aus. © ap
Szenerie um die Unglücks-Mine. © ap

Auch Präsident Sebastián Piñera hatte sich angesichts der guten Fortschritte bei der Bohrung von Rettungsschächten zuversichtlich geäußert, dass die Bergleute befreit werden könnten, noch bevor der Staatschef am 17. Oktober eine schon länger geplante Europareise antritt. “Wir sind der Rettung schon sehr nahe und haben alles Menschenmögliche getan“, sagte Piñera. “Für mich ist es sehr wichtig, in diesem Augenblick (der Rettung) bei den Arbeitern und ihren Angehörigen zu sein“, fügte er hinzu. Die Befreiung der Verschütteten werde “eine Nachricht sein, die in aller Welt mit großer Freude aufgenommen wird“. Die seit dem 5. August verschütteten Bergleute bereiteten sich unterdessen weiter auf ihre Befreiung vor. Durch enge Versorgungsröhren schickten sie bereits kleine Erinnerungsgegenstände zur Oberfläche.

Die Männer sollen in einer Kapsel durch einen der drei Rettungsschächte an die Oberfläche gezogen werden. Dort steht ein Behelfslazarett für eine medizinische Erstversorgung bereit. Für das Wiedersehen mit den Familienangehörigen werden etwa 2000 Journalisten aus aller Welt bei der Mine erwartet. Um die Kumpels vor diesem Ansturm abzuschirmen, stehen Ruheräume zur Verfügung. Anschließend sollen die Kumpel in Hubschraubern in das Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Copiapó geflogen werden. Dort laufen auch schon die Vorbereitungen für ein großes Freudenfest.

dpa

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