Neue Studie

Langzeitfolgen einer Corona-Infektion: Welche Symptome nach der Genesung wiederkehren

Auch nach der Genesung muss nicht alles überstanden sein. Eine Corona-Infektion kann gravierende Langzeitfolgen haben. 

  • Die Spätfolgen einer Corona*-Infektion können das Leben von Erkrankten nachhaltig beeinflussen.
  • Selbst nach der Genesung klagen Betroffene über Müdigkeit und Gedächtnisprobleme.
  • Eine neue Studie hat nun festgestellt, das einige Erkrankte auch Monate nach der Corona-Infektion nicht arbeitsfähig sind.

Kassel – Die Corona-Pandemie bringt die Krankenhäuser an ihre Grenzen. Viele Patienten benötigen eine Beatmung und müssen auf der Intensivstation behandelt werden.

Doch auch bei nicht lebensbedrohlichen Fällen kann ein Krankheitsverlauf sehr unangenehm sein: Fieber, schwerer Husten und Atemnot gelten als die häufigsten Beschwerden. Und selbst wenn diese Symptome auskuriert sind und Erkrankte damit als genesen gelten, können Spätfolgen auftreten.

Definition „Genesen“ laut Robert Koch-Institut (RKI)

Nach der Definition des Robert Koch-Institutes (RKI) gilt ein Corona-Patient nach einer Covid-19-Erkrankung als Genesen, wenn 48 Stunden keine folgenden Symptome vorliegen:

- Fieber

- Atemnot

- Husten

Müdigkeit, Kopfschmerz und Schwindel: Viele Covid-Patienten leiden auch Monate nach der Corona-Infektion noch an den Folgen - und sind oft weiter arbeitsunfähig. (Symbolbild)

Zum einen können Symptome auch Wochen oder sogar Monate nach einer Genesung wiederkehren – auch wenn die ursprüngliche Corona-Infektion symptomfrei verlief. Diese können sogar zu potenziell tödlichen Herzschäden* führen.

Long-Covid: Das sind mögliche Spätfolgen einer Corona-Infektion

Neben den wiederkehrenden Symptomen können auch zusätzliche Beschwerden auftreten, die unter dem Begriff „Long Covid“ bekannt sind. Folgende Symptome gehören dazu:

  • Längerfristige Müdigkeitserscheinungen
  • Merkstörungen
  • Gedächtnisprobleme
  • Wortfindungsstörungen
  • Plötzliches Erbrechen
  • Starker Schwindel

Diese Spätfolgen bei Covid-19 sollen je nach Altersgruppe unterschiedlich häufig vorkommen. Eine Studie geht davon aus, dass zwischen 18 und 49-Jährige eine zehnprozentige Chance haben, unter zusätzlichen Beschwerden zu leiden.

Bei Personen über 70 Jahre betrifft das schon 22 Prozent der Corona-Patienten. Inzwischen ist es Forschern gelungen, die Corona-Spätfolgen bei 69 Prozent der Patienten vorherzusagen. Dafür benötigten sie nur Angaben zu Alter, Geschlecht und früheren Symptomatiken.

Langzeitfolgen von Corona-Infektion: Studie untersucht Auswirkungen

Eine weitere Studie hat sich mit den Auswirkungen von Long-Covid auf das Arbeitsleben der Erkrankten beschäftigt. Die Forscher kamen hier zu dem Ergebnis, dass die Langzeitfolgen Patienten noch einige Monate beeinträchtigten.

Bei der Umfrage stellten die Forscher aus den USA und Großbritannien 205 verschiedene Symptome fest, 66 davon sollen noch über ein halbes Jahr später nachweisbar gewesen sein. Fast die Hälfte der Befragten gab an, nicht das gleiche Arbeitspensum zu schaffen wie vor der Corona-Infektion.

Die meisten der Betroffenen klagen über starke Müdigkeit, Erschöpfung nach körperlicher Anstrengung und Konzentrationsschwächen. Diese Symptome machen eine Rückkehr zum früheren Niveau oftmals unmöglich. Allerdings ist die Forschung über Covid-19 noch jung. Erst durch umfassendere Erkenntnisse kann ein klares Bild der Spätfolgen von Corona gezeichnet werden. (Sebastian Richter) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Christin Klose

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