News-Ticker

Große Neuerung bei Corona-Schnelltests: Das ändert sich in Deutschland ab 11. Oktober

Corona-Test: Labormitarbeiterin hält einen Test in ihren Händen.
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Corona-Tests sind ab 11. Oktober in Deutschland meistens nicht mehr kostenlos. (Symbolfoto).

Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist rückläufig. Spahn rechnet im Frühjahr mit einer Rückkehr zur Normalität. Das ändert sich jetzt bei den Corona-Schnelltests. Der News-Ticker.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwoch 10.454 Coronavirus-Neuinfektionen.
  • Laut Bundesregierung hat Deutschland mehr als fünf Millionen Impfdosen an andere Länder abgegeben. (Update 15.15 Uhr)
  • Corona-Schnelltests sind bald nicht mehr für die meisten kostenlos. (Update 11.55 Uhr)
  • Dieser News-Ticker zum Thema Corona* in Deutschland ist beendet. Hier finden Sie die Fortsetzung ab dem 23. September.

Update vom 22. September, 21.55 Uhr: Eine Ärztin aus Bayern heilt mit ihrem Team offenbar mehrere Corona-Patienten von Long-Covid*. Sie berichtet von einem regelrechten Ansturm - und einem Problem.

Update vom 22. September, 17.35 Uhr: Dürfen Ungeimpfte bald sehr viel weniger als gegen Corona Geimpfte und Genesene in Deutschland? SPD-Mann Karl Lauterbach* plädiert entschieden für 2G. Und er macht eine Prognose.

Coronavirus-Pandemie: Deutschland gibt mehr als 5,1 Millionen Impfdosen ab

Update vom 22. September, 15.15 Uhr: Nach Angaben der Bundesregierung hat Deutschland bisher mehr als 5,1 Millionen Impfdosen an andere Ländern abgegeben. Dies erfolge über die Allianz Covax und bilateral, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. „Insgesamt hat Deutschland 5.106.960 Dosen ans Ausland geliefert“, sagte sie.

Davon seien rund 3,5 Millionen über Covax und 1,5 Millionen bilateral abgegeben worden. Empfänger seien Usbekistan und Tadschikistan gewesen, auch Mauretanien und Sudan. „Wir bemühen uns weiter um eine gerechte Verteilung der Impfstoffe weltweit“, ergänzte die Sprecherin.

Update vom 22. September, 13.39 Uhr: Ab November soll es keine Entschädigung mehr für Ungeimpfte in Quarantäne* geben. Betroffen sind Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können. Ab dem 1. November solle diese Regel gelten. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch mehrheitlich in einem Beschluss. Der Zeitpunkt ist so gewählt, dass sich Menschen jetzt noch impfen lassen können, erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem Statement vor der Presse.

Update vom 22. September, 11.55 Uhr: Corona-Schnelltests sind ab 11. Oktober meist nicht mehr kostenlos. Doch es gibt Ausnahmen: Für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren, bleiben die Tests gratis. Das legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die einen entsprechenden Bund-Länder-Beschluss umsetzt.

Corona-Schnelltests: Das ändert sich ab 11. Oktober

Die im Bundesanzeiger verkündete Verordnung legt aber auch einige Übergangsregeln fest. So können Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt - daher soll noch länger Zeit für eine Impfung bleiben.

Corona in Deutschland - 63,4 Prozent vollständig geimpft

Update vom 22. September, 10.37 Uhr: In Deutschland sind 63,4 Prozent der Gesamtbevölkerung - also einschließlich der unter 18-Jährigen - vollständig geimpft. Das geht aus den Daten des Impfdashboards hervor. 67,4 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. In der Altersgruppe der 12 bis 17-Jährigen (4,5 Millionen Menschen) sind inzwischen 30,1 Porzent vollständig geimpft. 39,5 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten.

Corona-Inzidenz sinkt weiter - Spahn erwartet im Frühjahr Ende der Pandemie

Erstmeldung vom 22. September 2021

Berlin - In Deutschland wurden in den vergangenen 24 Stunden 10.454 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 12.455) und 71 weitere Todesfälle (Vorwoche: 83 Todesfälle) gemeldet. Das geht aus den Daten des Covid-19-Dashboards des Robert-Koch-Instituts* (RKI) am Mittwochfrüh hervor.

  • Die Inzidenz liegt aktuell bei 65,0. Am Vortag hatte der Wert bei 68,5 gelegen, vor einer Woche bei 77,9.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 1,63 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

Corona in Deutschland: Die RKI-Fallzahlen vom 22. September 2021

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich 4.160.970 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.
93.123 Menschen starben bisher an oder mit Corona.
Genesen sind laut RKI 3.921.500.

Coronavirus in Deutschland - Spahn erwartet im Frühjahr Ende der Pandemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus. „Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren“, sagte der CDU-Politiker der Augsburger Allgemeinen. „Herdenimmunität wird immer erreicht. Die Frage ist ja nur wie: ob durch Impfung oder Ansteckung. Die Impfung ist definitiv der sicherere Weg dorthin“, sagte Spahn.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus.

„Wer sich nicht impfen lässt, der wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erkranken“, sagte der Minister und warnte davor, die Ansteckungsgefahren angesichts der aktuell sinkenden Infektionszahlen zu unterschätzen. „Auch letztes Jahr hatten wir um diese Jahreszeit eine solche Verschnaufpause. Wir sind also noch nicht durch. Im Herbst und Winter, wenn wir alle wieder viel mehr in Innenräumen sind und das Immunsystem weniger stark ist, steigt auch das Risiko, sich anzustecken.“ Den gegenwärtigen Rückgang der Infektionszahlen führte Spahn vor allem auf das Ende der Urlaubssaison und die verschärften Testregeln zurück.

Herdenimmunität: Das sagen die Top-Virologen dazu

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist immer wieder der Begriff der Herdenimmunität im Gespräch. Durch den Impfschutz der Gemeinschaft (Herdenschutz oder Herdenimmunität) wären dann auch Menschen vor einer Infektion geschützt, die nicht geimpft werden können - darunter beispielsweise auch Babys.

Das RKI betonte Ende Juli in einem Strategie-Papier: „Die Vorstellung des Erreichens einer Herdenimmunität im Sinne einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus“ - ein weitgehendes Zurückdrängen oder Ausrotten des Coronavirus - sei nicht realistisch. Im Herbst und Winter würde eine breite Grundimmunität vermutlich noch nicht erreicht.

Ziel der Impfungen sei es daher „in der Bevölkerung eine breite Grundimmunität zu erreichen“, heißt es in dem Papier. Diese vermittle einen weitgehenden individuellen „Schutz vor (schweren) Erkrankungen“ und verringere zudem die Viruszirkulation. 

Virologe Christian Drosten sorgte vor Kurzem mit einer Aussage Corona NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ zum Thema Impfschutz und Immunität für Aufsehen. Laut Drosten, würden jedoch viele Leute den Begriff der Herdenimmunität falsch verstehen.

„Wir werden keine Herdenimmunität haben“, sagte Hendrick Streeck im ntv. Denn, der Impfstoff würde einfach nicht gut genug vor einer Infektion schützen. Dennoch sei es besonders wichtig sich impfen zu lassen. Eine Impfung gegen das Coronavirus schütze vor einem schweren Verlauf bei einer Infektion. (ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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