Panne in China

20.000 Marathonläufer aßen Seife statt Energie-Riegel

Trügerisch: So sah einer der Verpackungen aus, die die Läufer fälschlicherweise als Energie-Riegel gereicht bekamen. Sie waren auf Englisch beschriftet.

Qingyuan. 20.000 Sportler haben während eines Marathons versehentlich Seife gegessen. Die Läufer waren nämlich der Meinung, es handele sich um Energie-Riegel.

12.000 Teilnehmer des Marathons waren anschließend auf medizinische Hilfe angewiesen. Laut des US-Nachrichtenportals Newsweek klagten die Läufer über Krämpfe und starke Bauchschmerzen.

Veranstaltet wurde der Marathon in Qingyuan in der Provinz Guandong im Südosten der Volksrepublik China. 20.000 Menschen hatten sich für den Lauf, der Ende März veranstaltet wurde, angemeldet. Der Anlass für den Marathon war, die Menschen über die Wichtigkeit des Sports aufzuklären. Wie bei solchen Sportveranstaltungen üblich, wurden entlang der Strecke Getränke und kleine Stärkungen gereicht. Deswegen wurden unter anderem Energie-Riegel verteilt.  

Laut der chinesischen Nachrichtenseite People's Daily kam es zu einer folgenschweren Panne. Statt Kohlenhydrate vertilgten die Sportler kleine Handseifen. Die bunten Verpackungen waren auf Englisch beschriftet. Ob nun die mangelnden Fremdsprachenkenntnisse oder aber großer Hunger dazu führten, dass die Läufer mit dem Essen begannen, ohne die Verpackung zu studieren, ist nicht bekannt. Nach Angaben von People's Daily wurden sogar 23 Marathonteilnehmer ins Krankenhaus eingeliefert. Sie erlitten Schwächeanfälle.

Ein Sprecher der Stadt Qingyuan lobte das medizinische Personal: "Wenn 12.000 Behandlungen in etwa fünf Stunden abgeschlossen werden, dann ist das eine gute Leistung", sagte er gegenüber dem Wall Street Journal. Wer die vielen Kisten voller Seife bestellt hatte, die am Rande der Laufstrecke standen, ist bislang nicht geklärt.

Für Unverständnis hingegen sorgte die recht knappe Entschuldigung des Veranstalters. "Die Verpackungen sahen wirklich wie Essensverpackungen aus. Das war ein fahrlässiger Fehler unsererseits."

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