Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona in Deutschland: RKI will Vorschriften wegen gefährlicher Mutation verschärfen - erneut fast 1000 Tote

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt weiter an. Die Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19 sind im Januar besonders hoch. Der News-Ticker.

  • Das Coronavirus* breitet sich in Deutschland und der Welt immer weiter aus.
  • Wieder wurde ein trauriger Corona-Rekord* geknackt (Ursprungsmeldung vom 14. Januar). Droht nun sogar ein noch härterer Lockdown*?
  • Den aktuellen News-Ticker finden sie hier.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 16. Januar finden Sie hier.

Update vom 16. Januar, 7.08 Uhr: In Deutschland haben sich innerhalb eines Tages über 18.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) 18.678 neue Fälle, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636 (Stand: 16. Januar., 00.00 Uhr). Am Vortag wurden 22.368 Neuinfektionen gemeldet. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Innerhalb von 24 Stunden wurden außerdem 980 neue Todesfälle gemeldet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch derzeit groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 268,3 und Sachsen mit 255,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,0. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update vom 15. Januar, 22.22 Uhr: Um in der Corona-Pandemie Herr der Lage zu werden, will das Robert-Koch-Institut die Quarantäne-Vorschriften verschärfen. Die Empfehlung betrifft die mutierten Coronavirus-Varianten, wie sie in Großbritannien und Südafrika nachgewiesen worden sind.

Der Plan des RKI sieht vor, dass Personen, die mit Mutationen in Kontakt gekommen sind, zwei Wochen in Quarantäne müssen. Kontaktpersonen sollen die häusliche Isolation zudem nicht verkürzen können. Das empfiehlt des RKI Gesundheitsämtern, schreibt der Spiegel.

Bislang können Kontaktpersonen die Quarantäne verkürzen, wenn sie symptomfrei sind und nach zehn Tagen negativ getestet werden.

Weiter sollen die Gesundheitsämter die Kontaktnachverfolgung vorziehen, wenn der Verdacht einer Infektion mit einer mutierten Corona-Variante besteht. „Ziel ist es, mit einer konsequenten Anwendung der Empfehlungen Infektionsketten durch die neuen Varianten zu verhindern“, sagte eine RKI-Sprecherin dem Spiegel.

Corona in Deutschland: Neue Statistik zeigt enorme Übersterblichkeit - Krankenhaus stoppt Aufnahme von Patienten

Update vom 15. Januar, 18.00 Uhr: Ein Ausbruch des Coronavirus in Schleswig-Holstein hat nun sogar ein Krankenhaus lahmgelegt. Wie das Gesundheitsamt Nordfriesland bekannt gegeben hat, werden bis 21. Januar keine neuen Patienten in den Krankenhäusern Husum und Niebüll aufgenommen. Nachdem in den letzten Tagen mehrere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, befinden sich nun 54 Klinik-Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus in Deutschland: Krankenhäuser in Nordfriesland nehmen keine Patienten mehr auf

Doch die Quarantäne-Anordnungen des Landratsamtes reichen sogar noch weiter. Alle, die sich seit 4. Januar im Krankenhaus in Husum oder Niebül aufgehalten haben, müssen sich nun ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben. Egal ob Mitarbeiter, Patient oder Besucher. Insgesamt sind rund 1500 Personen von der Quarantäne betroffen. Am Wochenende wollen die Verantwortlichen jetzt bis zu 1000 Klinik-Mitarbeiter testen lassen. Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen sagte gegenüber dem NDR: „Das ist die einzige Chance, die Verbreitung des Virus einzudämmen.“

Update vom 15. Januar, 15.40 Uhr: Riesen-Rückschlag: Deutschland muss bei den Impfungen gegen das Coronavirus den nächsten Dämpfer hinnehmen. Eine große Impfstoff-Lieferung von Pfizer fällt wohl aus.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Übersterblichkeit rund um Weihnachten

Update vom 15. Januar, 14.15 Uhr: Das Sterben in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland geht ungebremst weiter.

In der Woche vor Weihnachten sind in Deutschland 24 Prozent oder 4568 Menschen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Das gab das Statistische Bundesamt aus Wiesbaden an diesem Freitag bekannt.

Demnach starben vom 14. bis 20. Dezember insgesamt mindestens 23.550 Menschen in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, lagen die Sterbefallzahlen schon in der Woche davor um 25 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Der Anstieg der Sterblichkeit könnte mit der seit Oktober steigenden Zahl der Corona-Toten in Deutschland zusammenhängen, hieß es weiter. Vor allem in Sachsen sei rund um Weihnachten eine Übersterblichkeit auffällig.

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Update vom 15. Januar, 13.45 Uhr: Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Die Politik fordert unablässig die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln. Doch aus Sylt* werden regelrechte Schock-Fotos publik (siehe Link).

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Bundepräsident Steinmeier ruft zu Homeoffice auf

Update vom 15. Januar, 12.45 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat Unternehmen und Beschäftigte gemeinsam mit den Sozialpartnern zu mehr Homeoffice in der Corona-Krise aufgerufen.

„Wo irgend möglich“ müssten Kontakte auch im Arbeitsleben reduziert werden, sagte Steinmeier an diesem Freitag. „Unser gemeinsamer Aufruf an Unternehmen, Personalverantwortliche und Führungskräfte: Ermöglichen Sie das Arbeiten von zu Hause aus.“ Das sei „nicht immer ideal“, schütze aber „mit Sicherheit vor Ansteckung“.

Update vom 15. Januar, 11.45 Uhr: Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland wird auf den Dienstag, 19. Januar, vorgezogen und damit noch früher stattfinden als ursprünglich geplant. Das erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert an diesem Freitag.

Beim Bund-Länder-Treffen wird Merkel mit den Regierungschefs der Länder dann über eine weitere Verschärfung des Covid-19-Lockdowns in der Bundesrepublik beraten. Verschiedenen Berichten zufolge soll die Kanzlerin auf einheitliche Regeln zwischen den Bundesländern drängen.

Corona-Lockdown: Machen Sie mit und stimmen ab

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Über zwei Millionen Menschen haben sich mit Corona infiziert

Update vom 15. Januar, 10.05 Uhr: Über zwei Millionen Menschen haben sich in Deutschland bereits mit dem Coronavirus infiziert. Allein am Freitagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut wieder 22.368 neue Corona-Infektionen innerhalb 24 Stunden. Zudem starben 1113 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Vor allem die Virus-Mutationen bereiten Wissenschaftlern und Politikern zunehmend Sorgen, weshalb der nächste Corona-Gipfel mit Angela Merkel womöglich schon kommende Woche stattfinden wird.

„Wir brauchen mehr Teststellen, die die Mutation erkennen können“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bisher ist weitgehend unklar, wie weit die anscheinend deutlich ansteckenderen Corona-Mutationen* schon in Deutschland verbreitet sind. „Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Lage noch verschlimmert“, sagte auch RKI-Chef Lothar Wieler (siehe Update vom 14. Januar, 10 Uhr) am Donnerstag mit Blick auf die mögliche Ausbreitung der Corona-Varianten.

Noch stärkere Kontaktbeschränkungen würden dann womöglich nötig werden. Deutschland hätte „ein Riesenproblem“, wenn sich die ansteckenden Varianten weiter verbreiten, sagte SPD-Politiker Karl Lauterbach. Er fordert, die Unternehmen stärker in den Lockdown einzubeziehen. „Wir sollten das Homeoffice verpflichtend machen - dort, wo es geht“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch sie müssten einen Beitrag leisten, um den Lockdown beenden zu können. „Andernfalls können wir irgendwann gezwungen sein, auch Betriebe zu schließen. Möglicherweise müssten wir sogar an die Industrieproduktion heran.“ Das könne niemand wollen, stellte Lauterbach klar.

Corona in Deutschland: Diskussion über FFP2-Maskenpflicht und einen vorgezogenen Corona-Gipfel

Update vom 14. Januar, 21.30 Uhr: Ab 18. Januar gilt in Bayern im ÖPNV eine FFP2-Maskenpflicht zum Schutz gegen Corona-Ansteckungen*. Eine Medizinerin warnt jedoch vor Tücken, die beim Gebrauch der Mundschutzmasken lauern (siehe Link).

Update vom 14. Januar, 20.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird schon kommende Woche mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf Teilnehmer einer Online-Sitzung des CDU-Präsidiums. Damit wird der Termin für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz in der Covid-19-Krise vorgeschoben. Ursprünglich war diese für den 25. Januar geplant gewesen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Mega-Lockdown deutet sich an

Update vom 14. Januar, 19.40 Uhr: Einem Medienbericht zufolge will Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschland in der Corona-Pandemie mit einem Mega-Lockdown komplett herunterfahren. Welche Knallhart-Regeln geplant sind - ein Überblick.

Update vom 14. Januar, 16.50 Uhr: Unbekannte Täter haben mindestens vier Menschen im Kreis Minden-Lübbecke (NRW) mit gefälschten amtlichen Schreiben in Quarantäne geschickt.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Gefälschter Brief - Unbekannte schicken Chefredakteur in Quarantäne

„Zwei Briefe gingen an Personen in Minden, zwei in Porta Westfalica“, wie die Polizei des Kreises Minden-Lübbecke am Donnerstag sagte. Unter den angeschriebenen ist auch der Chefredakteur des Mindener Tageblatts, Benjamin Piel.

Der Briefkopf sei ihm merkwürdig vorgekommen, sagte Piel der Deutschen Presse-Agentur. Der Unterzeichner verwendete, laut Piel, einen Decknamen von SS-Arzt Josef Mengele („Helmut Gregor“).

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Mehrere Lokalpolitiker erhielten Briefe, teilte die Bielefelder Polizei mit. Nach Angaben der Polizei wirken die Briefe durchaus echt. Nur wer bereits einmal Post vom Kreis in Ostwestfalen in der Corona-Pandemie erhalten habe, würden den Unterschied sofort erkennen, sagte ein Polizeisprecher.

Corona in Deutschland: Polizei und Reiterstaffel - Wintersportgebiete in NRW rüsten vor Wochenende auf

Update vom 14. Januar, 15.20 Uhr: In Sauerland und Eifel bleiben auch am Wochenende viele Ski- und Rodelhänge, Parkplätze und Zufahrten gesperrt. Obwohl sich das große Verkehrschaos am vergangenen Wochenende im Hochsauerland nicht wiederholt habe, bereite man sich auf einen größeren Einsatz vor, sagte eine Polizeisprecherin des Hochsauerlandkreises am Donnerstag. Wie schon zuvor werde die Kreispolizei auch von der Reiterstaffel und Bereitschaftspolizisten unterstützt, um bei Verkehrsproblemen reagieren zu können und die Ordnungsämter bei der Einhaltung der Corona-Auflagen und Sicherung gesperrter Pisten zu unterstützen.

Die Stadt Winterberg kündigte am Donnerstag an, man wolle das Betretungsverbot für die Wintersportgebiete weiter aufrecht erhalten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung müsse noch vom Land abgesegnet werden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Auch in Schmallenberg sollen mit gesperrten Hängen und Parkplätzen Tagesausflügler von einem Ansturm auf die winterliche Landschaft abgehalten werden. In der Eifelgemeinde Hellenthal kündigten die Ordnungsdienste an, weiter präsent zu sein. Mehrere Parkplätze seien gesperrt. Reichshof mit seinem Wintersportgebiet Blockhaus-Belmicke im Oberbergischen Kreis verwies zudem auf die im Corona-Hotspot inzwischen geltende 15-Kilometer-Regel, die eine Anreise für Freizeitaktivitäten von weiter weg ohnehin untersage.

Update vom 14. Januar, 13.50 Uhr: Dass die aktuellen Corona-Beschränkungen nicht jedem gefallen, dürfte angesichts der steigenden Infektionszahlen klar sein. Doch ein renitenter Maskenverweigerer zeigte seinen Unmut nun auf ganz andere Art und Weise. Er hatte auf der Polizeiwache im Kölner Bahnhof randaliert und dabei Beamte bespuckt.

Nach Angaben der Bundespolizei vom Donnerstag hatten Polizisten einen Platzverweis gegen den 25-Jährigen ausgesprochen, weil sie ihn nach einer Verwarnung zum zweiten Mal ohne Maske im Bahnhof angetroffen hatten. Als der Mann kurz darauf erneut ohne Mund-Nasen-Schutz dort auftauchte, wollten die Beamten ihn mit zur Dienststelle nehmen.

Daraufhin ballte der Mönchengladbacher den Angaben zufolge die Fäuste, trat mehrfach nach den Polizisten und bespuckte sie. Auch auf der Wache habe er keine Ruhe gegeben und eine Matratze zerstört. Nach dem Vorfall am Mittwochmorgen wurde er für den Rest des Tages in Gewahrsam genommen. Gegen den Mann wird nun wegen Widerstands gegen Beamte und Sachbeschädigung ermittelt.

Währenddessen teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit, dass aktuell bereits ein Prozent der deutschen Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft worden sei. Rund 840.000 Menschen hätten bereits die Impfung in Deutschland erhalten.

Update vom 14. Januar, 10.40 Uhr: In wenigen Tagen werde auch klar, wie sich Weihnachten auf das Infektionsgeschehen in Deutschland ausgewirkt hat. Dann seien alle Verzerrungen aufgehoben, dann werde deutlich, ob durch Weihnachten und die Feiertage ein Anstieg bei den Infektionszahlen verzeichnet wird. Das prognostiziert RKI-Chef Wieler bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Corona in Deutschland: Virus-Mutation nun auch in Brasilien entdeckt

Update vom 14. Januar, 10.30 Uhr: Bislang sei nicht klar, ob die Virus-Mutation aus Südafrika gefährlicher sei, als die Virus-Mutation aus England. Doch wie der RKI-Chef erklärt, gebe es nun auch eine Mutation aus Brasilien. Es werde auch in der Zukunft weitere Mutationen geben.

Update vom 14. Januar 2021, 10.20 Uhr: RKI-Chef Lothar Wieler erklärt, dass vor allem in der Weihnachtszeit die Testzahlen gesunken seien. „Das ist zu wenig“, so Wieler weiter. Wichtig sei es, dass viele Personen das Impfangebot nun wahrnehmen würden. Der RKI-Chef betont auch, dass der aktuelle Lockdown nicht so effektiv sei, wie der im Frühjahr. In allen Bereichen sei noch „Luft nach oben“, um konsequenter zu werden. Dies würde sich auch an den aktuell sehr hohen Todeszahlen zeigen. Es sei möglich, noch nachzuschärfen. „Es ist nicht so, dass ich aktuell sehr gut schlafe, bei diesen Todeszahlen“, so Wieler. Die Konzepte müssen in allen Alten- und Pflegeheimen konsequent umgesetzt werden.

Das Robert-Koch-Institut hält eine weitere Verschärfung der Lockdown-Regelungen in Deutschland auf Basis von Rechenmodellen für sinnvoll. Aus der Modellierung ergebe sich, dass die Regeln, die zu weniger Kontakten führen, verschärft werden müssten, sagte Dirk Brockmann, Epidemiologe am RKI, am Donnerstag in Berlin. „Alle Modelle sind sich einig, dass das massiver und effektiver passieren muss“, ergänzte er. „Damit wir in eine Phase kommen, dass die Inzidenz substanziell und schnell runtergeht. Das ist das Fazit, dass man aus den Fakten ziehen muss.“ RKI-Präsident Lothar Wieler sprach mit Blick auf strengere Ausgangsbeschränkungen von einer „Option“.

Update vom 14. Januar, 10.10 Uhr: Die Kapazitäten auf den Intensivstationen seien vielerorts erschöpft. „Manche Kliniken fahren schon Notprogramme, damit sie alle Patienten und Notpatienten behandeln können“, so Wieler. Viel Personal würde selbst wegen einer Infektion ausfallen. „Wir müssen das Virus in den Griff bekommen“. Dafür müsse auch die Mobilität eingeschränkt werden. Prof. Dr. Dirk Brockmann erklärt bei der Pressekonferenz des RKI, dass Mobilität das Virus von einem Ort zum anderen trage. So könnte ein Infektionsgeschehen von einem Landkreis in einen anderen getragen werden.

Corona in Deutschland: RKI-Chef überrascht mit Prognose - Kann sich die Lage noch verschlimmern?

Update vom 14. Januar 2021, 10 Uhr: Die Pressekonferenz des RKI beginnt. „Wir alle wünschen uns unseren Alltag zurück“, erklärt der RKI-Chef direkt zu Beginn. Wieler sei sich sicher, dass die Pandemie am Ende des Jahres kontrollierbar sei. Dafür müssten die Infektionszahlen gedrückt werden. „Schützen Sie sich und schützen Sie auch andere. Denken Sie an das Gesundheitswesen!“, appelliert Wieler. Angestellte des Gesundheitswesens würden seit Wochen am Limit arbeiten, oftmals sei nicht einmal genug Zeit für Schlaf.

Wieler betont bei der Pressekonferenz auch, dass jeder, dem es möglich sei, im Home Office arbeiten zu können, auch von zuhause arbeiten soll. Dafür müsse es verantwortungsvolle Arbeitgeber geben. „Man kann schon ansteckend sein, bevor man Symptome zeigt“, so der RKI-Chef weiter. Sollte ein Treffen mit einer anderen Person nicht vermeidbar sein, solle dies, wenn möglich, an der frischen Luft stattfinden. Doch auch hier müssten die AHA-Regeln eingehalten werden. Auch auf unnötige Reisen sollte verzichtet werden. „Ein negatives Testergebnis gibt keine Sicherheit“, betont Wieler. „Ein negatives Testergebnis sagt nicht, dass man völlig unbesorgt sein kann“. Demnach könne man sich noch in der Inkubationszeit befinden, ein Test könnte zu späterer Zeit noch immer positiv ausfallen.

„Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Lage noch verschlimmert“, will der RKI-Chef nicht ausschließen. Vor allem die Virus-Mutationen könnten dies verursachen. Da diese Mutationen um einiges ansteckender sind, als die bislang bekannte Corona-Variante. US-Forscher haben jetzt zwei neue Coronavirus-Varianten entdeckt, berichtet Merkur.de*. Wegen der bereits bekannten Corona-Mutationen reagiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) besorgt.

Update vom 14. Januar 2021, 9.40 Uhr: In einer Pressekonferenz informiert RKI-Chef Prof. Dr. Lothar Wieler ab 10 Uhr über das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland. Alle Informationen finden Sie bei uns im Live-Ticker.

Corona in Deutschland: RKI meldet so viele Tote wie noch nie zuvor - Doch Zahlen sorgen für Verwirrung

Ursprungsmeldung vom 14. Januar 2021: Berlin - Das Coronavirus* wütet weiter in Deutschland und der Welt, nun wurde offenbar sogar ein neuer Höchststand der Corona-Toten in Deutschland erreicht. Wie das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen unter Berufung auf die Gesundheitsämter berichtet, habe es innerhalb der vergangenen 24 Stunden 1244 Corona-Tote in Deutschland gegeben. Doch nun sorgt das RKI für Verwirrung.

Coronavirus in Deutschland: RKI veröffentlicht traurigen Rekord - Doch Zahlen sorgen für Verwirrung

Der bisherige traurige Corona-Rekord lag am vergangenen Freitag mit 1.188 Personen ebenfalls sehr hoch. Doch kurz nachdem das RKI die aktuellen Zahlen veröffentlicht hatte, verschwanden diese auch schon wieder von der Homepage. Zwischenzeitlich wurden einige Werte, darunter auch die 1.244 Corona-Toten* der vergangenen Stunden, nicht mehr angezeigt. Wie die dpa berichtet, sei das RKI bislang nicht für eine Stellungnahme erreichbar gewesen. Am Vormittag wird sich RKI-Chef Prof. Dr. Lothar Wieler in einer Pressekonferenz zu dem aktuellen Infektionsgeschehen äußern.

Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter rasant an

Parallel zu dem traurigen Rekord meldete das RKI eine Gesamtzahl der Todesopfer von rund 43.881 Personen, die mit bzw. an dem Coronavirus verstorben sind. Die Anzahl der Infektionen in Deutschland steigt nach Angaben des RKI um weitere 25.164 Menschen. Damit wurden in Deutschland nach offiziellen Angaben 1.978.590 Personen positiv auf das Coronavirus getestet*. Die Sieben-Tage-Inzidenz* beträgt am Donnerstag demnach 151,2. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Ziel der Bundesregierung ist es, diesen Wert auf unter 50 zu drücken.*Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © STEFANIE LOOS / various sources / AFP

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