News-Ticker: Coronavirus in Niedersachsen

Corona in Niedersachsen: Zahl der Infizierten erneut gestiegen - Polizei beendet Party

+
In Niedersachsen sind spezielle Corona-Kliniken im Gespräch. Wissenschaftler fordern Distanzeinhaltung.

Coronavirus in Niedersachsen: Die Zahl der Corona-Infizierten im Land steigt weiter. Nun haben sich die Länder auf ein Kontaktverbot geeinigt.

Update vom Montag, 23.03.2020, 14.23 Uhr: In Bad Bentheim hat die Polizei eine Geburtstagsfeier am Sonntagmittag (22.03.2020) mit etwa 20 Menschen aufgelöst, wie die Behörde am Montag (23.03.2020) mitteilt.

Die Veranstaltung sei in Zeiten der Corona-Pandemie ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung des Landkreises Grafschaft Bentheim sowie gegen das Infektionsschutzgesetz. Die Partygäste müssten nun mit empfindlichen Strafen rechnen.

Coronavirus in Niedersachsen: Posivite Gesten in Zeiten des Coronavirus

Update vom Montag, 23.03.2020, 13.23 Uhr: Gratiskonzert am Klinikum, Schüler mit Danke-Plakat und Mitarbeiter von Krankenhäusern mit Aktionen: Es sind die kleinen, positiven Gesten, die in diesen Tagen der Corona-Krise in Niedersachsen* begeistern, Aufmerksamkeit und viel Lob erhalten.

Da stellt sich der Schüler Tim Wiedenmeier mit einem Schild und riesengroßen Lettern „Danke“ vor die Uni-Klinik in Göttingen. Da senden Mitarbeiter der UMG und des Weender Krankenhaus jeweils klare Botschaften aus. Da schnappt sich der Sänger und Liedermacher Jannes Schreiber seine Gitarre, stellt sich zwischen die Bettenhäuser des Klinikums und singt. Das macht Hoffnung, in düsteren Coronavirus-Zeiten.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten in Northeim erneut gestiegen

Update vom Montag, 23.03.2020, 11.44 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Northeim in Niedersachsen* hat sich über das Wochenende auf 22 erhöht. Das hat die Kreisverwaltung am Montagvormittag bekannt gegeben. Im Vergleich zu Freitag ist die Zahl der Corona-Infizierten somit um 5 gestiegen.

Bei den neuen Corona-Fällen handele es sich nach Angaben der Kreisverwaltung um fünf Männer. Bei einer der Personen kontte der Infektionsweg bisher noch nicht geklärt werden. Drei der Coronavirus-Neuinfizierten befinde sich mit Erkältungssymptomen oder auch Durchfall in häuslicher Quarantäne. Die anderen beiden Personen müssen dagegen stationär im Uniklinikum Göttingen in Niedersachsen behandelt werden.

Coronavirus in Niedersachsen: Ergotheraphie-Praxen wegen Corona geschlossen

Update vom Montag, 23.03.2020, 09.42 Uhr: Die Corona-Pandemie in Niedersachsen hat Auswirkungen auf das erotherapheutische Angebot* in der Region Göttingen. Drei großen Praxen für Ergotheraphie aus Hann. Münden haben sich entschlossen, den Betrieb vorerst für zunächst zwei Wochen komplett einzustellen – möglicherweise aber auch für deutlich längere Zeit. Hintergrund ist die aktuelle Coronavirus-Situation, die die Betreiber vor eine schwierige Situation stellt.

Coronavirus in Niedersachsen: Polizei-Kontrollen wegen Corona-Kontaktverbot

Update vom Montag, 23.03.2020, 06.39 Uhr: Das wegen der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot soll in Niedersachsen nach Angaben von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ab heute kontrolliert werden. In der Fernsehsendung "Hallo Niedersachsen" im NDR sagte er, dass die Polizei überall im Land herum gehe und dafür sorge, dass sich die Menschen auch wirklich trennten.

"Es wird jetzt drauf ankommen, dass wir drei, vier Wochen ganz diszipliniert sind", sagte er weiter. Wenn das gelinge, gebe es eine gute Chance, mit Corona fertig zu werde. Das am Sonntag beschlossene Kontaktverbot soll laut Deutscher Presseagentur (dpa) für mindestens zwei Wochen gelten.

Coronavirus in Niedersachsen: Kristenstab wegen Corona in Göttingen

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 20.03 Uhr: In Göttingen sind 70 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.* Wegen der Corona-Pandemie haben die betroffenen Städte und Gemeinden aus Niedersachsen einen Krisenstäbe eingerichtet und verschiedene Maßnahmen gestartet.

Coronavirus in Niedersachsen: Länder einigen sich wegen Corona auf Kontaktverbot

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 16.49 Uhr: Ansammlungen von mehr als zwei Personen sollen zur Eindämmung des Coronavirus grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden. Darauf verständigten sich BundeskanzlerinAngela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) am Sonntag bei einer Telefonkonferenz in Berlin. Von dieser Corona-Maßnahme ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Wie die dpa berichtet, hatte sich eine Gruppe von zwölf Ländern bereits vor der Konferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Dabei sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Corona-Krise handeln.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten steigt erneut

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 16.32 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Das gab das Land Niedersachsen am Sonntag bekannt. Bislang gebe es 1.586 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen (Stand: 22.03.2020, 14 Uhr). Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um insgesamt 134 Fälle erhöht.

Inzwischen sind in Niedersachsen in 44 Landkreisen und der Region Hannover Coronavirus-Infektionen bekannt. Den größten Anstieg gab es in der Region Hannover mit 31 Corona-Fällen.

Coronavirus in Niedersachsen: Regionale Händler setzen während Corona-Krise auf Online-Plattform

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 16.02 Uhr: Während große Ketten schon lange über eigene Internet-Vertriebsmöglichkeiten verfügen, setzen regionale Händler aus Niedersachsen in Zeiten der Corona-Krise nun auch auf eine bestimmte Online-Plattform* des Vereins Pro-City aus Göttingen.

Inzwischen gibt es auch interessante Einzellösungen: Eine Göttinger Bäckerei bietet während der Coronavirus-Pandemie einen Bestelldienst für Brötchen an. Ohne Aufpreis werden Brötchen und Brot direkt zu den Kunden geliefert.

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 14.55 Uhr: Toilettenpapier bleibt in Zeiten der Corona-Pandemie auch weiter ein heiß umkämpfter Artikel - nicht nur bei Hamsterkäufen in Niedersachsen. Das zeigt auch ein Erlebnisbericht aus einem Drogeriemarkt in Hann. Münden.

Einzelne versuchten sich an diesem Tag sogar, aus fremden Einkaufswagen zu bedienen. Und auch an den vorgegebenen Sicherheitsabstand halten sich während des Einkaufs in Corona-Zeiten nur die wenigsten Menschen.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten in Göttingen steigt

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 13.58 Uhr: Nach aktuellem Stand am Sonntagmittag sind 70 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen mit dem Coronavirus. 22 der Corona-Infizierten leben in der Stadt Göttingen, 48 im Landkreis. Insgesamt sind 13 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet in Niedersachsen betroffen:

  • Flecken Adelebsen (3)
  • Gemeinde Bad Grund (7)
  • Bad Lauterberg im Harz (2)
  • Flecken Bovenden (2)
  • Samtgemeinde Dransfeld (8)
  • Stadt Duderstadt (2)
  • Gemeinde Gleichen (2)
  • Hann. Münden (2)
  • Herzberg (6)
  • Osterode (12)
  • Gemeinde Rosdorf (1)
  • Samtgemeinde Radolfshausen (1)

Coronavirus in Niedersachsen: Polizist mit Corona infiziert - Polizei-Stationen geschlossen

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 12.13 Uhr: Seit Donnerstag sind vier Polizeistationen im Kreis Northeim in Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Grund für die Schließung: Ein Beamter der Polizei ist positiv auf das Coronavirus getestet* worden.

Er war zuvor aus dem Ski-Urlaub aus Österreich zurückgekommen und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne. Seine unmittelbaren Mitarbeiter seien umgehend isoliert worden und arbeiteten im Homeoffice oder befänden sich ebenfalls in Quarantäne. Diese Polizeistationen sind von der Schließung betroffen:

  • Nörten-Hardenberg
  • Katlenburg
  • Moringen
  • Hardegsen

Coronavirus in Niedersachsen: Zentrale Klinik zur Behandlung von Corona-Patienten

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 11.57 Uhr: Die Helios-Kliniken in Niedersachsen rüsten sich für eine größere Zahl behandlungsbedürftiger Coronavirus-Patienten. Die Klinik in Bad Gandersheim im Kreis Northeim soll zum zentralen Krankenhaus für die Behandlung von nicht-intensivpflichtigen Corona-Patienten werden.

Es gehe dabei um Patienten, die aufgrund des Coronavirus stationär auf einer Normalstation behandelt werden müssten, aber keinen so schweren Verlauf aufweisen, dass eine Versorgung auf einer Intensivstation notwendig sei“, erklärte Stephan Matzath, Ärztlicher Direktor der Helios-Klinik in Herzberg im Kreis Northeim. 

Coronavirus in Niedersachsen: Osterfeuer wegen Corona abgesagt

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 06.19 Uhr: Alle Osterfeuer im Landkreis Northeim sind in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das schreibt die seit Freitag geltende Allgemeinverfügung des Landkreises vor. Darin heißt es, dass wegen des Coronavirus „alle Ansammlungen im Freien mit mehr als zehn Personen“ ab sofort verboten sind.

Die am Freitag (20.02.2020) veröffentlichten Anordnungen des Landkreises in Niedersachsen gelten ab sofort bis zunächst einschließlich Mittwoch, den 18. April 2020. Ostersonntag ist in diesem Jahr am 12. April. Zuwiderhandlungen gegen die aktuelle Allgemeinverfügung sind strafbar nach dem Infektionsschutzgesetz, betont die Northeimer Kreisverwaltung.

Coronavirus in Niedersachsen: Neues Corona-Testzentrum im Landkreis Northeim

Update vom Samstag, 21.03.2020, 21.02 Uhr Uhr: In der Stadt Northeim wird es nun doch kein Corona-Testzentrum geben. Das Zentrum entsteht jetzt in Einbeck. Die Stadt gehört ebenfalls zum Landkreis Northeim. Das hat Detlef Haffke, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), mitgeteilt. 

Coronavirus in Niedersachsen: Erste Corona-Tote

Update vom Samstag, 21.03.2020, 18.29 Uhr: Am Freitag sind die ersten Patienten in Niedersachsen an einer Corona-Infektion gestorben. Das gaben Sprecher der Region Hannover, Leer und Harburg am Samstag bekannt. 

Demnach verstarben zwei Männer im Alter von 70 und 84 Jahren in einem Krankenhaus in Hannover. Wenig später gab der Kreis Harburg bekannt, dass ein 87-Jähriger an den Folgen des Coronavirus gestorben sei. Er habe eine Vorerkrankung gehabt.

Der vierte Verstorbene ist nach Angaben der Behörden ein 66-Jähriger aus dem Kreis Leer. Auch dieser habe an einer schweren Vorerkrankung gelitten.

Corona in Niedersachsen: Schüler bedankt sich bei Krankenhauspersonal

Update vom Samstag, 21.03.2020, 15.14 Uhr: In Niedersachsen steigt die Zahl der mit dem Coronavirus* infizierten immer weiter. Das Personal in den Klinken hat wegen der Corona-Pandemie jetzt alle Hände voll zu tun. In Göttingen bedankt sich jetzt ein Schüler beim Klinkpersonal der Universitätsmedizin.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten in Göttingen steigt

Update vom Samstag, 21.03.2020, 12.45 Uhr: In Stadt und Landkreis Göttingen steigt die Anzahl der Personen die sich mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infziert haben. Mittlerweile sind in den 11 betroffenen Städten und Gemeinden in Niedersachsen 61 Menschen infiziert. (Stand: 21.03.2020, 12 Uhr) 

In der Stadt Göttingen gibt es bisher 19 bestätigte Corona-Fälle. Die weiteren 42 Fälle entfallen demnach auf den Landkreis Göttingen. In Adelebsen gibt es jetzt den ersten bestätigten Fall. 

Update vom Samstag, 21.03.2020, 07.04 Uhr: Die Corona-Pandemie hat Niedersachsen längst erreicht. Wissenschaftler aus Göttingen* befürchten nun, dass es zu wenige Intensiv-Betten geben könnte. Um Ärzte und Krankenhäuser zu entlasten wird an die Menschen appelliert: Sie sollen während der Coronavirus-Krise mehr Distanz zueinander halten.

Die Sorge gründet sich auf eine Abschätzung der in den kommenden Wochen zu erwartenden Fallzahlen und der verfügbaren Zahl von Intensivpflege-Betten in Deutschland.

Coronavirus in Niedersachsen: Gibt es bald spezialisierte Klinken?

Update vom Freitag, 20.03.2020, 21.10 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen werden derzeit Möglichkeiten diskutiert, die Krankenhäuser zu entlasten. In Göttingen wurden bereits vor Wochen Szenarien durchgespielt, wobei auch das Konzept für s pezialisierte Corona-Kliniken in Niedersachsen zur Sprach kam. Das Modell könnte für die gesamte Republik beispielhaft sein.

Laut Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) wurde letzte Woche per Erlass verfügt, dass vor Ort Konzepte zur Trennung der Patienten organisiert werden müssen. Im Gesundheitsministerium gehe man aber derzeit davon aus, dass sich die Kliniken im Inneren separieren.

Eine weitere Option zur Entlastung der Akut-Krankenhäuser könnten auch dieReha-Kliniken sein. Wie die Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken, Katharina Nebel, mitteilt, wurden Vorschläge und Konzepte vorgelegt, die den Akut-Krankenhäusern helfen könnten.

Corona in Niedersachsen: Forscher aus Göttingen suchen Wirkstoff

Update vom Freitag, 20.03.2020, 19.05 Uhr: Ein Team am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen forscht an einem Wirkstoff gegen das Coronavirus. Es gibt bereits einen ersten "Wirkstoff-Kandidaten".

Mit Kollegen der Berliner Charité fanden die Forscher aus Göttingen einen Ansatzpunkt, wie die Ausbreitung des neuartigen Erregers SARS-Coronavirus-2 im Körper blockiert werden könnte – über ein in Japan erhältliches Medikament.

Bis das Medikament aber gegen das Virus eingesetzt werde kann, wird es noch dauern. Derzeit sei es für eine Anwendung noch zu früh. 

Coronavirus in Niedersachsen: Restaurants und Cafés müssen schließen - Debatte um Ausgangssperre

Update vom Freitag, 20.03.2020, 16.59 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Das teilte das Land Niedersachsen am Freitag mit. Es gebe nun 1262 bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20.03.2020, 14 Uhr). Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl um 281 gestiegen.

Den mit Abstand größten Anstieg gab es in der Region Hannover. Dort sind nach Angaben des Landes 106 Corona-Infektionen neu hinzugekommen.

Corona in Niedersachsen: Restaurants und Cafés schließen wegen Corona

Update vom Freitag, 20.03.2020, 16.05 Uhr: Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schließt Niedersachsen ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) laut Deutscher Presseagentur (dpa) am Freitag an. Weiterhin möglich bleiben soll der Außer-Haus-Verkauf von Speisen.

Es gehe darum, größere Menschenansammlungen in Gaststätten zu unterbinden. Seit Donnerstag seien massive Polizeieinsätze in Niedersachsen nötig gewesen, um die Gastronomie-Auflagen unter anderem zum Abstandhalten wegen des Coronavirus, durchzusetzen. Gäste und Restaurantbetreiber hätten sich oft nicht daran gehalten.

Außerdem betonte Weil, dass eine Ausgangssperre in Niedersachsen weiterhin nicht geplant sei. Es gebe bereits weitreichende Ausgangsbeschränkungen und er sehe inzwischen einen ersten positiven Effekt der Einschränkungen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen steige zwar täglich weiter um 25 bis 30 Prozent, verdoppele sich aber nicht so wie befürchtet, sagte er.

Im Landkreis Northeim gilt diese Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus* ab sofort: Kneipen, Restaurant, Eisdielen, Baumärkte und Frisöre schließen, das hat der Landkreis am Freitagnachmittag angeordnet.

Coronavirus in Niedersachsen: Polizei kontrolliert Corona-Einschränkungen

Update vom Freitag, 20.03.2020, 15.22 Uhr: In Südniedersachsen kontrollieren Polizei und Ordnungsämter* seit gestern konsequent die erlassenen Beschränkungen, um das Coronavirus einzudämmen. 

Eine erste Bilanz zeige laut Polizei, dass Bürger zum Teil sehr einsichtig sind und sich schweren Herzens an die Regeln in Folge der Corona-Pandemie halten. Gleichzeitig gebe es aber immer noch eine große Anzahl von Menschen in Niedersachsen, die nicht auf die Übertragbarkeit der Coronavirus-Infektion eingehen und viele Menschen gefährden können.

Corona in Niedersachsen: Kontrollen wegen Corona-Einschränkungen

"Für mich ist es absolut erschreckend, dass Eltern nach wie vor mit Ihren Kindern auf Spielplätze gehen und Gruppen sich in Cafes, Shisha-Bars und Sportplätzen treffen. Dieses Verhalten ist absolut verantwortungslos und wie "ein Schlag ins Gesicht" gegenüber denjenigen, die täglich bis zur völligen Erschöpfung alles geben, um das Virus einzudämmen", sagt Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen (Niedersachsen). "Unsere Kontrollen haben ergeben, dass insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene gruppenweise im öffentlichen Raum angetroffen und ermahnt werden müssen. Deswegen noch einmal mein klarer Hinweis: Wir verstehen in diesem Fall keinen Spaß!"

Coronavirus in Niedersachsen: Auto-Hersteller spenden Masken in Corona-Krise

Update vom Freitag, 20.03.2020, 13.10 Uhr: Mehrere hunderttausend Atemschutzmasken wollen Autohersteller in der aktuellen Corona-Krise Kliniken, Arztpraxen, Gesundheitsämtern und städtischen Behörden zur Verfügung stellen. Die Masken aus den eigenen Beständen seien nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) teils in der ruhenden Produktion in Niedersachsen eingesetzt worden.

Volkswagen erklärte am Freitag, der öffentlichen Gesundheitsvorsorge „zeitnah fast 200 000 Atemschutzmasken“ liefern zu wollen. Diese Spende habe VW mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abgestimmt. „Die Beschäftigten des öffentlichen Gesundheitswesens vollbringen derzeit herausragende Leistungen für die Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass die Schutzmasken bei ihnen aktuell am besten eingesetzt sind.“, sagte VW-Personalvorstand Gunnar Kilian. Auch Daimler kündigte medizinische Spenden in der aktuellen Coronavirus-Krise an.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Infizierten mit Corona steigt

Update vom Freitag, 20.03.2020, 9.58 Uhr: Die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus anstecken, steigt stetig. Nach Angaben der Johns Hopkins University in Baltimore (USA) gibt es in Deutschland derzeit 15.320 Corona-Fälle (Stand 20. März 2020, 05.10 Uhr).

In Niedersachsen stieg die Zahl zuletzt auf 981. Allein in Stadt und Landkreis Göttingen sind 51 Menschen mit dem Virus infiziert - 33 davon im Landkreis (Stand 20.03.2020). Für Fragen und Hinweise zum Thema Coronavirus haben Stadt und Landkreis Göttingen* ein Bürgertelefon unter der Rufnummer Telefon 0551/7075-100 eingerichtet.

Vielen reichen freiwillige Einschränkungen nicht. Doch was bringen schärfere Verordnungen oder gar eine Ausgangssperre? Der Leitartikel auf fr.de*

Coronavirus in Niedersachsen: Entscheidung über Ausgangssperre wegen Corona am Samstag

Laut Regierung ist der kommende Samstag der entscheidende Tag bei der Entscheidung über eine mögliche Ausgangssperre. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) dem "Spiegel". 

Am Sonntag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz beraten. Dabei dürfte es dann auch darum gehen, ob und wann eine Ausgangssperre wegen der aktuellen Corona-Pandemie verhängt wird.

Corona in Niedersachsen: Neue Corona-Testzentren im Landkreis Göttingen

Update vom Freitag, 20.03.2020, 06.24 Uhr: Im Landkreis Göttingen in Niedersachsen werden neue Corona-Testzentren* auf Coronavirus-Verdachtsfälle vorbereitet. „Nach aktuellem Stand können sie in der kommenden Woche den Betrieb aufnehmen. 

Damit wird das bestehende Testzentrum am Universitätsklinikum Göttingen ergänzt durch voraussichtlich zwei weitere, mobile Testzentren im Kreisgebiet“, teilte Sprecher Ullrich Lottmann mit.

Coronavirus in Niedersachsen: Betrüger geben sich als Gesundheitsamt-Mitarbeiter aus

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 21.00 Uhr: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt im Rahmen der Corona-Krise derzeit vor Betrügern, die sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgeben. Diese sollen vor allem im Kreis Nienburg in Niedersachsen unterwegs sein.

Die Betrüger tragen Schutzanzüge und Mundschutz und versuchen so, sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen. Das Amt warnt davor, diese Betrüger ins Haus zu lassen und ruft alle Bürger dazu auf, vor allem auch ältere Menschen zu warnen.

Corona in Niedersachsen: Fahrpläne werden wegen Corona angepasst

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 19.17 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen werden die Fahrpläne des öffentlichen Personennahverkehrs angepasst. Es werden derzeit Ersatzfahrpläne erstellt.

Das Eisenbahnunternehmen Metronom will bis mindestens Freitag, 20. März, weiterhin alle Fahrten anbieten. Ab der nächsten Woche soll das Angebot wegen der Corona-Krise aber deutlich reduziert werden. Am Sonderfahrplan wird mit Hochdruck gearbeitet. Die darin enthaltenen Verbindungen sollen zuverlässig durchgeführt werden.

Die Landesnahverkehrgesellschaft (LNVG) wird in den kommenden Tagen den Fahrplan wegen der Corona-Krise an den gesunkenen Bedarf anpassen. Auf Hauptstrecken wird weiterhin ein Stundentakt zwischen 5 und 20 Uhr angeboten. Auf den Nebenstrecken soll es in den Stoßzeiten morgens zwischen 5 und 9 Uhr und am späten Nachmittag von 15 bis 19 Uhr einen Stundentakt und in den restlichen Stunden einen Zwei-Stunden-Takt geben. 

Diese Regelung gilt nicht für die Strecken zwischen Göttingen und Kassel über Witzenhausen und Hann. Münden sowie zwischen Göttingen und Eschwege/Bebra. Auf diesen Cantus-Verbindungen wird nur ein Zweistundentakt gefahren.

Coronavirus in Niedersachsen: Droht eine Corona-Ausgangssperre in Niedersachsen?

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 17.37 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach sich in der aktuellen Corona-Lage laut Deutscher Presseagentur (dpa) gegen Ausgangssperren aus. Sofern die geltenden Einschränkungen konsequent eingehalten würden, brächte eine Ausgangssperre - auch in Niedersachsen -  nach Ansicht von Experten keinen wesentlichen gesundheitlichen Zusatzeffekt, sagte Weil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

„Deswegen können und werden wir es nicht hinnehmen, dass weiter Corona-Partys gefeiert werden und Menschen dicht an dicht in Straßencafés sitzen“, sagte Weil. „Wer das Virus auf die leichte Schulter nimmt und die gut begründeten Vorgaben nicht umsetzt, muss damit rechnen, dass seine Gastronomie vorübergehend geschlossen wird.“

Wie bereits berichtet äußerte sich auch Landesinnenminister Boris Pistorius während der aktuellen Coronavirus-Krise zum Thema Ausgangssperre in Niedersachsen. „Nach meiner Einschätzung schlägt die Stunde der Wahrheit am Wochenende“, sagte der Minister gegenüber dem NDR. Bis dahin müsse sich die Lage deutlich verbessern. "Die Ausgangssperre ist ultima ratio." Doch sie werde kommen: „Davon bin ich überzeugt, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen.“

Corona in Niedersachsen: Universitätsmedizin Göttingen sagt Behandlungen wegen Corona ab

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 16.41 Uhr: Die Corona-Krise betrifft auch andere Patienten in Niedersachsen. Die Universitätsmedizin Göttingen sagt alle verschiebbaren Behandlungen ab* - sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Patienten sollen sich vor Behandlungsbeginn zudem in der jeweiligen Klinik der UMG erkundigen. „Notfälle werden aber weiter behandelt“, teilt die UMG mit.

Hintergrund der Einschränkungen im „normalen“ Patientenbetieb ist, dass sich die UMG in Niedersachsen darauf vorbereitet, verstärkt Coronavirus-Patienten zu behandeln.

Coronavirus in Niedersachsen: Klinikum passt Betrieb auf Corona-Situation an

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 16.13 Uhr: Das Klinikum Hann. Münden in Niedersachsen hat den Betrieb auf die Corona-Situation angepasst.* Nebeneingänge wurden geschlossen, Zugang gibt es nur über den Haupteingang und die Notaufnahme. Bis auf Weiteres sind alle Besuche im Klinikum wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt.

Zugang erhalten Patienten über die Notaufnahme (ZNA) nur nach Aufforderung. „Bei Erkältungssymptomen in Form von Fieber, Husten, Halsschmerzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen erfolgt die ärztliche Anamnese in unserem Testzelt vor der ZNA“, teilt Christiane Fröhlich, Assistentin der Geschäftsführung, auf HNA-Anfrage mit.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten enorm gestiegen

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 15.29 Uhr: Wie das Land Niedersachsen am Donnerstag mitteilte, ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten wieder stark angestiegen. Es gibt nun 981 laborbestätigte Corona-Fälle (Stand: 19.03.2020, 14 Uhr). Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um insgesamt 241 Fälle erhöht.

Inzwischen sind in Niedersachsen in 43 Landkreisen und der Region Hannover Coronavirus-Infektionen bestätigt worden. Nach Angaben des Landes ist der Landkreis Wesermarsch neu hinzugekommen. Die größten Anstiege gab es in folgenden Kreisen:

  • Landkreis Hildesheim (+45)
  • Region Hannover (+43)
  • Landkreis Göttingen (+19)

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Northeim gestiegen

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 14.57 Uhr: Im Kreis Northeim sind am Donnerstag vier neue Corona-Fälle* bestätigt worden. Das hat die Northeimer Kreisverwaltung bekanntgegeben. Bei den Coronavirus-Infizierten handelt es sich laut Landkreis-Sprecher Dirk Niemeyer um eine Frau und drei Männer. Damit gibt es im Landkreis Northeim in Niedersachsen 13 bestätigte Corona-Infektionen.

Corona in Niedersachsen: Abfallentsorgung im Kreis Northeim reduziert Angebot wegen Corona

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 14.53 Uhr: Die Deponie Blankenhagen im Kreis Northeim in Niedersachsen* ist ab sofort für sämtliche Kundenanlieferungen geschlossen. Diese Anordnung gilt bis auf Weiteres. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. Als Grund nannte sie die mögliche Ansteckungsgefahr der Mitarbeiter durch das Coronavirus

Alle Bauabfalldeponien im Landkreis Northeim, die auch Grünabfälle annehmen, bleiben hingegen unverändert geöffnet. Die Kreisabfallwirtschaft, so ein Landkreis-Sprecher, stelle die Abholung von Restmüll, Biomüll, Papier und Sperrmüll trotz der Corona-Krise weiterhin sicher.

Coronavirus in Niedersachsen: Land erhöht Polizei-Präsenz wegen Corona-Pandemie

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 12.40 Uhr: Zur Durchsetzung der Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben erhöht Niedersachsen die Polizeipräsenz auf den Straßen. Polizei und kommunale Ordnungsdienste würden die angeordneten Geschäfts- und Restaurantschließungen "mit aller Konsequenz" durchsetzen und Menschenansammlungen auflösen, kündigte Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag in Hannover an.

Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) habe er angeordnet, die Polizeipräsenz in Niedersachsen ab sofort über das übliche Maß hinaus zu verstärken. Die von den Behörden erlassenen Anordnungen wegen der Coronavirus-Krise seien klar verständlich und dienten dem Schutz von Menschenleben, teilte der Minister mit. "Jeder, der dagegen verstößt, gefährdet sich selbst und andere."

Verstöße würden auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes mit Bußgeldern geahndet oder als Straftaten verfolgt. Jeder Bürger des Landes müsse wegen der Corona-Pandemie "seine sozialen Kontakte sofort auf das absolute Minimum reduzieren".

Corona in Niedersachsen: Edeka begrenzt Zugang zu Supermärkten wegen Corona

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 11.14 Uhr: Ab heute begrenzt die Edeka Hessenring wegen der Corona-Pandemie den Zugang zu ihren 537 Märkten in Hessen, Süd-Niedersachsen und Thüringen. „Pro Einkaufswagen darf nur noch eine Person rein“, sagte Geschäftsführer Hans-Richard Schneeweiß. Das betrifft auch die Stadt Göttingen.

Zwar fehle bisher eine entsprechende behördliche Verordnung, allerdings ließe die am Dienstag erlassene vierte hessische Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus darauf schließen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis dies – und auch eine Beschränkung der Kundenanzahl – überall umgesetzt werde.

Einkaufen sei kein erweitertes Freizeitvergnügen, sondern existenzielle Grundversorgung, sagte Schneeweiß und sprach von einer „sensationellen Uneinsichtigkeit“. Tegut und die Rewe-Group, zu der Nahkauf, Penny und Toom gehören, setzen noch keine Corona-Beschränkung um.

Coronavirus in Niedersachsen: Kurzarbeit bei Tui Deutschland wegen Corona

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 10.13 Uhr: Der Einbruch des Reisegeschäfts wegen der Corona - Pandemie erzwingt einen harten Sparkurs - auch in Niedersachsen. Bei Tui Deutschland sollen die Beschäftigten laut Deutscher Presseagentur (dpa) wegen der schwierigen Geschäftslage durch die Coronavirus-Krise für ein halbes Jahr in Kurzarbeit gehen.

Die mit dem Management vereinbarte Regelung wegen der Corona-Pandemie greife für die Zeit vom 1. April bis zum 30. September, hieß es in einer Information von Konzernbetriebsratschef Frank Jakobi an die Mitarbeiter.  Einzelheiten hierzu würden derzeit noch verhandelt, war laut dpa am Donnerstag aus der Zentrale in Hannover in Niedersachsen zu hören. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil setze sich für möglichst rasche staatliche Hilfen für den Konzern in der Coronavirus-Krise ein.

Corona in Niedersachsen: Tourismus beklagt schlechte Ski-Saison - auch wegen Corona

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 8.56 Uhr: Die Harzer Tourismusbranche beklagt die schlechteste Skisaison seit Jahren. „Wir hatten nur etwas mehr als 20 Skitage“, sagt Dirk Nüsse, Chef der Wurmberg-Seilbahngesellschaft. Auch Wirte und Hoteliers hätten unter dem Schneemangel in Niedersachsen und der ausbleibenden Urlauber gelitten. 

Die mäßige Wintersaison sei im Vergleich zur jetzigen Situation noch akzeptabel gewesen, meint Jens Lutz, Harzer Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes: „Corona dagegen ist eine Katastrophe“. Es hagele flächendeckend Absagen. „Es kommen keine Gäste mehr. Das geht in den 100-Prozent-Bereich“, so Lutz. Viele Betriebe müssten um ihre Existenz fürchten. Hilfe des Staates sei dringend erforderlich.

Coronavirus in Niedersachsen: VW schließt Werke wegen Corona

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 7.51 Uhr: Wegen des Coronavirus schließt Volkswagen am Donnerstagabend (19.03.2020) seine Werke in Deutschland. An den Standorten soll mit dem Ende der Spätschicht um 22 Uhr die vorerst letzte reguläre Schicht in der Fertigung enden. Der Stopp gilt unter anderem für den Stammsitz Wolfsburg, den Standort Hannover und das interne Zulieferwerk Braunschweig in Niedersachsen. Die Produktion von Autos und Bauteilen soll zunächst für zehn Arbeitstage ruhen. Auch in anderen Ländern Europas wird die Produktion wegen der Corona-Pandemie vorläufig heruntergefahren.

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh sagte: „In Zeiten, in denen die Menschen nicht mehr auf Spielplätze, zu Konzerten, in die Kirche oder abends ins Restaurant dürfen - und auch keine Autos mehr kaufen und Volkswagen Zuliefererprobleme hat -, da kann die Produktion nicht einfach weiterlaufen, als wäre nichts passiert.“ Die finanziellen Risiken der Corona-Krise sind laut Vorstandschef Herbert Diess nicht abzuschätzen.

Corona in Niedersachsen: Öffentliches Leben in Göttingen wegen Corona eingeschränkt

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 20.56 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gelten auch in Niedersachsen Vorschriften, die das öffentliche Leben einschränken. In der Innenstadt von Göttingen waren am Mittwoch deutlich weniger Menschen* unterwegs, wie HNA berichtete. 

Alle Bekleidungs- und Einzelhandelsgeschäfte, auch Telekommunikationsläden haben nun geschlossen. Nur Drogeriemärkte und Apotheken waren offen. Dort bildeten sich lange Schlangen. Im Landkreis Göttingen gibt es derzeit 32 Corona-Infizierte (Stand 18.03.2020). Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um 13 erhöht. Das ist der bislang höchste Anstieg neuer Coronavirus-Infektionen im Kreis* in Niedersachen

Coronavirus in Niedersachsen: Corona-Verdacht in JVA Braunschweig nicht bestätigt

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 17.40 Uhr: Entwarnung in der Justizvollzugsanstalt Braunschweig: Der Corona-Verdacht bei einem kürzlich aufgenommenen Gefangenen hat sich nicht bestätigt. Das hat am Mittwoch ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums mitgeteilt. Der Coronavirus-Verdacht hatte zu erheblichen Einschränkungen für die Gefangenen in Niedersachsen geführt.

Die Häftlinge durften bis zur Abklärung des Corona-Verdachtsfalls ihre Zellen nicht mehr verlassen und an keinerlei Gemeinschaftsveranstaltungen teilnehmen. Es war der erste und bislang einzige Coronavirus-Verdachtsfall in einem niedersächsischen Gefängnis. Nach Angaben des Justizministeriums sind derzeit keine infizierten Gefangenen in Niedersachsen bekannt.

Corona in Niedersachsen: Material für Corona-Tests in Laboren werden knapp

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 17.24 Uhr: Das Land Niedersachsen setzt bei der Corona-Pandemie alle Hebel in Bewegung, um eine einen dramatischen Anstieg der Coronvirus-Infektionen zu verhindern und eine geordnete Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Das Material für Coronavirus - Tests in den Laboren in Niedersachsen wird allerdings knapp, sagte Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Die Labore bemühten sich laut Deutscher Presseagentur (dpa), Nachschub zu bestellen, doch dies sei angesichts der weltweiten Nachfrage schwierig. Materialien, mit denen Ärzte Abstriche nehmen, seien noch genügend vorhanden.

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Corona-Infizierten weiter gestiegen

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 16.07 Uhr: Die Zahl der Coronavirus - Infizierten in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Wie das Land Niedersachsen am Mittwoch bekannt gab, gibt es nun 740 laborbestätigte Corona-Fälle (Stand: 18.03.2020, 14 Uhr). Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl um 177 Infizierte gestiegen.

Den größten Anstieg gab es in der Region Hannover. Dort sind laut Angaben des Landes 34 Corona-Fälle neu hinzugekommen. Inzwischen sind in Niedersachsen in 42 Landkreisen und der Region Hannover Coronavirus-Infektionen bestätigt worden.

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 15.26 Uhr: Niedersachsen hat angesichts der Corona-Epidemie Touristen und Ausflügler dazu aufgerufen, dem Bundesland fernzubleiben. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). "Der Appell an Menschen in den Nachbarländern und den Niederlanden ist, bleiben Sie zu Hause", sagte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, am Mittwoch in Hannover.

Ein förmliches Verbot sei nach dpa-Angaben dabei aber weder praktikabel noch erforderlich. Ein neuer Erlass wegen der steigenden Zahl der Coronavirus-Fälle verbietet Hotels, Campingplätzen und allen übrigen, auch privaten, Zimmervermittlern in Niedersachsen ab Mittwoch (18.03.2020) das Vermieten von Quartieren an Touristen.

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 13.05 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, mussten in Göttingen zahlreiche Geschäfte schließen. Wie die Landesregierung ankündigte, laufen die Kontrollen in den Kommunen in Niedersachsen* aber erst noch an.

Die Stadt Göttingen will ab dem heutigen Mittwoch (18.03.2020) Kontrollen um Vergehen gegen weitreichende Zwangsschließungen von Gastronomie- und Einzelhandelsbetrieben starten. Zu dieser Maßnahme gegen die Corona-Pandemie werden Polizei-Beamte und Kräfte des Ordnungsamtes unterwegs sein.

Corona in Niedersachsen: Land öffnet Schatulle zur Bekämpfung der Corona-Krise

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 12.37 Uhr: Das Land Niedersachsen mobilisiert zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise* zunächst 4,4 Milliarden Euro. 1,4 Milliarden Euro sollen das nun besonders geforderte Gesundheitswesen stützen – und als Soforthilfe in die Wirtschaft fließen.

Das Land Niedersachsen erhöht auch seinen Bürgschaftsrahmen um drei Milliarden Euro. Für Ministerpräsident Stefan Weil gehe es mit den finanziellen Unterstützungen auch darum, Unternehmen nach Abflauen der Corona-Krise dabei zu helfen, schnell wieder in normale Abläufe zu kommen.

Coronavirus in Niedersachsen: Neue Corona-Fälle im Kreis Northeim

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 12.08 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle sind am Mittwochvormittag im Landkreis Northeim (Niedersachsen)* bekannt geworden. Das teilte die Northeimer Kreisverwaltung heute mit.

Bei den Infizierten handelt es sich um zwei männliche Personen, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls bei einem Aufenthalt in Ischgl in Österreich mit dem Coronavirus infiziert haben. Beide befinden sich laut Landkreis-Sprecher Dirk Niemeyer mit Erkältungssymptomen wie Husten und Fieber in häuslicher Quarantäne.

Corona in Niedersachsen: Tiefe Einschnitte im öffentlichen Leben in Göttingen wegen Corona-Krise

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 11.01 Uhr: In Göttingen sorgt das Coronavirus für tiefe Einschnitte ins öffentliche Leben*. Seite heute sind in der Uni-Stadt in Niedersachsen viele Läden geschlossen. Wegen der Corona-Krise hat die Stadt per Allgemeinverfügung zahlreiche Einschränkungen angeordnet. Diese wurden bei einer Pressekonferenz am Dienstag (17.03.2020) vorgestellt.

„Wir fahren das öffentliche Leben immer weiter herunter, greifen sehr stark in das Leben der Menschen ein“, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. „Die Risikolage ist nicht unerheblich und wir müssen alles tun, um den Anstieg der Fallzahlen zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem intakt zu halten.“

Coronavirus in Niedersachsen: Konfirmationen und Kommunionen wegen Corona verschoben

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 10.34 Uhr: Wegen der Corona-Krise in Niedersachsen werden die Konfirmationen und Kommunionen im Kreis Northeim* bis nach den Sommerferien verschoben. „Wir empfehlen unseren Gemeinden, alle Konfirmationen auf Herbst zu verschieben“, betont Superintendentin Stephanie von Lingen.

Mit dieser Empfehlung wolle der Kirchenkreis einen Beitrag leisten, die Coronavirus-Infektionskette zu verlangsamen. Auch die katholischen Kommunionsfeiern, die traditionell für Mai geplant sind, werden abgesagt, betont Dechant Andreas Pape auf HNA-Anfrage. Dies sei eine Vorgabe des Bistums.

Corona in Niedersachsen: Arzt positiv auf Corona getestet - 300 Patientenkontakte

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 7.55 Uhr: Der Chirurg Dr. Thomas Braxmann, Leiter des MVZ Ostrhauderfehn (Niedersachsen), ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bis dahin habe er nach eigenen Angaben „gefühlt 300 Patietenkontakte“ in der vergangen Woche gehabt. Und nicht nur im MVZ - sondern auch im Friesoyther St.-Marien-Stift. 

Dort soll Braxmann ein Dutzend ambulate Operationen durchgeführt haben. Das Ostrhauderfehn MVZ ist wegen des Corona-Falls seit Sonntag (15.03.2020) vorerst geschlossen.

Coronavirus in Niedersachsen: Corona-Krise ist das dominierende Thema

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 6.22 Uhr: Die vielen geplatzten Reisepläne wegen der Corona-Krise halten auch die Verbraucherschutzzentralen in Niedersachsen an. Das Coronavirus sei „im Moment das Thema, das alles dominiert und uns fast ausschließlich beschäftigt“ sagte Tiana Preuschoff, Referentin für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

„Gerade beginnen die Osterferien: Reisezeit“, sagte sie. Verbraucher hätten Fragen zu gebuchten Reisen und Veranstaltungen. Ihr Tipp: Verbraucher sollten sich über ihre Rechte informieren, sich beraten lassen und nicht übereilt handeln. 

Viele Fragen seien bisher ungeklärt. Das Pauschalreiserecht sei im Juli 2018 geändert worden. Zu vielen möglichen Streitfragen gebe es deshalb noch keine Rechtssprechung. „Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass die Folgen des Coronavirus die Gerichte nun über Jahre beschäftigen werden“.

Corona in Nidersachsen: Weniger Corona-Neuinfizierungen in Göttingen als gedacht 

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 21.09 Uhr: Im Landkreis Göttingen gibt es weniger Neuinfizierungen als gedacht. Aktuell sind 19 Coronavirus-Fälle bekannt (8 aus Göttingen und 11 aus dem Kreisgebiet). 

„Mit der Zahl stehen wir ganz gut da“, bilanzierte Dr. Eckhart Mayr, Chef des Göttinger Gesundheitsamtes. Eigentlich habe man wegen der größeren Zahl an Tests mit einem stärkeren Anstieg gerechnet, auch weil stetig mehr Menschen getestet würden. Dennoch sei das Testzentrum auf dem Gelände der Uni-Klinik* überlastet. 

Coronavirus Niedersachsen: Nahrungsmittelproduktion während Corona-Pandemie sichergestellt

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 18.35 Uhr: Die Nahrungsmittelproduktion in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen ist nach Einschätzung der Industrie auch während der Corona-Pandemie sichergestellt. Versorgungsengpässe seien nicht zu erwarten - trotz der zahlreichen Einschränkungen und der aktuell hohen Nachfrage an Lebensmitteln. 

Allerdings stehe die Branche vor großen Herausforderung. Schuld dafür seien vor allem Hamsterkäufe. Der Verband der Ernährungswirtschaft Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen äußerte daher folgenden Appell: Kunden sollen möglichst normal einkaufen. 

Die Verunsicherung in der Bevölkerung sei zwar „überaus nachvollziehbar“, so Vize-Verbandschef Vehid Alemic: „Gleichzeitig ist es sehr wichtig, Ruhe zu bewahren und sich wie üblich mit Lebensmitteln einzudecken und einzukaufen“, so Alemic. „Ein Grund für Hamsterkäufe ist nach wie vor nicht ersichtlich“. 

Corona in Niedersachsen: Besetzung wegen Corona bei Tafeln gering

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 18.08 Uhr: Zunehmend mehr Tafeln in Niedersachsen stellen wegen des Coronavirus ihren Betrieb und die Essensausgaben für Bedürftige vorerst ein*. „Ware, die wir verteilen können, ist genug da“, betont Manfred Jabs, Vorsitzender des Tafelverbandes Niedersachsen und Bremen. Probleme gebe es vor allem bei der personellen Besetzung. In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Tafeln nun auch auf junge Ehrenamtliche angewiesen.

In Göttingen kann die Tafel ihren Betrieb an den Ausgabestellen indes aufrecht erhalten. „Wir machen das so lange weiter, bis wir nicht mehr dürfen“, sagt Moritz Wiethaup, Geschäftsführer der Göttinger Tafel. In der Uni-Stadt liefern bereits Schüler auf freiwilliger Basis Lebensmittelpakete an bedürftige Stammkunden direkt nach Hause.

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 17.21 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Wie das Land Niedersachsen am Dienstag bekannt gab, gibt es nun 563 laborbestätigte Corona-Fälle (Stand: 17.03.2020, 14 Uhr). Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl um 175 Infizierte gestiegen.

Den größten Anstieg gab es im Landkreis Osnabrück. Dort sind laut Angaben des Landes Niedersachsen 46 Corona-Fälle neu hinzugekommen. Inzwischen sind in 42 Landkreisen und der Region Hannover Coronavirus-Infektionen bestätigt worden.

Corona in Niedersachsen: Flixbus stellt Fahrten wegen Corona-Ausbreitung ein

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 16.23 Uhr: Der Fernbusanbieter Flixbus stellt wegen der Corona-Pandemie seine Fahrten in Göttingen und ganz Deutschland ein. Ab Mitternacht seien „alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland“ bis auf weiteres ausgesetzt , teilte das Bus-Unternehmen am Dienstag auf seiner Homepage mit. Damit folge man selbstverständlich den Anweisungen der Bundesregierung, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter anderem in Niedersachsen gegeben wurden.

Betroffene Fahrgäste, die ihre Reise nun nicht antreten können, werden von Flixbus informiert und erhalten nach Angaben des Bus-Unternehmens einen Gutschein über den gesamten Ticketpreis ohne Stornierungsgebühr.

Coronavirus in Niedersachsen: Internationales Festival in Göttingen wegen Corona abgesagt

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 14.56 Uhr: Die 100. Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen (Niedersachsen) werden wegen der Corona-Krise verschoben*. Das haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat am Dienstag (17.03.2020) beschlossen. Das Jubiläums-Festival sollte ursprünglich vom 20. Mai bis zum 1. Juni mit rund 120 Veranstaltern stattfinden. Bislang ist noch offen, wann das Festival in Niedersachsen nachgeholt werden soll.

Intendant Tobias Wolf appellierte nach der Entscheidung an Sponsoren und Publikum, bereits gezahlte oder zugesagte Zuwendungen und Eintrittsgelder nicht zurück zuverlangen. Viele der Künstlerinnen und Künstler, die nun wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht bei dem Festival in Göttingen auftreten können*, aber auch die gemeinnützige Festspiel-GmbH selbst stünden sonst vor dem finanziellen Aus.

Corona in Niedersachsen: Keine Ersatzfreiheitsstrafen wegen Corona

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 13.11 Uhr: In Niedersachsen sollen zur Entlastung der Justizvollzugsanstalten in der Corona-Krise vorerst keine Ersatzfreiheitstrafen mehr angetreten werden. Diese Regel gelte zunächst für drei Monate, teilte das Justizministerium am Montag in Hannover mit. Ersatzfreiheitsstrafen werden verhängt, wenn eine Geldbuße nicht bezahlt wird.

Es sei bislang nicht bekannt, dass Gefangene am Coronavirus erkrankt sind. Einen Covid-19-Verdachtsfall gibt es allerdings in der Abteilung Braunschweig der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel. Der Gefangene sei in der vergangenen Woche bereits getestet worden, das Ergebnis stehe noch aus.

An den Gerichten in Niedersachsen geht der Betrieb trotz der Corona-Krise weiter. Ladungen zu Gerichtsverhandlungen und Terminen seien weiter gültig, teilte das Landgericht Hannover mit. Über die Absage von Verhandlungen entscheide allein der zuständige Richter oder die zuständige Richterin, sagte Sprecher Christoph Sliwka. Die Richter seien sich ihrer Verantwortung bewusst und würden die Risiken abwägen

Coronavirus in Niedersachsen: Polizeidirektion in Göttingen weiterhin geöffnet

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 12.48 Uhr: Das Coronavirus hat bereits massive Auswirkungen auf die Gesellschaft in ganz Deutschland. Die Polizeidienststellen im Bereich der Polizeidirektion Göttingen bleiben trotz der Corona-Krise rund um die Uhr geöffnet und ansprechbar, das teilte sie am Dienstag mit. Dazu gehören die Polizeiinspektionen in:

  • Göttingen
  • Hameln-Pyrmont/Holzminden
  • Hildesheim
  • Nienburg
  • Northeim

„Wir sind auch weiterhin für die Bevölkerung da. Notrufe werden wie gewohnt entgegengenommen und wir kommen jedem zu Hilfe, der unserer Hilfe bedarf“, betont Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen.

Corona in Niedersachsen: Polizei gibt Einschränkungen wegen Corona bekannt

Um der Verbreitung des Coronavirus in Niedersachsen bestmöglich entgegenzuwirken und unnötige Übertragungswege zu vermeiden, bittet die Polizei darum, persönliche Kontakte zu anderen Personen so gering wie möglich zu halten und auch auf vermeidbare Kontakte zu den Polizeidienststellen zu verzichten. Beispielsweise Strafanzeigen können auch online erstattet werden.

Vereinzelte Angebote der Polizei in Niedersachsen werden wegen der Corona-Krise zunächst ausgesetzt. Dazu gehört nach Angeben der Polizei Göttingen der Service der Apostille (Beglaubigung) ebenso wie Präventionsveranstaltungen und der Zukunftstag.

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 12.28 Uhr: Der Flughafen Hannover fährt wegen des Coronavirus in Niedersachsen seinen Betrieb weitgehend runter.* Zahlreiche Airlines haben ihre Flugpläne in Hannover-Langenhagen wegen der Corona-Krise reduziert.

„Die Ausbreitung des Coronavirus führt seit Wochen auch am Hannover Airport zu massiven Flugstreichungen und einer sehr zurückhaltenden Nachfrage“, sagte Flughafenchef Raoul Hille. Aktuell liege der Passagierrückgang bei etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Corona in Niedersachsen: Universität Göttingen drosselt Uni-Leben

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 11.17 Uhr: Die Uni Göttingen setzt wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen* ihren Lehrbetrieb aus. Das gab Präsident Reinhard Jahn bekannt. Außerdem wurde der Vorlesungsbeginn der Universität auf den 20. April verschoben. Die Uni Göttingen hat wegen des Coronavirus unter anderem auch die Benutzung der Bibliothek eingeschränkt, alle Veranstaltungen abgesagt und die Prüfungen ausgesetzt. Der Forschungsbetrieb an der Universität in Niedersachsen soll indes weiter laufen.

Coronavirus in Niedersachsen: Arbeiten im Gericht wegen Corona mit Einschränkungen fortgesetzt

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 10.55 Uhr: Die Gerichte in Südniedersachsen setzen ihre Arbeit fort*, wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen aber mit Einschränkungen. „Dadurch ist sichergestellt, dass notwendige Entscheidungen in Eilsachen rechtzeitig und verlässlich getroffen werden können“, heißt es in einer Mitteilung.

Folgende Gerichte in Südniedersachsen setzen ihre Arbeit fort:

  • Landgericht Göttingen
  • Amtsgericht Bad Gandersheim
  • Amtsgericht Duderstadt
  • Amtsgericht Einbeck
  • Amtsgericht Goslar
  • Amtsgericht Göttingen
  • Amtsgericht Hann. Münden
  • Amtsgericht Herzberg
  • Amtsgericht Northeim
  • Amtsgericht Osterode

Corona in Niedersachsen: Stadtbusse in Göttingen fahren nach Kurzferienplan

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 10.34 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Niedersachsen verkehren die Göttinger Stadtbusse ab heute (17.03.2020) nach dem Kurzferienfahrplan.* Die angepassten Fahrplandaten würden nach und nach in das elektronische Fahrplansystem eingespielt, teilten die Göttinger Verkehrsbetriebe mit.

Außerdem stellt der Bürgerbus wegen des Coronavirus seine Fahrten zwischen dem Göttinger Kauf-Park und Dransfeld bis auf Weiteres ein. 

Coronavirus in Niedersachsen: Testzentrum in Göttingen kommt nicht hinterher

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 08:33 Uhr: Das Coronavirus breitet sich auch in Niedersachsen weiter aus. Tests auf Corona sind heiß begehrt. Das bekommt auch das Testzentrum in Göttingen* zu spüren. Dort gibt es auf dem Geländer der Universitätsmedizin Göttingen ein Testzentrum, wo es am Wochenende laut Beobachtern zu längeren Warteschlangen kam. Bis zu 50 Menschen sollen angestanden haben. Das Testzentrum ist überfordert. 

„Weitere Testzentren sind dringend erforderlich“, machte Kreisrat Riethig, deutlich, der für Gesundheit zuständig ist. „Wir erwarten als Landkreis die volle Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung“, sagt er weiter. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) stimmt Riethig zu und möchte die Personalkapazitäten wegen der Ausbreitung von Corona erhöhen. Dennoch macht die KVN eine Einschränkung. „Dies ist aber nur möglich, wenn genügend Schutzkleidung für das Personal zur Verfügung steht – was zurzeit nicht der Fall ist“, heißt es von der KVN.

Corona in Niedersachsen: Innenminister Pistorius fordert härteres Vorgehen gegen Fake-News

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 6.45 Uhr: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Fake News zur Corona-Pandemie. Er bezeichnete diese gegenüber dem Spiegel als "brandgefährlich".

"Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen", verlangt er. Er rief die Bundesregierung dazu auf, entweder Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstmöglich das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten anzupassen. 

Coronavirus im Landkreis Göttingen: Anzahl der Infizierten nimmt zu

Update vom Montag, 16.03.2020, 17.48 Uhr: Im Landkreis Göttingen steigt die Anzahl der Coronavirus-Infizierten am Montag auf insgesamt 14. Das Gesundheitsamt bestätigte demnach eine weitere Infektion bei einer jungen Frau in Göttingen. Außerdem wurden neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus bekannt gegeben. Unter anderem ist das Standesamt geschlossen. 

Auch im Landkreis Northeim wurden zwei weitere Fälle gemeldet.* Damit steigt die Anzahl der Infizierten dort auf sieben. Nach offiziellen Angaben haben sich beide Patienten in einem Ski-Urlaub angesteckt. 

Corona in Niedersachsen: 391 bestätigte Corona-Infektionen

Update vom Montag, 16.03.2020, 17.04 Uhr: In Niedersachsen gibt es bis Montagnachmittag (16.03.2020) 391 bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 104 Fälle mehr als am Vortag. Das berichtet das Gesundheitsministerium. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handele, könne es zu Abweichungen zu Angaben anderer Stellen - etwa der Kommunen - geben.

In rund 40 Landkreisen und in der Region Hannover sind inzwischen Menschen positiv getestet worden. Den größten Anstieg habe es in der Region Hannover mit 37 neuen auf insgesamt 96 Fällen gegeben.  

Coronavirus: Niedersachsen will vorerst keinen Katastrophenfall wegen Corona ausrufen

Update vom Montag, 16.03.2020, 16.13 Uhr: Anders als Bayern will Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie wohl zunächst nicht den Katastrophenfall ausrufen. Über die erforderlichen Schritte beriet der Krisenstab der Landesregierung am Montagmorgen (16.03.2020) in Hannover.

Auch der bayerische Schritt, die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse temporär außer Kraft zu setzen, ist in Niedersachsen nicht unbedingt erforderlich. Grund dafür ist, dass es im Nordwesten für Notfalllagen Ausnahmen bei den Regelungen zur Schuldenbremse gibt. Am Dienstag (17.03.2020) will die Regierung über einen Nachtragshaushalt beraten, um in allen Bereichen auf die Herausforderungen der Corona-Krise reagieren zu können. 

In Bayern wurden bereits deutlich mehr bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert als in Niedersachsen. In Bayern waren es bis Sonntagmittag 886 Fälle, in Niedersachsen 287. 

Corona in Niedersachsen: Weitere Corona-Testzentren im Landkreis Göttingen geplant

Update vom Montag, 16.03.2020, 12.15 Uhr: Im Landkreis Göttingen werden noch im März weitere Corona-Testzentren installiert. Das sagte Kreisrat Marcel Riethig am Montag (16.03.2020) im Gespräch mit der HNA-Redaktion. „Zunächst wird ein Zentrum für die Tests im östlichen Kreisteil, vermutlich im Bereich Herzberg, eingerichtet“, so Riethig.

Bislang gibt es ein Corona-Testzentrum für Landkreis und Stadt Göttingen auf dem Gelände der Universitätsmedizin Göttingen, wo es am Wochenende laut Beobachtern aber zu längeren Warteschlangen kam, die eigentlich verhindert werden sollten. 

Der Kreisrat, zuständig auch für den Bereich Gesundheit, stellt deshalb klar: „Weitere Testzentren sind dringend erforderlich“, machte Riethig deutlich. „Wir erwarten als Landkreis die volle Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen“. 

Denn die KVN, und nicht der Landkreis, ist für den Aufbau und den Betrieb der Testzentren zuständig. Sie hat auch das bestehende am Uni-Klinikum unter ihrer Obhut und organisiert dort sowohl die Bestückung mit Personal als auch die Abläufe - in Absprache mit der Notfallmedizin. 

Am Sonntag (15.03.2020) hatte es den ersten bestätigten Corona-Fall in Hann. Münden* in Niedersachsen gegeben. Das Partyvolk in Göttingen wollte sich vom Coronavirus* die Laune nicht vermiesen lassen. Einige Menschen feierten - und zwar im Netz. 

Video: Hannover 96 stellt wegen Corona Mannschaft unter Quarantäne

Von Thomas Kopietz, Jan Wendt, Michaela Schaal, Lucas Maier und Alicia Kreth (mit dpa)

*hna.de und fr.de* sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.