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Corona-Infektion bei Katzen: Das sollte man bei einer Erkrankung des Haustiers tun

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Von: Nail Akkoyun

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Auch Katzen können sich mit Corona infizieren. Dies zeigt eine Studie aus dem Dezember 2021.
Auch Katzen können sich mit Corona infizieren. Dies zeigt eine Studie aus dem Dezember 2021. © Imago

Nicht nur Menschen, sondern auch Katzen können sich mit Corona infizieren. Dies zeigt eine neue Studie. Doch wie sieht der Covid-Verlauf bei den Haustieren aus?

Kassel – Seit knapp zwei Jahren dominiert das Thema Corona die Schlagzeilen. Doch nicht nur Menschen können sich mit SARS-CoV-2 infizieren, sondern auch Katzen. Etwa vier Prozent aller Hauskatzen haben sich während der ersten Infektionswelle im Frühjahr bis in den Sommer 2020 mit dem Virus infiziert, berichtet das Deutsche Gesundheitsportal. Angesteckt haben sich die Vierbeiner wahrscheinlich bei ihren Besitzerinnen und Besitzern.

Die Daten stammen aus einem Befund, der von deutschen und niederländischen Forschenden gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) erarbeitet wurde. Veröffentlicht wurden die Daten im Dezember 2021 im Wissenschaftsjournal Emerging Infectious Diseases des US-amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle und -prävention.

Corona-Infektion bei Katzen: Test kann in vielen Tierarztpraxen durchgeführt werden

„Bisher gab es einzelne Studien zur Transmission unter Laborbedingungen und anekdotische Beobachtungen infizierter Katzen aus verschiedenen Ländern“, sagte Professor Dr. Albert Osterhaus von der TiHo. „Unsere Studie bietet einen guten Überblick über Europa.“ Für die Studie analysierten Osterhaus und sein Team insgesamt 2160 Blutproben von Katzen aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Italien und Spanien.

Zunächst wurden die Antikörper, die nach einer Corona-Infektion im Blut vorkommen, mithilfe eines Virus-Neutralisationstests nachgewiesen. Da ein solcher Test aber nur in Laboren der biologischen Sicherheitsstufe drei durchgeführt werden kann, wurden die Ergebnisse anschließend mit einer Nachweismethode überprüft, bei der nur der Hauptteil des Spikeproteins des Coronavirus eingesetzt wird. Ein solcher Test könnte durch „jedes veterinärmedizinische Labor“ durchgeführt werden, sagte Studienleiter Osterhaus.

Die Nachweismethode eigne sich für allgemeine Untersuchungen von Katzen, hieß es vom Autorenteam aus Hannover, Delft und Utrecht. So könnten sich Katzenbesitzerinnen und -besitzer vergewissern, ob das Haustier mit dem Coronavirus infiziert war oder ist.

Corona-Infektion verläuft bei Katzen zumeist ohne Symptome

Die Forschenden fanden in 4,4 Prozent der Blutproben Corona-Antikörper, in Spanien war der Anteil der positiv getesteten Katzen mit 6,4 Prozent am höchsten. Aus Deutschland waren 4,4 Prozent der Proben betroffen. Osterhaus geht davon aus, dass die Katzen sich ausschließlich bei Menschen angesteckt haben: „In dieser frühen Phase der Pandemie waren Menschen die einzig denkbare Infektionsquelle.“

Hinweise darauf, dass Katzen auch Menschen anstecken und das Virus weiter verbreiten können, gebe es allerdings keine. Auch wie hoch das Risiko ist, dass sich im Haushalt lebende Katzen bei infizierten Menschen anstecken, ist unklar. „Diese Daten standen uns leider nicht zur Verfügung“, erklärte TiHo-Virologin Claudia Schulz.

Katzenbesitzerinnen und -besitzer können aber beruhigt sein: der Studie zufolge zeigen die Samtpfoten in der Regel keine oder nur sehr milde Symptome. Trotzdem rät Osterhaus dazu, dass infizierte Menschen im Umgang mit ihren Katzen „die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten“, wie unter Menschen. (Nail Akkoyun)

Katzen können psychopathisches Verhalten zeigen: Mithilfe eines Fragebogens können Sie feststellen, ob auch Ihr Haustier betroffen ist.

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