Neues Anzeichen für Infektion?

Neues Corona-Symptom? Mysteriöse blaue Flecken an den Zehen: Kinder besonders betroffen - Ärzte warnen

Coronavirus-Symptom: Ärzte warnen vor mysteriösen Flecken - Kinder und Jugendliche betroffen
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Lässt sich eine Coronavirus-Infektion an den Füßen erkennen? Ärzte sprechen von einem neu entdeckten Symptom. (Symbolbild).

Bislang galten vor allem trockener Husten und Fieber als Coronavirus-Symptome. Ärzte wurden nun auf andere Merkmale aufmerksam - die besonders bei jüngeren Patienten auftreten.

  • Woran lässt sich eine Coronavirus-Infektion erkennen?
  • Mediziner verweisen nun auf ungewöhnliche Symptome, die bislang unbeachtet blieben.
  • Vor allem Kinder und Jugendliche mit einer Infektion sollen von der Symptomatik betroffen sein. 
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus*. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte*. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*. Das Wichtigste zum Thema gibt es auch auf unserer brandneuen Facebook-Seite Corona News. Jetzt Fan werden.

Berlin - Trockener Husten, Fieber und Müdigkeit: dass diese Symptome auf eine Coronavirus-Erkrankung hinweisen können, ist schon länger bekannt. Auch Geruchs- und Geschmacksverlust scheint bei einigen Patienten offenbar auf eine Infektion hinzudeuten. 

Bislang unbeachtet blieb jedoch ein anderes Symptom, auf das nun Ärzte aus der ganzen Welt reagieren: Möglicherweise hängen auch mysteriöse blaue Flecken mit einer Coronavirus-Erkrankung zusammen. Zunächst hatte der Internationale Verband der Podologen darüber berichtet. Besonders Kinder und Jugendliche* scheinen solche Symptome bei einer Infektion aufzuweisen. Die Flecken treten offenbar besonders häufig an den Zehen auf, sind aber teilweise auch an Fingern zu beobachten. 

Bisher kaum bekannt ist auch ein erschreckendes Symptom, über das eine der ersten Corona-Erkrankten in Deutschland bei Markus Lanz gesprochen hat: Extremer Haarausfall.

Coronavirus-Symptome: Infizierter Junge (13) aus Italien weist Verfärbungen an den Zehen auf

Konkret machte der Podologen-Verband seine Erkenntnisse am Fall eines 13-Jährigen aus Italien fest. Schon bevor der Junge über typische Coronavirus-Symptome wie Fieber und Muskelschmerzen klagte, stellte er lilafarbene Verfärbungen an seinen Zehen fest. Ein Kinderarzt hatte den Fall dokumentiert.

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Auch andere Wissenschaftler veröffentlichten ähnliche Untersuchungsergebnisse. Wie die Bild berichtet, gebe es einen vergleichbaren Fall aus Thailand. Laut einer italienischen Studie würde sogar jeder fünfte Covid-19-Patient, der im Krankenhaus behandelt werden muss, Hautverfärbungen beziehungsweise Hautveränderungen an den Füßen zeigen, so Bild weiter. Teilweise seien diese auch Masern, Windpocken oder Frostbeulen ähnlich. Die Verfärbungen können außerdem von juckendem Ausschlag begleitet werden - in einigen Fällen bilden sich auch Hautkrusten. Oft gehen Schmerzen mit den Ausschlägen einher.

Wie genau es zu der Symptomatik* kommt, ist derzeit noch nicht vollständig geklärt. Damit sie weiter erforscht werden können, rufen Ärzte-Verbände dazu auf, Fälle dieser Art genau zu dokumentieren. Spanische Podologen gehen außerdem so weit, Eltern, die Verfärbungen oder weitere Hautirritationen bei ihren Kindern feststellen, zu empfehlen, die jungen Patienten vorsichtshalber von anderen Menschen fernzuhalten und sich telefonisch bei Fachärzten zu erkundigen.

Coronavirus-Details erst nach und nach bekannt - RKI mit neuer Erkenntnis zu Organ-Befall

Viele Details, die Coronavirus-Erkrankungen betreffen, werden erst nach und nach bekannt. Erst am Dienstag (21. April) gab Dr. Lars Schaade, der stellvertretende Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI), in einer Pressekonferenz bekannt, dass das Virus offenbar mehr Organe befalle, als zunächst angenommen. Aufgrund von chinesischen Berichten war man zunächst davon ausgegangen, dass hauptsächlich die Lunge betroffen sei. Nun wurde bekanntgebeben, dass bei einer Covid-19-Erkrankung wohl auch eine Herz- und Nierenbeteiligung möglich sei. 

Neue Erkenntnisse lassen sich durch die detaillierte Dokumentation von Coronavirus-Fällen liefern - aber auch durch Obduktionen von Todesopfern, die an den Folgen des Virus verstorben seien. Schaade erklärte in der Pressekonferenz, dass das RKI* nicht gegen Obduktionen sei - aus ihnen könnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. 

Video: Lars Schaade gibt RKI-Pressekonferenz: Corona-Maßnahmen bis Impfstoff beibehalten

nema

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