Sommerurlaub in Pandemie

Kroatien-Urlaub: Jetzt gelten verschärfte Corona-Regeln - Das müssen Reisende beachten

Kroatien ist vor allem im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel. In einer Region hat das Land jetzt die Corona-Regeln verschärft. Alles, was Reisende wissen müssen im Überblick.

Zagreb – Viele Menschen sehnen sich nach einem erholsamen Sommerurlaub im Süden. Beliebte Urlaubsregionen in Kroatien ziehen regelmäßig tausende deutsche Touristinnen und Touristen an. Doch die Corona-Pandemie hat die Welt weiterhin fest im Griff. Ist Urlaub in Kroatien derzeit möglich?

Der erste Corona-Zahlen in Kroatien steigen aktuell wieder an. Laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität haben sich seit dem Beginn der Pandemie 362.129 Personen in Kroatien mit Sars-CoV-2 infiziert – 8245 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben (Stand: 23.07.2021). Ein Blick auf die aktuelle Corona-Situation im Land zeigt, dass die Lage sich regional unterscheidet.

Einen Urlaub in der Sonne von Kroatien - das wünschen sich derzeit viele Menschen. Doch während der Corona-Pandemie müssen Reisende einige Regelungen dringend beachten.

Die Gespanschaft Zadar wurde vom Auswärtigen Amt am 27. Juni 2021 als Risikogebiet eingestuft. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz dort bei 102,3 (Stand: 23.07.2021). Auch in den Gespanschaften Šibenik-Knin (58,9) und Split (58,9) liegen die Inzidenzen über dem Grenzwert. Zudem liegt sie in Dubrovnik-Neretva mittlerweile bei 54,4.

Angesichts der stark steigenden Corona-Inzidenzzahlen an der Adriaküste hat Kroatien die Vorsichtsmaßnahmen in diesem Urlaubsgebiet verstärkt. Versammlungen von mehr als 1000 Menschen sind ab kommendem Montag (26.07.2021) verboten – unabhängig davon, ob die Anwesenden gegen Corona geimpft sind oder eine Covid-Erkrankung überstanden haben. Das beschloss der Corona-Krisenstab der Regierung in Zagreb am Freitag (23.07.2021). Die neuen Beschränkungen betreffen auch die Gastronomie sowie private Zusammenkünfte, an denen nur noch bis zu 15 Personen ohne Covid-Immunitätszertifikat teilnehmen dürfen.

Corona-Urlaub in Kroatien: Das ist die aktuelle Lage

Bislang gelten 33,15 % Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft. Nachdem die Fallzahlen seit Mai auch dort stetig zurückgegangen waren, nehmen sie seit einigen Wochen wieder langsam zu. Derzeit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 22,2 (Stand: 23.07.2021).

Urlaub in Kroatien: Die Corona-Lage hat sich in den letzten Wochen im Land entspannt. Restaurants, Cafés und Geschäfte haben wieder geöffnet - doch in einigen Regionen steigen die Inzidenzen.

Die hochansteckende Corona-Variante Delta ist in Kroatien bereits verbreitet und weiter auf dem Vormarsch: Wie die weltweite Wissenschaftsinitiative GISAID bekannt gab, lag die Ansteckungsrate innerhalb der letzten vier Wochen bei 31,6 Prozent. Neuere Daten gehen von null Prozent aus, was bedeutet, dass entweder keine Infektionen mit der Variante mehr vorkamen oder auf diese nicht getestet wurde. In den vergangenen vier Wochen wurden rund 30 Delta-Falle festgestellt. Doch was für Auswirkungen hat die aktuelle Lage in Kroatien nun für Reisende?

Einreise nach Kroatien: Corona-Nachweise und Formulare - Das muss beim Urlaub beachtet werden

Wer nach Kroatien einreisen möchte, muss zunächst ein Online-Einreiseformular ausfüllen und absenden. Die angezeigte Benutzer-ID sollte man sich vorsichtshalber notieren. Auch eine Druckversion des vollständigen Formulars kann nicht schaden, um dieses problemlos auch bei der Einreise vorzeigen zu können.

Außerdem ist seit dem 1. Juli 2021 ein negativer Corona-Test vorzuweisen. Ein PCR-Test darf in diesem Fall nicht älter als 72 Stunden und ein Schnelltest nicht älter als 48 Stunden sein. Von dieser Regelung ausgenommen sind vollständig Geimpfte, deren Zweitimpfung bereits mindestens 14 Tage zurückliegt, sowie Genesene. Diese Personengruppen müssen jedoch ein gültiges EU-Impfzertifikat oder einen Genesenennachweis vorlegen.

Corona-Urlaub in Kroatien – Welche Regeln müssen beim Reisen beachtet werden?

Wer bisher nur eine von zwei Impfdosen bekommen hat, kann ebenfalls ohne einen Test nach Kroatien reisen. Die Erstimpfung mit einem mRNA-Vakzin wie von Biontech oder Moderna muss jedoch mindestens 22 und höchstens 42 Tage zurückliegen – mit einer Astrazeneca-Impfung darf man zwischen dem 22. und 84. Tag einreisen.

Wenn man allerdings weder ein negatives Testergebnis noch einen Impf- oder Genesenennachweis mit sich führt, muss man nach Informationen des ADAC an der Landesgrenze einen Test durchführen lassen. Anschließend muss man sich bis zum Erhalt des Ergebnisses in Isolation begeben. Kinder im Alter unter 12 Jahren sind in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person mit negativem Testergebnis oder einem entsprechenden Nachweis nicht verpflichtet einen Test vorzuweisen.

Corona-Urlaub in Kroatien: Welche Regeln gelten vor Ort?

In Kroatien selbst haben aufgrund der vergleichsweise niedrigen Inzidenzen Cafés, Hotels und Restaurants wieder geöffnet. Hygienemaßnahmen wie Mundschutzpflicht oder Abstandsregelungen sind allerdings weiterhin vorgeschrieben, diese können je nach Gebiet aber voneinander abweichen. Die kroatische Regierung informiert über alles Weitere auf der offiziellen Website. Folgende Corona-Schutzmaßnahmen gelten derzeit vor Ort:

  • Mundschutz-Pflicht: In Geschäften und im öffentlichen Verkehr. Im Freien nur, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
  • Menschenmengen: Die Anzahl der Personen sind in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften um etwa 40 Prozent reduziert. An der Adriaküste gelten strengere Regeln, dort sind ab Montag (26.07.2021) Versammlungen von mehr als 1000 Menschen verboten, egal ob die Personen geimpft oder genesen sind. In der Gastronomie und bei privaten Zusammenkünften dürfen an der Adriaküste nur noch bis zu 15 Personen ohne Covid-Immunitätszertifikat teilnehmen.
  • Alkohol: Der Verkauf von alkoholischen Getränken ist zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verboten.
  • Strände und Freizeitaktivitäten: An Stränden gibt es Zugangsbeschränkungen und Auflagen beispielsweise müssen Liegestühle paarweise in Abständen von 4,5 Metern aufgestellt werden. Ordnungsdienste der Gemeinden kontrollieren die Einhaltung.

Wer nach Kroatien reisen möchte, kann dies mit dem Flugzeug oder aber auch mit dem Auto tun. Ein Durchfahrt durch Slowenien oder Österreich ist in dem Fall unvermeidbar. Aber auch während der Corona-Pandemie ist dieser Transit problemlos möglich. Für Slowenien gibt es keine weiteren Anforderungen, wenn man das Land innerhalb von zwölf Stunden wieder verlässt – auch kurze Pausen sind erlaubt.

In Österreich ist weder eine digitale Einreiseanmeldung noch ein negativer Test nötig, wenn man das Land ohne Zwischenstopp passiert. Pausen und Tankstopps werden laut dem ADAC „in der Regel geduldet“.

Nach dem Kroatien-Urlaub – Was gilt bei der Rückreise nach Deutschland?

Der Urlaub in Kroatien ist vorüber und die Rückreise steht an. Wer aus Nicht-Risikogebieten wieder zurückreist, muss nur wenig beachten. Für Auto- sowie Flugreisende, die weder genesen noch vollständig geimpft sind und sich in Risikogebieten aufgehalten haben gilt:

  • Eine ausgefüllte digitale Einreiseanmeldung vor der Einreise nach Deutschland.
  • Ein negativer Corona-Test vor der Abreise (Schnelltest maximal 48 Stunden und PCR-Test maximal 72 Stunden alt).
  • Quarantäne-Pflicht für all diejenigen, die keinen negativen Test vorweisen.

Alle Flugreisenden müssen außerdem bereits beim Check-in am Abflughafen einen negativen Test vorweisen – auch wenn sie in keinem Risikogebiet waren. Andernfalls ist kein Rückflug möglich. Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Personen, die lieber in der Türkei Urlaub machen wollen, müssen ebenfalls einige Corona-Regeln beachten. Das Robert Koch-Institut hat das Land als Risikogebiet eingestuft. Das beliebte Urlaubsziel Spanien wurde zum Corona-Risikogebiet* erklärt – inklusive der Kanarischen Inseln und den Balearen.

Auch sollten sich Reisende über einen Urlaub in Griechenland aufgrund der Corona-Pandemie* vorher informieren. (Alina Schröder) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hahne/ imago

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