Mini-Erfolg gegen chinesischen Nashorn-Schwarzmarkt

Fünf Hörner im Flug-Gepäck -  Chinesischer Schmuggler geht ins Gefängnis 

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Die letzten Breitmaulnashorn-Damen in Kenia

Wegen Schmuggels von Rhinozeros-Hörnern ist ein Chinese in den Niederlanden zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Gerade der chinesische Markt bringt die besondere Nashorn-Art fast zum Aussterben und zahlt horrende Preise für die seltenen Hörner.

Der Mann war im Dezember am Flughafen Amsterdam-Schiphol mit fünf Rhinozeros-Hörnern sowie weiteren Nashornprodukten geschnappt worden, wie die niederländische Verbraucherschutzbehörde am Freitag mitteilte. Der Chinese war auf dem Weg von Südafrika über Amsterdam nach Shanghai.

In Südafrika, wo rund 80 Prozent aller Nashörner weltweit leben, wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 7100 der Tiere wegen ihrer begehrten Hörner getötet. Diese bestehen wie etwa menschliche Fingernägel zwar nur aus Keratin, dennoch gelten sie in der asiatischen Medizin als Heilmittel. Das zu Pulver verarbeitete Horn erzielt auf dem Schwarzmarkt Preise von bis zu 60.000 Dollar (50.950 Euro) pro Kilogramm - mehr als Kokain oder Gold.

Nashörner sind extrem vom Aussterben bedroht und können nur durch aufwendige Patrouillen rund um die Gehege in Afrika noch einigermaßen geschützt werden. Doch es vergeht kein Tag, an dem keines dieser seltenen Exemplare nur aufgrund ihrer Hörner getötet werden. Die leblosen Körper bleiben nach dem Abtrennen des Horns einfach im Busch liegen.

Erst vor kurzen starb „Sudan,“ das letzte Breitmaul-Nashorn der Welt in freier Wildbahn.

AFP/mgo

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