Der News-Ticker

Corona-Abwärtstrend gestoppt: RKI meldet steigende Inzidenz - Spahn findet Veranstaltungs-Regeln „verwirrend“

Corona-Impfaktion der Stadt Köln
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Menschen stehen Schlange bei einer Corona-Impfaktion. (Symbolbild)

Die Corona-Inzidenz steigt wieder leicht an, der vorläufige Abwärtstrend ist somit gestoppt. Bundesgesundheitsminister äußert sich zu teils verwirrenden Veranstaltungs-Regeln. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Inzidenz steigt wieder leicht an.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußert sich über teils verwirrende Regeln in der Veranstaltungs-Branche.
  • Impfungen für Kinder ab fünf Jahren: Biontech legt positive Studienergebnisse vor (Update von 13.20 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona*-Pandemie wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 20. September, 16.42 Uhr: Die USA wollen die Grenzen für geimpfte Europäer und Briten lockern. Das Einreiseverbot soll nach Berichten ab November aufgehoben werden.

Corona in Deutschland: Hospitalisierungs-Inzidenz bei 1,65

Update vom 20. September, 15.45 Uhr: Die Hospitalisierungs-Inzidenz in Deutschland liegt nach dem aktuellen RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,65. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Die Entscheidung über Grenzwerte und Maßnahmen obliegt den Bundesländern. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

An der Hospitalisierungs-Inzidenz als Indikator für Corona-Schutzmaßnahmen gibt es zunehmend Kritik. Die Zahl sei aufgrund des Meldeverzugs unzuverlässig. Wie die Welt am Sonntag zudem berichtet, würden zahlreiche Krankenhäuser auch solche Patientinnen und Patienten melden, deren routinemäßiger PCR-Test positiv ausfällt, die aber eigentlich wegen anderer Gründe in den Kliniken sind. Laut RKI-Vorgaben sollten jedoch nur die Fälle gemeldet werden, die wegen ihrer Erkrankung mit dem Coronavirus eingeliefert werden.

Corona: Zahl der Covid-Patienten

Update vom 20. September, 14.42 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten in Deutschland liegt aktuell bei 1.527. Davon müssen 833 Corona-Patienten derzeit beatmet werden. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters hervor (Stand: 20. September, 14.50 Uhr).

Biontech: Impfung für Kinder ab fünf Jahren wirksam und sicher

Update vom 20. September, 13.20 Uhr: Viele Experten warnen vor einem möglicherweise erneut harten Corona-Winter, eine Impfung gegen das Virus hingegen könnte demnach viele Todesfälle und schwere Verläufe der Krankheit verhindern. Bislang können sich Kinder unter zwölf Jahren jedoch nicht gegen das Virus immunisieren lassen, doch ein Impfstoff für genau diese Zielgruppe könnte schon bald in den Startlöchern stehen.

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor. Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller am Montag mitteilten.

Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander.

„Die Antikörper-Reaktionen bei den Teilnehmern, denen eine Dosis von zehn Mikrogramm verabreicht wurde, war vergleichbar mit denjenigen aus einer früheren Studie von Pfizer/Biontech-Studie bei Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die eine 30 Mikrogramm-Dosis erhalten hatten“, teilten die Unternehmen mit. Auch die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen der älteren Gruppe gewesen. Ergebnisse von zwei weiteren Teilnehmergruppen im Alter von zwei bis fünf Jahren sowie von sechs Monaten bis zwei Jahren würden für das vierte Quartal erwartet.

Corona in Deutschland: Zahl der Geimpften steigt weiter an - Offizielle Zahlen veröffentlicht

Update vom 20. September, 11.20 Uhr: In Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.

Gesundheitsminister Jens Spahn hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind - voll geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. „Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter“, schrieb Spahn auf Twitter.

Corona-Abwärtstrend gestoppt: RKI meldet steigende Inzidenz - Spahn findet Veranstaltungs-Regeln „verwirrend“

Ursprungsmeldung vom 20. September 2021: Berlin - Die vierte Corona-Welle hatte sich in den vergangenen Tagen sichtlich entspannt, das RKI meldete sinkende Werte. Der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen ist zwar vorerst gestoppt, doch die wichtigen Werte steigen am Montag, 20. September, nur leicht an.

Corona in Deutschland: RKI meldet leicht steigende Inzidenz

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht. Das Robert Koch-Institut
gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 71,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden gab das RKI mit 3,736 an, noch vor einer Woche hatten sich offiziell 5.511 Personen neu mit Corona infiziert. Die Zahl der deutschlandweiten Todesfälle steigt um weitere 13 an, noch vor einer Woche hatte das RKI zwölf Todesfälle gemeldet.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,89 an (Vortag: 1,87). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Corona: RKI meldet steigende Inzidenz - Spahn findet Veranstaltungs-Regeln „verwirrend“

Wie sich das Coronavirus in den nächsten Wochen und Monaten verbreiten wird, darüber sind sich Experten und Politiker noch uneins. Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind so manche Regeln aktuell jedoch „sehr verwirrend“. So sei der CDU-Politiker für bundesweit einheitliche Regeln für Veranstaltungen. Es sei „mal wieder sehr verwirrend, dass jedes Bundesland seinen eigenen Weg geht“, erklärte Spahn gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach gebe für Konzerte oder Veranstaltungen aktuell 16 unterschiedliche Regeln. Stattdessen plädierte Spahn dafür, dass sich alle Länder auf das 2G-Modell als Option einigen sollten.

In immer mehr Bundesländern werden derzeit 2G-Optionsmodelle für Betriebe aus den Kultur- und Dienstleistungsbranchen eingeführt. Bei 2G-Optionsmodellen können Gastronomen und Veranstalter den Zugang freiwillig auf Geimpfte und Genesene beschränken. Alle Kunden, die lediglich einen Coronatest vorweisen können, dürfen dann nicht eingelassen werden. Im Gegenzug entfallen in der Regel Masken- und Abstandsregeln.

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