Corona-Vakzin im Fokus

Schmähkampagne gegen Biontech-Impfstoff: YouTuber erhalten dubiose Mails und lukrative Angebote

Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer
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Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Offenbar wurde eine Schmähkampagne gegen den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geplant. Medienschaffende sollten Stimmung gegen das Vakzin machen.

Berlin/Paris – Der Corona*-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist eines der meistverwendeten Vakzine in der Pandemie. Dabei genießt das Mittel einen guten Ruf in der Öffentlichkeit. Studien verweisen auf eine hohe Wirksamkeit des Impfstoffes gegen das Coronavirus.* Dieser Ruf sollte offenbar schlechtgemacht werden. Französische Influencer berichten, ihnen sei Geld dafür angeboten worden, den Biontech/Pfizer-Impfstoff in YouTube-Videos zu verschmähen. Sie seien per E-Mail kontaktiert worden, so die Medienschaffenden.

Frankreichs Gesundheitsminister äußerte sich am Dienstag (25.05.2021) zu den Vorwürfen: „Das ist armselig, gefährlich und verantwortungslos“, sagte Olivier Véran dem Sender BFM-TV. Unter den Influencern, die angefragt wurden, war offenbar auch Mirko Drotschmann, Journalist und YouTuber.

Schmähkampagne gegen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geplant

Drotschmann schrieb bereits am 18. Mai auf Twitter: „Eine Agentur meldet sich und fragt, ob ich Teil einer ‚Informationskampagne‘ sein will. Es geht darum, einen Link zu angeblich geleakten Dokumenten zu Todesfällen bei Corona-Impfungen zu teilen. Gegen Geld.“ Demnach sei der Sitz der Agentur in London und der Wohnort des CEOs in Moskau.

Neben Drotschmann erhielten diese Anfrage unter anderem der französische Videoblogger Léo Grasset, der unter anderem als Wissenschaftsjournalist tätig ist, und der französische Comedian Sami Ouladitto.

Drotschmann ging auf Twitter noch detaillierter auf das Angebot ein: „Mir ist eine Partnerschaft angeboten worden, um in Videos den Impfstoff von Pfizer schlechtzumachen.“ Bedingung hierfür sei, dass der Sponsor anonym bleibe. Gelockt wurde mit einem „kolossalen Budget“, so Drotschmann. Videoblogger Grasset fand heraus, dass der Sponsor offenbar ein Zentrum für „Laser-Ästhetik“ in London ist. Aus den Profilen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht demnach hervor, dass sie zuvor alle in Russland tätig waren, so Grasset. (tu mit AFP) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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