Live-Ticker zum Nachlesen

RKI mahnt wegen steigender Zahlen: „Wir haben eine Chance, eine zweite Welle zu vermeiden“

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler. 
+
Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler. 

Auf einer überraschenden Pressekonferenz erklärt das Robert-Koch-Institut (RKI), dass die Reproduktionszahl künftig um den Wert 1 schwanken kann - und warum.

  • Das Robert Koch-Institut gibt eine überraschende Pressekonferenz während der Corona-Krise.
  • Es geht unter anderem um die gestiegene Reproduktionszahl, die auch in den kommenden Tagen um den Wert 1 schwanken könnte
  • RKI-Vizepräsident Lars Schaade benennt Ursachen für das Steigen der Zahl. 

+++Ticker aktualisieren+++

+++ 11.03 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. 

+++ 11.02 Uhr: In Schulen und Kindergärten sind derzeit keine „Routinetests vorgesehen“, so Schaade. Tests für Pflegepersonal solle es jedoch geben. 

+++ 10.47 Uhr: Auf die Frage hin, ob Raucher ein geringeres Risiko hätten*, an Covid-19 zu erkranken, konnte Schaade keine Auskunft geben. Zwar werden Risikofaktoren untersucht, jedoch gäbe es bisher keine Erkenntnisse darüber, ob es zwischen Rauchen und einem geringeren Risiko zu erkranken einen Zusammenhang gibt. 

Robert-Koch-Institut über Reproduktionszahl und Lockerungen: „Wir müssen uns alle vernünftig verhalten“

+++ 10.32 Uhr: Schaade konnotiert, dass wenn „wir uns alle vernünftig verhalten, wir eine Chance haben, eine zweite Welle zu vermeiden. Steuern können wir das nur durch unser Verhalten.“ Bis ein Impfstoff oder ein Prophylaktikum da sei, müsse man sich „bemühen, die Infektionen niedrig zu halten.“ 

+++ 10.26 Uhr: Die Reproduktionszahl sei ein „schwieriges Thema. Jeder habe sich Mühe gegeben, die Zahl sinnvoll zu kommunizieren, aber die Zahl wird immer schwanken und so lange sie um den Wert eins herum schwankt, ist das eine Stagnation und bedeutet keinen Anstieg. Ist sie dauerhaft über eins, sind wir in einem exponentiellen Wachstum, dann nehmen die Fallzahlen zu.“

+++ 10.21 Uhr: Auf die Frage eines Medienvertreters nach der Zahl der pro Woche durchgeführten Tests antwortet Schaade:  „Etwa 330.000 Tests wurden pro Woche durchgeführt. Der Anteil der positiven Teste ist weiter gesunken, er lag bei 4,5 Prozent. Vorher wurde mehr getestet, auch mit einem höheren positiven Anteil.“

+++10.18 Uhr: Bevor er Fragen der Medienvertreter beantwortet, appelliert Schaade: „Helfen Sie mit, das Virus in Schach zu halten. Bleiben Sie, so weit es geht, zu Hause. Beschränken Sie Ihre Kontakte und halten Sie weiter Abstand voneinander.“

Reproduktionszahl zu Corona-Krise: „Stabiler“ R-Wert soll herausgegeben werden 

+++10.17 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) will künftig einen „stabilen“ R-Wert herausgeben, auf den die Schwankungen der Nachmeldungen keine allzu großen Einflüsse haben. Dieser „stabile R-Wert“ lag Schaade zufolge zu keinem Zeitpunkt in den letzten Tagen „über eins“.

+++10.15 Uhr: Schaade: „Sind die Ausbrüche des Coronavirus, wie zuletzt etwa auf Schlachthöfen wieder unter Kontrolle, so wird die Reproduktionszahl auch wieder sinken.“

+++ 10.13 Uhr: Als mögliche Ursachen für das Steigen der Reproduktionszahl vermutet Schaade, dass „bedacht werden muss, dass die Neuerkrankungen an Covid-19* der letzten drei Tage nicht berücksichtigt werden können, da die Schwankungen von Nachmeldungen zu stark waren“. Die Fallzahlen in Deutschland „werden zusätzlich kleiner. Dadurch beeinflussen auch einzelne Ausbrüche den Wert der Reproduktionszahl stärker, als dies vorher der Fall war.“

Coronavirus: Reproduktionszahl soll laut RKI weiter beobachtet werden 

+++10.11 Uhr: Nach zuletzt positiven Trends und einem Absinken der Infektionsrate bis auf 0,65 liegt sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts 1,07. Damit befindet sie sich den dritten Tag in Folge über 1,0. „Der heutige R-Wert bezieht sich auf Infektionen, die vom 28.04-03.05. stattgefunden haben. 

+++ 10.05 Uhr: Lars Schaade äußert sich zu Reproduktionszahl. „Seit Samstag liegt der R-Wert leicht über eins, das ist der Grund, warum wir dieses Briefing heute machen. Tagesaktuelle Schwankungen der Reproduktionszahl sind möglich. Sie sollten daher auch in der Gesamtlage bewertet werden.“ 

+++ 10.04 Uhr: In Deutschland bleiben die Zahlen „in etwa vergleichbar“ mit denen letzter Woche.

Corona in Deutschland: Robert Koch-Institut spricht über Reproduktionszahl 

+++ 10.03 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind bisher 170.508 Infektionen mit dem Coronavirus* registriert worden (Stand 12.5.2020, 00:00 Uhr). Mindestens 7533 Menschen starben mit einer Sars-CoV-2 Infektion.

+++ 10.02 Uhr: Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, will über die ansteigende Reproduktionszahl in der Corona-Krise sprechen.

Erstmeldung vom 12.05.2020, 10.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut hält am heutigen Dienstag (12.05.2020) eine außerterminliche Pressekonferenz. Zuletzt wurden die Pressekonferenzen des Robert Koch-Instituts eingestellt. Jetzt wolle man die Briefings künftig anlassbezogen veranstalten. 

Das Robert Koch-Institut hatte sich zunächst täglich den Fragen von Medienvertretern gestellt. Zuletzt fanden die Briefings zweimal pro Woche statt. 

Robert Koch-Institut stellt regelmäßige Corona-Pressekonferenzen ein 

Das Robert Koch-Institut hatte seine regelmäßigen Pressekonferenzen zur Corona-Pandemie am Donnerstag eingestellt. Man wolle die Briefings künftig anlassbezogen veranstalten, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am 7. Mai in Berlin. Die Fallzahlen gingen glücklicherweise insgesamt gesehen seit längerer Zeit zurück. Per Verteiler und auf der RKI-Webseite würden weiterhin Informationen bereitgestellt. 

„Wir stehen natürlich auch weiter für Presseanfragen zur Verfügung", so Schaade. Die Entscheidung sei von der Institutsleitung getroffen worden, erklärte Schaade. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, könne es auch wieder Briefings geben. Das RKI, das dem Bundesgesundheitsministerium untersteht, hatte sich zunächst täglich den Fragen von Medienvertretern gestellt. Zuletzt fanden die Briefings zweimal pro Woche statt. Mehrere Journalisten kritisierten die Entscheidung in einer Fragerunde und bei Twitter.

Von Marvin Ziegele 

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird während einer Sitzung im Bundestag den Parlamentariern Rede und Antwort stehen. 

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.