Niedersachsen

Kind (12) stirbt nach Corona-Zweitimpfung – Zusammenhang wird überprüft

Ein Kind aus Niedersachsen ist wenige Tage nach der zweiten Corona-Impfung gestorben. (Symbolbild)
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Ein Kind aus Niedersachsen ist wenige Tage nach der zweiten Corona-Impfung gestorben. (Symbolbild)

In Niedersachsen stirbt ein Kind (12) wenige Tage nach seiner zweiten Corona-Impfung. Ob ein Zusammenhang besteht, muss noch endgültig aufgeklärt werden.

Update vom Donnerstag, 04.11.2021, 16.15 Uhr: Im Kreis Cuxhaven ist ein zwölfjähriger Junge zwei Tage nach einer Corona-Impfung gestorben. Er litt offenbar schon länger an einer schweren Herz- und Gefäßkrankheit, sagte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) am Donnerstag gegenüber dem NDR.

Ob die Vorerkrankung die Ursache für den Tod des Jungen war oder ob es einen Zusammenhang zur Impfung gibt, steht derzeit noch nicht endgültig fest. Man stehe in Kontakt mit dem Landkreis und warte jetzt auf das endgültige Obduktionsergebnis, sagte die Sprecherin des PEI weiter. Aufgrund des zeitlich engen Zusammenhangs war vom Gesundheitsamt die Obduktion des Leichnams in Auftrag gegeben worden.

Ein Zusammenhang mit der Corona-Impfung ist laut Experten des Rechtsmedizinischen Instituts am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wahrscheinlich. „Wir sehen uns hier mit einem besonders tragischen Fall konfrontiert“, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Kai Dehne gegenüber dem NDR. „Rein statistisch treten gravierende Impf-Nebenwirkungen mit Todesfolge extrem selten auf, aber die betroffene Familie trifft das mit aller Unbarmherzigkeit zu 100 Prozent.“

Kind (12) bekommt Zweitimpfung - Zwei Tage später ist es tot

Erstmeldung vom Mittwoch, 03.11.2021, 20.04 Uhr: Cuxhaven/Kassel – Im Kreis Cuxhaven ist ein zwölf Jahre altes Kind zwei Tage nach seiner Corona*-Zweitimpfung gestorben. Wegen des zeitlich engen Zusammenhangs sei vom Gesundheitsamt die Obduktion des Leichnams in Auftrag gegeben worden, die auch bereits erfolgt sei, teilte der Kreis am Mittwoch (03.11.2021) mit.

„Zwar liegt der abschließende Obduktionsbericht noch nicht vor, das vorläufige Obduktionsprotokoll legt jedoch bereits nahe, dass der Tod des Kindes in Folge der Impfung eingetreten ist“, hieß es in einer Mitteilung.

Tod nach Corona-Impfung: Kind aus Niedersachsen litt an Vorerkrankungen

Mit Blick auf Vorerkrankungen des Kindes könne vor der Auswertung weiterer Untersuchungen eine mögliche andere Ursache aber noch nicht vollständig ausgeschlossen werden, gab das Rechtsmedizinische Institut des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf an. Ergebnisse sollten bis Donnerstag (04.11.2021) vorliegen. Es wurde der Impfstoff Biontech verwendet.

Gemeldete Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Immunisierung gegen das Coronavirus bei Kindern und Jugendlichen sind extrem selten. In Deutschland raten Kinderärzte eindringlich zu einer Corona-Impfung. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) führt bis 30. September 2021 fünf solche Verdachtsfälle auf, die sich auf einen tödlichen Ausgang im Abstand von 2 bis 24 Tagen nach Impfung mit dem Produkt von Biontech beziehen. Bei mindestens drei der Jugendlichen bestanden laut PEI schwere Vorerkrankungen. (na mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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