1. Startseite
  2. Welt

„Corona kein Problem mehr“: Lage in Krankenhäusern entspannt sich deutlich

Erstellt:

Von: Alexander Eser-Ruperti

Kommentare

Die Lage in deutschen Krankenhäusern war zuletzt angespannt, doch die Situation scheint sich zu bessern – besonders mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Berlin – Deutsche Krankenhäuser standen zuletzt durch eine Welle an Atemwegsinfektionen wie dem RS-Virus, der Grippe oder Corona-Infektionen vor einer Mammutaufgabe. Immer wieder wurde vor einer Überlastung der Kliniken gesprochen. Operationen wurden abgesagt und verschoben, um für Notfallpatienten Kapazitäten zu schaffen. Nun scheint sich die Lage in den Krankenhäusern deutlich beruhigt zu haben, berichten Mediziner.

Das hat vor allem mit der Zahl der Corona-Patienten auf den Stationen zu tun, berichtet kreiszeitung.de.

Deutschland: „Corona kein Problem mehr“ – Situation in Krankenhäusern entspannt sich deutlich

Sowohl auf Intensiv- als auch Normalstationen scheint sich die Lage nach zuletzt großer Anspannung endlich zu entspannen. Der Vizepräsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, ließ gegenüber dem RND wieder zuversichtlichere Töne anklingen. Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagt er: „Seit Anfang Januar hat sich die Zahl der auf den Intensivstationen zu behandelnden Covid-19-Patienten von rund 1500 auf heute unter 800 reduziert – also beinahe halbiert“. Inzwischen sei mit Blick auf die Intensivstationen in Deutschland „Corona kein Problem mehr“.

Notaufnahme
Ein Schild weist auf die Notaufnahme eines Krankenhauses hin. In den Krankenhäusern normalisiert sich die Situation wieder. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbildarchiv

Die Tatsache, dass die Zahl täglicher Corona-Neuaufnahmen sinke sei, „eine sehr positive Entwicklung“. Auch das RS-Virus und die Grippewelle hatten die Systeme zuletzt belastet. Aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG)  heißt es laut RND: „Wir verzeichnen deutlich sinkende Belegungszahlen bei den coronapositiven Patientinnen und Patienten. Mit dem Abflauen der Grippewelle ist auch hier Entspannung zu erwarten“. In den Krankenhäusern kann nun wieder verstärkt auf Normalbetrieb gesetzt werden. Marx sagt mit Blick auf die Intensivstationen: „Meine Kollegen und ich sind uns einig, dass wir derzeit ein recht normales Winterszenario sehen.“

Corona-Zahlen und eine verbesserte Personallage in Krankenhäusern

Auch die Personalsituation in den Kliniken verbessert sich zunehmend, ebenso wie die Corona-Zahlen in den Krankenhäusern. Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß hierzu, ebenfalls gegenüber dem RND: „Vor allem aber sinkt die Zahl der erkrankten Beschäftigten, sodass sich die Personalsituation langsam verbessert.“ Die zuletzt angespannte Personallage hatte in vielen Hospitälern für Notbetrieb gesorgt – auch in Bremen und Niedersachsen.

Konkret bedeutet der aktuelle Trend auch Hoffnung für alle diejenigen, deren Operationen hatten abgesagt werden müssen. Vor allem bedingt durch den hohen Krankenstand in der Belegschaft waren im Dezember bisweilen seit langem geplante Eingriffe verschoben worden. Die Charité in Berlin hatte Mitte Dezember 2022 laut Tagesschau erklärt, man werde alle verlegbaren Operationen verschieben. Andere Krankenhäuser waren weniger stark betroffen, insgesamt zeichnete sich jedoch eine angespannte Situation.

„Nicht täglich überlegen, wie wir die Versorgung der Patienten sicherstellen können“

Durch die Entspannung der Lage ist die Patienten-Versorgung vorerst wieder gesichert, so scheint es. In Kliniken quer durchs Land kann nach zuletzt harten Wochen aufgeatmet werden – zumindest so weit das im Rahmen der generell hohen Belastung für das Personal in Kliniken möglich ist. Marx sagte gegenüber dem RND: „Wir müssen derzeit nicht täglich überlegen, wie wir die Versorgung der Patienten denn noch sicherstellen können, sondern gehen eigentlich in einen Dienst in dem Wissen, helfen zu können.“ Für einige Zeit war das keineswegs selbstverständlich.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion