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Große Änderung für Genesene: RKI verkürzt Status nach Corona-Infektion

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Von: Patrick Huljina

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Nach einer überstandenen Corona-Infektion galt man bislang 180 Tage lang als genesen. Seit Samstag ist der Nachweis laut RKI nur noch halb so lange gültig.

Berlin - Omikron dominiert nun auch in Deutschland. Immer mehr Menschen stecken sich mit dem Coronavirus* an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete in der vergangenen Woche mehrfach neue Rekorde bei der Zahl der Neuinfektionen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt inzwischen über 500. In vielen Bereichen gilt weiterhin die 2G-Regel: Zugang nur für Geimpfte und Genesene. Das RKI hat nun eine große Änderung beim Genesenen-Status verkündet.

Genesenen-Status: RKI verkürzt auf 90 Tage

Wer eine Corona-Infektion* überstanden hat, galt in Deutschland bislang für sechs Monate als Genesen. Statt der bisher 180 Tage ist der Genesenen-Status seit Samstag (15. Januar) allerdings nur noch 90 Tage gültig. Das RKI gab die Änderung im Rahmen der Verordnung zur Änderung der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung vom 14. Januar bekannt.

Laut RKI* müssen nun folgende Vorgaben für einen gültigen Genesenen-Status erfüllt sein:

Schilder mit der Aufschrift «Stop - Kein Eingang» und «Zutritt nur Geimpft Genesen» stehen vor einem Restaurant in der Münchner Innenstadt.
Das RKI hat die Dauer des Genesenen-Status angepasst. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Nach Corona-Infektion: STIKO empfiehlt Impfung

Im Rahmen der Grundimmunisierung empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) Genesenen eine Corona-Impfung*. „Ungeimpften immungesunden Personen ab 12 Jahren sowie 5- bis 11-jährigen Kindern mit Vorerkrankungen, die eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben,“ wird demnach „die Impfung mit einem Abstand von mindestens drei Monaten nach der Erkrankung“ empfohlen, schreibt das RKI.

Seit Samstag gelten in Bayern zudem neue Quarantäne-Regeln*. Durch die hohen Corona-Zahlen geraten Labore bei den PCR-Tests an ihre Grenzen. Eine Priorisierung* steht im Raum. Während Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor einer mutierten Delta-Variante im Herbst warnt, gibt Virologe Christian Drosten eine optimistische Prognose. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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