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Corona in Deutschland: Inzidenz-Anstieg vor allem bei Jüngeren - doch Tendenz auch in anderer Altersgruppe

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Von: Cindy Boden

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Noch blickt die Politik auf die Corona-Inzidenz - und die steigt weiter an. „Früher und schneller als letztes Jahr“, befindet das RKI. Der Überblick am Freitagmorgen.

Berlin - Das Robert Koch-Institut (RKI)* blickt auf die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland und hält fest: „Früherer und schnellerer Anstieg als letztes Jahr, trotz steigender Impfquote“, so das Institut auf Twitter am Donnerstagabend. Aus dem neuen RKI-Wochenbericht geht hervor, dass Gesundheitsämter mittlerweile nicht mehr alle Infektionsketten nachvollziehen könnten. Immerhin: „Der Anteil der Fälle mit einer bekannten wahrscheinlichen Exposition im Ausland ist im Vergleich zur Vorwoche nicht weiter angestiegen.“

Am Freitagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz* deutschlandweit bei 20,4. Am Vortag betrug der Wert noch 19,4. Innerhalb eines Monats hat sich die Inzidenz etwa vervierfacht. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3448 Corona*-Neuinfektionen, wie aus dem RKI-Dashboard hervorgeht (Stand: 6. August, 3.14 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland noch bei 2454 Ansteckungen gelegen.

24 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona in Deutschland - Bayern-Inzidenz bei 13,8

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.784.433 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.754.

Neumünster im Norden Deutschlands ist derzeit laut RKI mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 81,1 der deutsche Hotspot. Es folgen Solingen (76,6) und Flensburg (54,3). Im Vergleich der 16 Bundesländer steht Hamburg mit 37,2 auf der Negativ-Liste ganz oben - gefolgt von Berlin (35) und Schleswig-Holstein (34,9). Die niedrigsten Werte weist das RKI für Thüringen (6,5) und Sachsen (6,7) aus. Bayern liegt demnach bei 13,8.

Eine junge Frau freut sich nach ihrer Impfung gegen das Coronavirus über eine Bratwurst.
Corona-Impfungen in Deutschland: RKI appelliert, Angebote wahrzunehmen © Hendrik Schmidt/dpa

Inzidenz steigt vor allem bei 10- bis 34-Jährigen, aber Trend auch darüber

In seinem aktuellen Lagebericht von Donnerstag schreibt das RKI: „Der derzeitige Anstieg der Inzidenz ist vor allem in den Altersgruppen der 10- bis 34-Jährigen zu beobachten, obwohl sich diese Tendenz inzwischen auch in den Altersgruppen bis 49 abzeichnet.“ Die Angaben beziehen sich auf die Zeit bis 1. August. Die meisten Ansteckungen mit 49 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet das RKI für die 20- bis 24-Jährigen. Einstellige Werte werden für die Menschen ab 55 Jahren angegeben, teils zeigen sich aber auch in diesen Gruppen leichte Anstiege.

Die Zahlen zu Krankenhauspatienten und Behandlungen auf Intensivstationen liegen dem Bericht nach weiter auf „einem „niedrigen Niveau“. Die als besorgniserregend eingestufte Delta-Variante hat andere Varianten in Deutschland zudem weitestgehend verdrängt. In einer für Erbgutanalysen ausgewählten Stichprobe, die repräsentativ für Deutschland sei, wurde Delta in 97 Prozent der Fälle gefunden, wie das RKI schreibt. Fast alle anderen Nachweise entfallen auf die zuvor dominante Mutante Alpha (B.1.1.7). Die sogenannte Lambda-Variante* spielt den Daten zufolge in Deutschland bisher weiter keine Rolle.

Corona-Impfung in Deutschland: „Dringend empfohlen, jetzt die Angebote für die Impfung gegen Covid-19 wahrzunehmen“

Zur Impfung befindet das RKI: Der Großteil der seit Februar erfassten Corona-Fälle war nicht geimpft. Es werde „dringend empfohlen, jetzt die Angebote für die Impfung gegen Covid-19 wahrzunehmen“, wird im Bericht appelliert. (cibo/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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